Rezension: Superman Paperback 5 – Der Oz-Effekt

Vorab geht wie immer ein großes Dankeschön an Panini Comics Deutschland, die das Rezensionsmaterial gestellt haben!

[Panini Backcover]

Mr. Oz – Freund oder Feind

Der rätselhafte Mr. Oz beobachtet seit geraumer Zeit äußerst intensiv Supermans Leben und hat an gewissen Punkten sogar Einfluss darauf genommen. Jetzt sieht dieses mysteriöse Wesen die Zeit für gekommen, dem Mann aus Stahl das Geheimnis seiner Identität und Pläne zu enthüllen – und das wird die Welt des Stählernen und alles, was er für wahr und richtig hielt, auf den Kopf stellen.

Review:

Wie der Klappentext es schon verrät und man es als aufmerksamer Leser bemerkt: Mr. Oz ist seit dem Rebirth Special eine wichtige im Hintergrund agierende Figur. Obwohl er auch indirekt mit Batman aneinander geraten ist (hierzu sei Detective Comics Band 5 empfohlen), scheint Oz ein besonderes Interesse an Superman zu haben. Und Dan Jurgens hat schon über die letzten Bände dieser Superman Reihe den Spannungsbogen bezüglich der Motivation von Oz aufgebaut, nun ist es Zeit den Schleier der Identität zu lüften!

Inhalt:

Der Inhalt des fünften Paperbacks der Action Comics Reihe besteht aus zwei Storys. Die erste mit dem Titel „Nur ein Mensch“ ist aus der Feder von Rob Williams und umfasst die ersten beiden Hefte. Die Geschichte an sich ist recht überschaubar, platziert Superman und Lex Luthor im Fokus und dient in erster Linie als Prolog für die eigentliche Geschichte des Bandes. Diese Rolle füllt „Nur ein Mensch“ perfekt und man merkt im Verlauf von „Oz-Effekt“, das hier das Thema schon subtil gesetzt wurde.

In „Oz-Effekt“ dreht es sich in erster Linie um die Konfrontation Supermans mit Mr. Oz. Hier übernimmt wieder Dan Jurgens komplett und das merkt man auch im Vergleich zur Prolog-Story merklich. Die Story und ihr Verlauf wirken zu Beginn recht klassisch ohne jedoch altbacken zu sein. Superman wird in typischen Situationen gezeigt, wie zum Beispiel einer simplen Rettungsaktion in Metropolis, seine Familie wird integriert und der Schurke wirkt weiterhin als Strippenzieher. Das wirkt in seiner Inszenierung etwas natürlicher als im Prolog und überrascht aber auch. Denn zum Ende des ersten Kapitels der Geschichte lässt Jurgens die Maske von Oz fallen! Den restlichen Verlauf des Bandes dreht sich also wider Erwarten nicht um das Mysterium von Oz, sondern um dessen Motivation und Verbindung zu Superman. Dabei ist lobenswert zu erwähnen, dass Jurgens die Dynamik der beiden Figuren nicht zu sehr überreizt, sondern auch andere und bekannte Kombinationen einsetzt.

Ohne viel vorweg zu nehmen: die Story strotzt vor Spannung und nach dem letzten sehr Action-lastigen Paperback ist dieser gemischtere Band eine willkommene Abwechslung. Denn Jurgens versteht es wie kein Zweiter der Figur Superman sowohl rasante Kampfszenen zu geben als ihr auch eine spannende persönliche Geschichte zu weben.

Optik:

Visuell ist der Band sehr gemischt. Den Prolog von Rob Williams zum Beispiel illustriert Guillem March, dessen Stil recht kantig wirkt und insbesondere bei Gesichtern etwas überzogen wirkt. Da er aber nur einen überschaubaren Teil des Bandes ausmacht, ist er nicht sonderlich ausschlaggebend. Den Großteil und damit den relevanten Anteil des Bandes macht Viktor Bogdanovics Arbeit aus. Am Stil Bogdanovics ist kaum etwas auszusetzen. Die Action hat ordentlich Dynamik, den Zeichnungen kann man im jeden Panel folgen und auch den gewissen Superman Bombast weiß er in den richtigen Szenen zu präsentieren. Einziges Manko, was aber absolute Geschmackssache ist, ist der leicht skizzenhafte Stil seiner Zeichnungen. Insbesondere bei den Gesichtern der Figuren fällt dies häufiger auf. Ryan Sook und Will Conrad übernehmen dazu noch jeweils ein Heft, wobei ihr recht glatter Stil sich ein wenig mit den raueren Zeichnungen Marchs und Bogdanovics beißt.

Fazit:

„Der Oz-Effekt“ ist ein absolutes Brett von einem Comic. Autor Dan Jurgens liefert hier ein Rundum-sorglos-Paket ab, das sowohl klassisch und zugleich modern wirkt. Dabei spielt der ausgewogene Mix aus Action und Drama ebenso eine Rolle wie die ausgewählten stimmigen Dynamiken der diversen bekannten Figuren. Die sehr persönliche Note um Superman wird dazu weitergesponnen und macht diesen Band umso gewichtiger für die Figur. An die zum Teil etwas raueren Stile der beiden vorrangigeren Zeichner March und Bogdanovic muss man sich erst gewöhnen, aber sie passen wunderbar zum Grundton der Story.

Wenn man sich selbst Superman Fan schimpft oder einer werden will: Dieser Comic ist eine absolute Empfehlung dazu!

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Bildrechte bei Panini Comics Deutschland

Autor: Dan Jurgens, Rob Williams

Zeichner: Guillem March, Viktor Bogdanovic, Ryan Sook, Will Conrad

Inhalt: Action Comics #985-992

Preis: 18,99 Euro (28 Euro als Hardcover)

Erstveröffentlichung: 20.08.2019

Format: Softcover und Hardcover

Seiten: 188

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