Spotlight: Red Tornado

Richtiger Name: keinen (John „Reddy“ Smith vor Flashpoint)

Decknamen: Red Tornado, Ulthoon, Tornado Champion

Staatsangehörigkeit: US Amerikanisch

Zugehörigkeit: Justice League, ehemals Parlament der Dämpfe, T.O. Morrow, Justice Society of America, Young Justice

Debüt: Justice League of America Vol. 1 #64 (August 1968) von Gardner Fox und Dick Dillin

© by DC Comics, Red Tornado Vol. 2 #1 by Ed Benes

Origins

Stürmischer Auftritt

Die Ursprünge vom Helden Red Tornado gehen zurück auf zwei erstmals getrennte Teile. Zum einen gab es Ulthoon, ein Windelementar vom Planeten Rann, und den Red Tornado Androiden des schurkischen Wissenschaftlers T.O. Morrow. Als Ulthoon aufgrund von Verstrickungen auf Rann seinen Heimatplaneten verließ, gelangte er zur Erde wo er nach einiger Zeit den Red Tornado Androiden fand. Aufgrund seiner noblen Absichten dachte Ulthoon mithilfe des Androiden Verbrecher bekämpfen zu können und pflanzte sich selbst in den kybernetischen Körper ein. Zwar war so Red Tornado, wie er später bekannt werden würde, geboren, aber Ulthoons Erinnerungen waren  in der Prozedur gelöscht worden.

Also war es für T.O. Morrow ein leichtes Red Tornado auszunutzen, pflanzte ihm Erinnerungen des ersten Red Tornado, der Heldin Ma Hunkel, ein und schickte ihn als Spion in die JSA der Erde 2. Die Helden nahmen den Androiden in ihren Reihen auf, wenn auch mit etwas Skepsis behaftet. Dies sollte sich bewahrheiten, denn T.O. Morrow nutzte die Kräfte des Androiden um die JSA nahezu komplett auszuschalten. Im Moment des Triumphs von T.O. Morrow wird sich Red Tornado aber seines Handelns bewusst, aktiviert die JSA erneut und stellt sich gegen seinen Schöpfer. Am Ende dieser Episode wird Red Tornado zum Dank in die JSA aufgenommen.

Danach war Red Tornado ein zentrales Mitglied der JSA und agierte oft an ihrer Seite. So auch als die Creators aus Erde 1 der Justice League und Erde 2 der JSA ein Paradies erschaffen wollten. Jedoch war seine aktive Rolle hier nicht sonderlich groß, denn die Creators wollten die besondere Beschaffenheit des Androiden nutzen um ihn als Anker der Verschmelzung zu nutzen. Dieser Plan konnte von JSA und JLA vereitelt werden, aber Red Tornado nahm dieses Erlebnis mit. Ein letztes wichtiges Abenteuer von Red Tornado an der Seite der JSA war der Kampf gegen Iron Hand. Zusammen mit der JLA von Erde 1 bekämpften sie den Schurken, der jedoch eine weltenzerstörende Waffe detonieren lassen wollte. In einem letzten Verzweiflungsakt schnappte sich Red Tornado die Waffe von Iron Hand, brachte sie ins Weltall und ließ sie dort detoniere. Allem Anschein nach war dies das Ende des Red Tornado.

Eine neue Heimat

Wie so oft war dieses Opfer aber nicht der Tod des Helden. Red Tornado wurde bei der Explosion nicht vernichtet sondern nur stark beschädigt auf die Erde 1 geschleudert. Dort wurde er von einem Unbekanntem repariert und gelangte zur Justice League, die ihn aufgrund ihrer gemeinsamen Abenteuer in ihren Reihen aufnahm. Jedoch war Red Tornado auch hier wieder als Schläferagent aktiv, denn wie sich herausstellte war der Unbekannte, der ihn reparierte, T.O. Morrow von Erde 1, der mit Hilfe von Red Tornado die Justice League vernichten wollte. Dieser Plan konnte aber früh genug erkannt und somit verhindert werden.

Obwohl Red Tornado sich in der Justice League wohlfühlte, bekam er Heimweg nach Erde 2. Sein Versuch in seine Welt zurückzukehren artete aber in einem Fiasko aus. Er schleuderte aus Versehen sich und die gesamte Justice League auf Erde X, einer Erde in der die Nationalsozialisten den zweiten Weltkrieg gewonnen hatten. Aber statt einfach abzuhauen stellten sich die Helden gegen das Nazi-Regime und konnten, gerade dank Red Tornado, dieses schlagen und nach Hause zurückkehren.

