Rezension: Titans 7

Vorab geht wie immer ein großes Dankeschön an Panini Comics, die das Rezensionsmaterial gestellt haben!

Inhaltsverzeichnis

[Panini Backcover]

Kampf bis aufs Blut

Die durchtriebene Mother Blood und ihr gefährlicher Blutkult wollen die Herrschaft über die rote Macht des Lebens auf der Erde an sich reißen! Die real gewordene Fantasy-Welt Unerde soll Ihr Einfallstor in die Spähre des Rot werden, und nur die heldenhaften Titans um Donna Troy, Raven und Beast Boy können den Blutkult noch aufhalten. Doch einige der Titans, die von Green Lantern Kyle Rayner unterstützt werden, sind im Angesicht der entscheidenden Schlacht um das pulsierende Leben ihrer Welt sowie Ravens Seele nicht sie selbst…

Das „blutige“ seelenzerreißende TITANS- Serienfinale, packend in Szene gesetzt von Bestsellerautor Dan Abnett (Guardians of the Galaxy), Zeichner Bruno Redondo (Injsutice 2) und anderen.

Review

Das große Finale der TITANS… mehr oder weniger

Da die Serie in den USA mit Heft 36 eingestellt wurde, bekommt die deutsche Veröffentlichung nun auch ihr Finale. Der bereits im März veröffentlichte Band bringt die Geschichte um die neue Figur Mother Blood zu Ende und hat einen sehr losen Bezug zur Justice League Reihe Heft 10, als diese versucht den Quellenwall zu reparieren. Ein nötiges Tie-In haben wir damit aber nicht.

Und irgendwie fühlt sich der Band im Ganzen genau so an. Es geht mal wieder um eine Gefahr für das ganze Multiversum (etwas das in letzter Zeit auch verdammt häufig passiert), und das von einer vorher unbekannten Figur mit einer recht simplen Motivation. Simpel bedeutet nicht gleich unbedeutend. Aber es ist schon schwer nachvollziehbar wie so ein recht zufällig an Macht gelangter Charakter so eine Bedrohung darstellen kann.

Um die Schwierigkeit zu erhöhen sind die Titans dann auch noch geschwächt, wurde Raven ja bereits im vorigen Band vom Ihrem Seelen-Ich getrennt und im Verlauf des Kampfes wird auch die mächtige Miss Martian verletzt. Beste Voraussetzungen für absolute Heldentaten also.

Inhalt

Im letzten Band konnten wir am Ende sehen wie Beast Boy vom Rot überwältigt wurde und eine Warnung ausgesprochen hat. Dazu kommt, dass die Titans nach Unerde zurückkehren müssen um Ravens Seelen-Ich zu retten. Unerde ist eine Welt die der Phantasie eines Autoren entsprungen ist und sich durch die freigewordene Quellenenergie manifestiert hat. Am Anfang dieses finalen Bands sehen wir dann, wie sich eine neue Figur zu Mother Blood verwandelt. Bequemerweise wurde der ursprüngliche und bekannte Anführer des Blutkults, Brother Blood, ja bereits von den Teen Titans aus dem Weg geschafft. So hat sich Mother Blood einfach an die Spitze der neuen Blutkult-Bewegung gesetzt und mit Ihrem Plan das Multiversum zu übernehmen weiter gemacht.

Wir sehen wie sich das aktuelle Team, unterstützt von Kyle Rayner nach Unerde begibt und dort gegen Horden von Monstern und Fabelwesen kämpft. Und trotz der Tasache, dasa wir Schwergewichte wie Donna Troy, Miss Martian und Kyle Rayner im Team haben, wird das Team getrennt, Miss Martian verletzt und die Mission droht zu scheitern. Die zweite Hälfte ist dann der typische Weg zum Höhepunkt. Team in fast auswegloser Situation, böse und gute Wendungen, ein Rückblick der einer Figur zur Entfaltung Ihrer Stärke / Charakterbildung verhilft und ein fast schon zauberhaftes Happy End.

Mehr oder weniger.

Optik

Die Optik entspricht dem der Vorgänger. Solide Zeichnungen, recht schöne Frauen und ein gut funktionierendes Storytelling. Die Action Sequenzen machen wirklich was her. Mir persönlich fehlt immer ein wenig das gewisse Extra. Aber der Ton passt zu den Titans und die wichtige Aufgabe, die Story gut zu erzählen wird sehr gut erfüllt.

Fazit

Der Band bleibt leider hinter den Erwartungen zurück.

Als Leser möchte man natürlich gern ein fulminantes Ende, wenn eine Reihe schon zu Ende geht. Zieht man allerdings die Tatsache in Betracht, dass so eine Reihe ja bloß beendet wird weil Sie im Kern wohl nicht funktioniert, ist diese Erwartung womöglich falsch.

Dan Abnett versucht den Fans wirklich noch etwas zum Abschluss zu schenken. Eine extreme Gefahr, eine neue Widersacherin mit unglaublicher Macht und hier und da auch etwas Charakterentwicklung. Leider wirkt all das verkrampft. Die Story hadert mit so ziemlich allem was einem an Comics zwar Spaß machen kann, in der Masse, wie es hier angewendet wird, aber leider zu viel ist. Da werden laufende Storystränge zum Ende mal wieder fast von Geisterhand gelöst, da wird das Team dezimiert indem man über fragliche Story Plots die Heavy Hitter entfernt, ein fast Deus Ex Machina Ende eingeschoben und nebenbei stolpert man noch über eine Möglichkeit sich ein Mini Tie-In Richtung aktueller Justice League zu erschleichen.

Der Band ist keine Katastrophe! Und er hat mir im Grunde auch Spaß gemacht. Wenn man allerdings schon ein paar Jahre Comics liest, fühlt es sich schlichtweg alles sehr erzwungen an. Man sieht förmlich wo die verschiedenen Bauklötze epischer Storys genommen und lose aufeinander gestapelt werden. Das wirklich schlimme dabei ist, das wir keine Zeit haben emotionale Verbindungen in dem Getümmel aufzubauen. Auch fühlt man sich eher durch die Story geschoben, statt geleitet. Was natürlich Sinn macht, wenn die Story zu Heft XY definitiv beendet worden sein muss.

Meine Empfehlung ist daher recht simpel: Seit ihr bereits Leser der Titans sollte man sich diesen Abschluss im Grunde gönnen. Es ist wie bereits erwähnt kein wirklich schlechter Band. Die Reihe war dann im ganzen ein recht holpriger aber trotzdem unterhaltsamer Ritt. Hattet Ihr bisher aber eh keine Berührung mit der aktuellen Titans Reihe, habt ihr auch keinen wirklichen Grund wegen diesem, leider nicht sehr relevanten Band, noch etwas nach zu holen.

Bleibt zu hoffen das wir irgendwann eine neue Reihe bekommen werden. Mit einem konsistenten Team und Storys die den Namen TITANS verdienen!

Autor: Dan Abnett

Zeichner: Bruno Redondo, Clayton Henry

Inhalt: Titans 32-36

Preis: 13,99 €

Erstveröffentlichung: 10.03.2020

Format: Softcover

Seiten: 116

Bildrechte liegen bei Panini Comics Deutschland

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