Rezension: Young Justice 1: Sieben Krisen

Vorab geht wie immer ein großes Dankeschön an Panini Comics, die das Rezensionsmaterial gestellt haben!

Inhaltsverzeichnis

[Panini Backcover]

Die Jungen Superhelden in einem Team!

Als die Erde von Kriegern aus der archaischen Welt von Gemworld angegriffen wird, finden die jungen Helden Robin, Wonder Girl und Impuls zusammen und stellen sich gemeinsam den gefährlichen Invasoren. So beginnt eine aufregende neue Ära für das Team Young Justice!

Der spektakuläre Auftakt zur neuen Hitserie von Autorensuperstar Brian Michael Bendis (Supmeran, Spider-Man: Miles Morales) und Top Zeichner wie Patrick Gleason (Batman & Robin), John Timms (Harley Quinn) und Emanuela Lupacchino (Wonder Woman).

Review

Die Young Justice ist zurück!

Das Superhelden Team bekam seine erste eigene Reihe 1998. Sie lief bis 2003 und hatte 56 Ausgaben sowie einige Specials. Das Team entstand, als sich die Teen Titans zu den älteren Titans entwickelt hatten, und so Platz war für ein neues Team von Teenagern.

Hervorzuheben ist hier besonders, dass fast die komplette Reihe durchweg vom Zeichner Todd Nauck umgesetzt wurde (Nauck spricht immer voller Freude über seine Young Justice Zeit und hat die Figuren natürlich stark geprägt. Zur Zeit ist Nauck stark in Marvel involviert, kreiert gern komplexe Variantcover und startet die Tage seine neue Marvel Reihe „Gwen Stacy“). Er betreibt außerdem einen Youtube Kanal unter seinem Namen wo man ihm auch Live beim Zeichnen zusehen und fragen stellen kann. Ebenfalls ist der Autor Peter David, abgesehen von den ersten Abenteuern, Dauerautor der Reihe gewesen.

Seit 2003 war es dann still um das Team geworden und seit dem New52 hat man eigentlich nichts mehr von Ihnen gehört.

Jedenfalls in den Comics! 2010 folgte eine animierte Serie die leider nach der 2. Staffel bereits eingstellt wurde und die Fans mit fragen zurück ließ. Im letzten Jahr wurde die Serie dann allerdings überraschend auf dem DC Streamingdienst DC UNIVERSE fortgesetzt und auch eine weitere Staffel ist bereits in Planung. Leider gibt es noch keinen deutschen Sendetermin für die neuen Folgen. Die ersten beiden Staffeln kann man hier bei Netflix streamen. Die Serie basiert auf den Comics, ist allerdings deutlich abgewandelt und natürlich auch nicht Teil des comic Canons.

Nun bringt Brian Michael Bendis unter seinem Wonder Comics Banner die Reihe zurück!

Unterstützt wird er im ersten Band dabei von phantastischen Zeichnertalenten wie Emanuela Lupacchino, John Timms und Patrick Gleason.

Das männliche Kernteam das bereits 1998 das Team gegründet hat, bestehend aus Superboy (Connor Kent), Robin und Impulse blieb erhalten. Die weiblichen Mitglieder blieben nur in Form von Wonder Girl erhalten. Dafür bekommen wir neue Charaktere in Form einer Nachfahrin des Wild West Helden Jonah Hex, einem jungen Mädchen das sich in eine Lantern Batterie gehackt hat (Teean Lantern) und der Prinzessin von Gemworld, Amethyst.

Kann Bendis das Flair der Young Justice einfangen und die Leser langfristig für sich gewinnen?

Inhalt

Der Band verliert nicht viel Zeit, sondern springt direkt in die Action. Krieger von Gemworld treffen in Metropolis ein und bringen Verwüstung. Glücklicherweise ist Tim Drake a.k.a. Robin zufällig in der Stadt um zu helfen, glücklich da Superman anscheinend nicht vor Ort ist. Ob Zufall oder Bestimmung am Werk ist, weiß man nicht, aber ebenfalls finden sich an Ort und Stelle Wonder Girl und Impuls ein, Teen Lantern ebenso für Ihren ersten Auftritt und sogar Jinny Hex!

