Spotlight: Martian Manhunter

Richtiger Name: J’onn J’onnzz

Decknamen: Martian Manhunter, John Jones und eine lange Liste anderer Decknamen

Staatsangehörigkeit: Marsianer; US Amerikanisch

Zugehörigkeit: Justice League, ehemals Justice League of America, Justice League United, Stormwatch, White Lantern Corps, Black Lantern Corps, Justice League Task Force, Justice League International

Debüt: Detective Comics #255 (November 1955) von Joseph Samachson und Joe Certa

© by DC Comics; Martian Manhunter Vol. 4 #11 Variant by John Romita Jr.

Origins

Mars Attacks? Oder auch: Das Debüt von Martian Manhunter

Der Marsianer J’onn J’onnzz wurde im Silver Age von dem Wissenschaftler Dr. Saul Erdel versehentlich auf die Erde geholt, als dieser experimentelle Teleportationstechnik nutzte. Nun saß der Marsianer auf der Erde fest und Dr. Erdel, sein einziger Weg zurück auf den Mar, starb vor Schock als J’onn sich ihm vorstellte. So agierte J’onn J’onnzz unter einem Pseudonym auf der Erde: Als John Jones agierte der Manhunter verdeckt und bekämpft Verbrechen aller Art. Doch es dauert nicht lange und John Jones offenbarte sich der Öffentlichkeit als Martian Manhunter und wurde sogar zentrales Mitglied der Justice League. Dabei trat er oft als Ersatz für Superman in Erscheinung und wurde, nachdem Superman Teil der Liga wird, in den Hintergrund gedrängt. Letztendlich schob man den Martian Manhunter aufs Abstellgleis und sandte ihn auf den Mars zurück.

Der letzte Marsianer

Jahre später wurde der Martian Manhunter wieder in die DC Kontinuität zurückgeholt. Nicht nur wurde er wieder Teil der Justice League, sondern seine Hintergrundgeschichte frischte man zugleich auch noch auf. So starb Dr. Saul Erdel nicht und die menschliche Form des Marsianers war Resultat eines Traumata. Denn J’onn J’onnzz sah den Tod der Marsianer mit an und wurde nicht nur räumlich sondern auch zeitlich verschoben. Der Tod der marsianischen Kultur fand nun vor langer Zeit statt und J’onn war der letzte seiner Art.

Jedenfalls für lange Zeit war das Mitglied der Justice League allein bis zu einer schicksalhaften Offenbarung. Denn der Martian Manhunter besaß einen Zwilling namens Ma’alefa’ak, der zudem der Rasse der weißen Marsianer gehörte. Dieser Zwilling begann J’onn zu imitieren und seinen Ruf zu schädigen, doch der Martian Manhunter konnte Ma’alefa’aks Plan durchschauen. Er musste seinen Bruder (augenscheinlich) töten um ihn zu stoppen. Im Nachhinein begann Martian Manhunter die Geschichte der Marsianer weiter zu erforschen und entdeckte eine Verbindung zu den Bewohnern des Saturns.

So versuchte er in der Folge davon auch seine Angst vor Feuer, seine größte Schwäche, zu überwinden. Dafür transformierte er in „Fernus“, einem antiken Marsianer, doch diese Transformation brachte düstere Geheimnisse zu Tage. Denn der Geist von Fernus zeigte, dass die Wächter des Universums den Marsianern die Schwäche gegenüber Feuer einpflanzten. Denn ohne diese Schwäche konnten Marsianer, wie Fernus selbst, in brennendem Zustand Leid verbreiten und sich davon nähren. Und Fernus hatte eben jenes im Sinn und begann die Kontrolle über den Martian Manhunter zu erlangen. Nur mit der Hilfe der Justice League, Plastic Man und Manitou Dawn konnte J’onn J’onnzz den antiken Marsianer aus seiner Psyche vertreiben und so auch kurzzeitig die Schwäche gegenüber Feuer.