Also akzeptierte Red Tornado sein Schicksal und blieb der Justice League auf Erde 1 treu. So kämpfte er an ihrer Seite in vielen Abenteuern: Die Rückkehr von Eclipso, The Keys Herausforderung, Nekrons Angriff, die Weaponers von Qward oder der Kampf gegen Construct. Dummerweise war es meist Red Tornado, der die Kämpfe nicht unversehrt verließ. Häufig wurde er beschädigt oder gar gänzlich zerstört, sodass die Liga ihn häufig reparieren musste. Dies führt kurioserweise aber auch dazu, dass er sich menschlicher verhielt und viele Freundschaften, darunter zu Hawkman, Zatanna und Firestorm, knüpfte. Auch gründete Red Tornado eine kleine Familie.

Elementar, Mensch oder Maschine

Die kleine Idylle des Red Tornado wurde aber durch die Crisis on Infinite Earths zunichte gemacht. Der Anti-Monitor schnappte sich den Androiden, machte diesen unfreiwillige zu seinem Diener und erhob ihn zum Elementar der Luft. Zwar konnte Red Tornado die Krise überraschenderweise einigermaßen unbeschadet überstehen, war von nun an aber ein Elementar der Erde. Dies brachte ihn zudem an die Seite aber auch in den Konflikt mit anderen Elementaren wie Firestorm oder Swamp Thing. Auch trat er in dieser Zeit den Leymen, einer magischen Gruppe bei

Besagter Aufenthalt bei den Leymen ließ Red Tornado aber ein wenig schwanken. Immer wieder agierte er nicht mehr menschlich sondern mechanisch, sodass er einen Entschluss fasste. Er ließ sich eine neue Hülle bauen, die seinen Zustand wieder stabilisierte. Ganz sicher war sich Red Tornado seines Zustands nicht und blieb so der Justice League nur als Hilfsmitglied erhalten und agierte für das Young Justice Team als Mentor. Als die Infinite Crisis stattfand begleitete er Donna Troy ins Weltall um dort eine Bedrohung zu bekämpfen, wurde dort aber von einem Zeta Strahl erwischt und zersplittert.

Wie so oft konnten die Helden ihren Red Tornado aber wieder zusammenflicken. Unter der Leitung von Hal Jordan waren die Trümmer des Androiden schnell gefunden und von Will Magnus zusammengebaut. Jedoch fehlte die Seele des Androiden, die anscheinend von Felix Faust in einer Leiche eines Multiplex Klons gefangen wurde. Dies war Teil eines Angebots von Faust an Red Tornado, der so wahre Menschlichkeit erleben sollte. Am Ende stellte sich jedoch heraus, dass dies nur ein Plan von Solomon Grundy war um Red Tornado leiden zu lassen und endgültig zu töten. Zwar war Grundy nicht erfolgreich darin, doch Tornados menschlicher Wirt lag trotzdem im Sterben. Auf seinen Wunsch hin setzt Zatanna dann seinen Geist zurück in den Androiden.

Altmetall oder dunkles Metall?

Bei besagtem Ritual von Zatanna gab es allerdings ein paar Komplikationen, sodass es einige Aufeinandertreffen mit Amazo gab. Letzten Endes konnte aber der Einfluss von Ivos Schöpfung gebrochen werden und Red Tornado war wieder frei. Was wiederum genau zum falschen Zeitpunkt geschah, da als nächstes die Ereignisse der Blackest Night hereinbrachen. Erneut wurde Red Tornado in einem Kampf zu Klump geschlagen, wird aber diesmal von Cyborg gerettet, der ihm direkt während der Reparatur ein Upgrade verpasste. Jedoch hatte Red Tornado danach mit starken Psychosen zu kämpfen, deren Ursprung auf den Einfluss von Alan Scotts Kräften zurückzuführen war. Cyborg heilte ihn davon und kurze Zeit später erfolgte dann der Flashpoint.

In der neuen Realität des New 52 war Red Tornado nie zu sehen, jedoch deutete T.O. Morrow während des atlantischen Angriffs auf die USA an einen Androiden zu bauen. Jahre vergingen und die Figur des Red Tornado trat nie in Erscheinung. Erst als das dunkle Multiversum durch Barbatos und seine Vasallen angriff und der Challengers Mountain in Gotham sich erhob, war Red Tornado zu sehen. Denn die Justice League fand den Androiden, der von den Blackhawks eingekerkert wurde, in einem Labor im Challengers Mountain. Seitdem war die Figur wieder Teil des DC Kosmos, aber trat nicht weiter prominent in Erscheinung.