Jahre voller Krisen

Nach diesen Strapazen verschwand der Martian Manhunter erstmals länger von der Bildfläche. Was erst als eine einfache Pause wirkte, offenbarte sich in der Infinite Crisis als unfreiwillige Zwangspause. Denn Alexander Luthor Jr. von Erde 3 hatte den Martian Manhunter gefangen genommen und versklavt. Im darauffolgenden „52“ begab der Martian Manhunter sich auf einen Rachefeldzug. Nicht gegen Alex Luthor Jr., wie man annehmen könnte, sondern gegen Checkmate und Maxwell Lord für deren Involvierung am Tod von Ted Kord. Auch im World War III war der Martian Manhunter involviert und sollte Black Adam stoppen, floh aber und verlor das Vertrauen in die Menschen. Er wandelte nun marsianischerer Form durch das Universum und suchte nach anderen überlebenden Marsianern. Stattdessen fand er aber in der Final Crisis den Tod.

Dummerweise begann kurz darauf die Blackest Night und ein schwarzer Lantern Ring erwählte den Marsianer. Nach der Niederlage von Nekron war J’onn J’onnzz einer der wiederbelebten Helden. Die Wiedererweckung kam aber mit einer Aufgabe der Lebensentität, die erfüllt werden musste um völlig wiederbelebt zu werden. Der Martian Manhunter sollte dabei einen Wald vernichten. Unwissend darüber welchen Wald die Entität genau meinte, machte sich der Martian Manhunter auf die Suche. Dabei fand er nach einer Irrfahrt rund um die Erde den besagten Wald auf dem Mars, der nun auch wieder Wasserquellen hatte. Neben der plötzlichen Vegetation entdeckte er dort auch etwas anderes Grünes: die Marsianerin D’kay D’razz.

Doch D’razz war alles andere als wohlgesonnen. So offenbarte sie sich als Angreiferin auf Miss Martian und wollte den Martian Manhunter dazu zwingen ihr Partner zu werden. Zornig, weil er den Verlust seiner Familie erneut wegen D’razz durchleben musste, packte er seine Mit-Marsianerin und versenkte sie in der Sonne. Zusammen mit der Vernichtung des Waldes war Martian Manhunters Aufgabe fast erledigt, die Entität stellte ihn nur noch vor die Wahl: Die Erde oder der Mars. Er könnte nur eines beschützen und J’onn J’onnzz wählte die Erde. So bekam er sein Leben gänzlich wieder und war im Kampf gegen den „Dark Avatar“ der Avatar der Erde und zentraler Teil bei der Wiedererweckung des wahren Swamp Things.

Neue und alte Pflichten

Nach dem Flashpoint, in dem der Martian Manhunter am Rande auftauchte, etablierte sich der Martian Manhunter als Mitglied der Geheimorganisation „Stormwatch“. Diese Verteidigungsorganisation, die ihren Ursprung aus dem Wildstorm Universum hatte, agierte als Abwehrbollwerk der Erde gegenüber dem Weltall. Dies brachte den Martian Manhunter in seiner Dienstzeit mit diversen Gefahren in Kontakt, die wohl bekannteste war der Angriff von Atrocitus, dem Anführer des Red Lantern Corps. Später verließ der Martian Manhunter dann Stormwatch und löschte seine Existenz aus den Erinnerungen seiner ehemaligen Teamkameraden.

Daraufhin offerierten Amanda Waller und Steve Trevor dem Martian Manhunter eine Möglichkeit. Obwohl dieser nie das Verlangen hatte Teil der Justice League zu werden, so wollten die beiden US Agenten ihn als Mitglied für ihre Justice League of America. Er war auch der überzeugende Faktor, der dieser Gegen-Liga den Zuspruch des US Präsidenten sicherte. Als Gegenpart zu Superman agierte J’onn J’onnzz dann in der kurzweiligen Justice League of America bis zum Trinity War. Nach den Ereignissen in Forever Evil löste sich diese Version der Justice League auf, doch die Freundschaft zu Stargirl brachte die Justice League United hervor. Auch diese Liga hatte nur eine kurze Existenz und löste sich hinter den Kulissen ebenfalls auf.

Es wurde aber auch persönlich für den Martian Manhunter problematisch. So splitterte seine Persönlichkeit und er musste um seine wahre Form kämpfen. All das wurde erschwert als Ma’alefa’ak erneut auftauchte und versuchte die Erde mit dem Mars zu dessen Hochzeit zu ersetzen. Doch Martian Manhunter konnte sich sammeln, besiegte erneut seinen Bruder und verhinderte die „Red Eclipse“. Danach verschwand er erstmals länger von der Bildfläche, doch in „Dark Knights: Metal“ rettete der Martian Manhunter dann Mr. Terrific, Hal Jordan und Plastic Man von Thanagar. Nach der Niederlage von Barbatos wurde J’onn J’onnzz nicht nur zum Mitglied der Justice League sondern auch deren Anführer.

Fähigkeiten und Kräfte

Beim Martian Manhunter ist mit der Zeit eine breite Masse an Kräften zusammengekommen.

Rein physisch ist Martian Manhunter etwa auf dem Level von Superman dargestellt. Seine Stärke, Zähigkeit und Ausdauer gleichen der des Kryptoniers in vielen Fällen bis ins Detail. Zwar schwankte dies zwischendurch mal, doch in den letzten Jahren wurde daran kein Zweifel gelassen. Dazu zeigt der Martian Manhunter unglaubliche regenerative Kräfte und Formwandelfähigkeiten. Diese reichen von physischen Veränderungen wie einem extra Paar Armen bis hin zu einer komplett geänderten Physis ohne bisher genannte Grenzen. Ebenfalls kann der Martian Manhunter seine Dichte gänzlich kontrollieren, unberührbar werden, sich tarnen und auch fliegen. Auch Fähigkeiten wie Hitzeblick bzw. Laseraugen, abhängig vom Autor, beherrscht der Martian Manhunter.

Mentale Kräfte besitzt der Martian Manhunter ebenfalls. Er ist ein mächtiger Telepath und Telekinet, der im DC Universum wenig Ebenbürtige trifft. Er kann problemlos mehrere Geister verbinden und zudem Kräfte wie Illusionen, Gedankenkontrolle oder mentale Schläge verteilen. All das und noch mehr, was schon über dem Standard von Marsianern liegt, wird noch  erweitert um einen extrem hohen IQ, der den von Ted Kord (192) übertrifft.

Dazu kommen noch viele kleinere Vorteile. So kann Martian Manhunter auf ganze neun Sinne als Marsianer zurückgreifen und sowohl das elektromagnetische Spektrum und auch Röntgenstrahlen erfassen. Auch seine Augenlaser, die oben erwähnt wurden, fallen unter diese Sinne, die ihm unfassbare Wahrnehmung geben. Auch ist er noch multilingual, da er mindestens marsianisch, englisch, portugiesisch, japanisch, russisch und italienisch spricht. Seine Fähigkeiten werden erweitert um eine Nahkampfausbildung exzellente Detektivfähigkeiten.

Dennoch besitzt er auch eine Schwäche. Zwar wandelt sich die Ursache davon, doch Feuer agiert als Schwäche des Martian Manhunters. Vor dem New 52 ist es eher eine rein physische Schwäche, die ihn in Panik versetzt. Mit dem New 52 wurde es aber eher in eine Phobie (Pyrophobie) geändert, die auf dem Verlust seiner Familie und Kultur basiert.

Facts

– Martian Manhunter liebt Oreo Kekse, die aus Rechtsgründen in den Comics Chocos heißen. Batman legte einen auf J’onns Sarg. J‘onns Sucht nach Chocos ist übrigens Shazams Schuld

– die menschliche Form wurde von Saul Erdels Gedanken und somit von den Autoren Edgar Rice Burroughs und Ray Bradburys beeinflusst. Beides sind bekannte Autoren, die das Bild von Marsianern prägten

– wichtige Decknamen: Isobel de la Rosa (berühmter Autor aus Montevideo), Goldie Johnson (Top Reporter von The World Register in Chicago), Mrs. Klingman (Clark Kents High School Lehrerin in Civics)

– im DC Universum ist er in der südlichen Hemisphäre bekannter als Superman

– Hat mal den Joker von dessen Wahnsinn geheilt. War nur nicht sonderlich gesund für Martian Manhunter und überlud dessen Geist

– In „The Boys“ von Garth Ennis wird der Martian Manhunter in Form von Jack from Jupiter parodiert

– Marvels „Squadron Supreme“, eine Adaption der Justice League, hat auch ihren Martian Manhunter: Der Skrullian Skymaster

– In Smallville von Phil Morris in rein menschlicher Form gespielt; in Supergirl von The CW von David Harewood auch in marsianischer Form zu sehen (Hier aber nicht John Jones sondern Hank Henshaw)

– War sowohl in George Millers „Justice League: Mortal“ als auch Zack Synders ursprünglichem Justice League Cuts geplant

– auf der IGN Liste auf Platz 43 der 100 besten Superhelden

– spielbar in diversen Lego Titeln

– DLC Charakter von Injustice: Gods among us

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