Fähigkeiten und Kräfte

Red Tornados Kräfte finden ihren Ursprung in zwei Entitäten: seinem Androidenkörper oder dem Luftelementar in ihm.

Der Androidenkörper wurde von T.O. Morrow entwickelt und hat mit der Zeit viele Verbesserungen erfahren. Grundlegend besteht Red Tornado aber aus den ähnlichen, nicht näher benannten Materialien wie z.B. Amazo. Durch diese speziellen Materialien ist Red Tornado übermenschlich stark und extrem widerstandsfähig. Seine Zähigkeit kennt aber ihre Grenzen. So ist Red Tornado zwar in der Lage diverse konventionellen Schusswaffen und Angriffe übermenschliche starker Kontrahenten unbeschadet zu überstehen, so kann und wurde er aber auch schon häufiger zerstört. Dies ist für Red Tornado aber eigentlich kein Problem, denn sein „Geist“ kann, da es sich hier um ein Programm handelt, auch in neue Körper eingepflanzt werden. Sein Geist ist dabei auch immer so leistungsfähig wie eine Vielzahl an Computern und kann den Input seiner Sensoren blitzschnell verarbeiten. Mit der Zeit bekam Red Tornado wie erwähnt auch noch zwei Updates. So verlieh ihm Cyborg durch Naniten die Möglichkeit sich selbst reparieren zu können und seine Optik menschlich zu gestalten.

Die andere Quelle von Red Tornados Kräften ist von seiner ursprünglichen Form hergeleitet. Früher war Red Tornado ein ungebändigter Wind Elementar, der sich dank des Androiden nun kanalisieren kann. Dabei kann er Luft so kontrollieren, dass er Windstöße mit einer Geschwindigkeit bis zu 550 km/h aussenden und als offensive Maßnahme nutzen kann. Ebenfalls kann er kleine Wirbelstürme und Windhosen kreieren mit denen er seine Feinde angreift. Defensiv hat Red Tornado auch noch Zugriff auf ein paar Kniffe. So kann er durch den Wind Geschosse leicht ablenken oder die Luft so stark komprimieren, dass sie als Schild dienen kann. Auch kann er sich selbst so stark vibrieren lassen, dass Red Tornado für das menschliche Auge unsichtbar wird. Zu guter Letzt kann Red Tornado natürlich auch fliegen.

Neben erwähnter Möglichkeit, dass er physisch zerstört werden kann, hat Red Tornado weitere Schwächen. So sind seine Kräfte davon abhängig, dass Luft um ihn herum existiert. In einem Vakuum kann Red Tornado nicht auf seine Kräfte zurückgreifen. Außerdem kann er durch einen gezielten Schlag in den Nacken, wo ein Sicherheitsschalter liegt, abgeschaltet werden.  Dies wiederum ist aber ein Schutz gegen die dritte und letzte Schwäche des kybernetischen Helden: Red Tornado kann ganz einfach umprogrammiert werden.

Facts

– Der Red Tornado Android ist nicht der erste Held mit dem Namen. Zur Zeit des zweiten Weltkriegs existiert ein weiterer Red Tornado. Dies war aber die Afro-Amerikanerin Ma Hunkel.

– Im Kingdom Come Comic existieren gleich drei Red Tornados: eine gepanzerte Ma Hunkel, deren Enkelin Maxine Hunkel und ein Wind Elementar. Alle drei erheben Partei für Supermans Seite.

– Im Flashpoint existiert eine ganze Armee von Red Tornadoes, die von Doctor Morrow entwickelt wurden.

– In der Supergirl TV Serie von The CW gibt es eine Adaption der Figur. Dargestellt wird er von Iddo Goldberg

– In Young Justice hat Red Tornado eine zentrale Rolle in der ersten Staffel und agiert als Mentor für die jungen Helden. Gesprochen wird er im Original von Jeff Bennett

– Red Tornado ist in zwei Lego Titeln spielbar: Lego Batman 3 und Lego DC Super-Villains

– Wildfire von der Legion of Super-Heroes hat seinen Eindämmungsanzug aus Überresten von Red Tornado zusammengebaut.

– Red Tornado besitzt auch noch „Geschwister“. Red Torpedo und Red Inferno sind dabei ebenfalls Helden, während Red Volcano als Schurke auftritt.

– IN Red Tornado war mal ein Viertel der Anti-Lebensformel implantiert

– Wie viele Helden hat auch Red Tornado ein „Gegenstück“ bei Marvel. Vision von den Avengers teilt einige Parallelen mit Red Tornado.

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