Impulse kann seine Begeisterung kaum in sich halten und verkündigt noch während des Kampfes die Rückkehr der Young Justice!

Kaum haben die jungen Helden die überhand, verschlägt es Sie plötzlich selbst nach Gemworld! Dort trifft der quirlige und definitiv hyperaktive Impulse auf seinen alten Freund Superboy. Und so schön das Wiedersehen auch ausfällt, es stellen sich dadurch doch einige Fragen. Fragen ist generell ein Stichpunkt. Die Young Justice ist mit der derzeitigen Kontinuität kaum in Einklang zu bringen. Und immer wieder fällt auf das sich nur manche Menschen an das Team erinnern können. Die Existenz Conners wirft bloß noch mehr Fragen auf!

Doch das muss warten, das frisch zusammengewürfelte Team trifft auf Gemworld die Prinzessin Amethyst und den dort Realitätsverändernden Schurken Lord Opal! Zusammen stellen Sie sich ihm in den Weg um den Reichen von Gemworld zur Seite zu stehen, besonders der temperamentvollen Prinzessin Amethyst (die in Kürze eine eigene Reihe bei DC bekommen wird).

Optik

Im ersten Band haben wir eine Reihe von Top Zeichnern an Bord, allen voran Patrick Gleason, der den Großteil umgesetzt hat. Gleason kennt man besonders noch von seinem letzten Superman Rebirth Run. Wem der Stil zugesagt hat, der kommt hier voll auf seine Kosten. Auch seine Partner Emanuela Lupacchino und John Timms halten Ihre Stile ähnlich, so das wir ein sehr homogenes Bild während des ganzen Bandes haben. Wer modernen Stil mit leichten Manga Einflüssen etwas abgewinnen kann, ist hier definitiv richtig!

Die Farben drücken der Reihe ebenfalls Ihren Stempel auf. Sie sind kräftig und vielfältig vertreten. Das Design ist neu und besteht nicht darauf das alte Young Justice zu kopieren, hat aber genug Schnittmenge, dass man sich definitiv daran erinnert fühlt!

Fazit

Wer meine Rezensionen zum Superman Run von Bendis gelesen hat, wird wohl gemerkt haben das Bendis mich da als Leser verloren hat. Offensichtlich haben seine Ansätze ebenfalls eine große Fangemeinde, so ist es wohl schlichtweg ein Fall von persönlichem Geschmack. Da mir sein Legion of Superheroes: Millennium Special ebenfalls so gar nicht zugesagt hat, habe ich beim Young Justice Band natürlich nicht so viel Hoffnung gehabt.

Aber das ist das schöne am Rezensieren: Solang man sich eine offene Sicht erhält, kann man immer wieder auch positiv überrascht werden. Und das war ich!

Young Justice ist leichte Kost. Und das kann man zur Zeit sehr gebrauchen. Zwischen schwächelnden Reihen und manch einer fast schon viel zu komplex angelegter Eventreihe, und ganz abgesehen von den Titeln aus dem Black Label, ist dieser Spaß für zwischendurch echt klasse. Eine Figur wie Impulse sollte man natürlich mögen. Sonst kann er nerven. Ich liebe aber die lockere Speedster Art und den damit verbundenen Humor. Zwischendurch lässt Bendis kleine Geheimnisse auftauchen, die dem Band den nötigen Reiz verleihen und dadurch eben nicht wie eine Reihe für jüngere Leser aussehen lässt. Die Dialoge sind cool und in Verbindung mit dem Artwork ist es ein sehr rundes Bild. Das Einzige was ich kritisch sehe, sind Sprünge in den Unterhaltungen. Teilweise hatte man das Gefühl das Gespräche „ohne den Leser“ stattgefunden haben.

Das ist aber ein kleines Manko. Da hingegen finde ich es schon fast grausam dass der 2. Band erst im Juni kommt! Denn auch wenn die Story an sich abgeschlossen ist, bin ich extrem Neugierig darauf wie es weitergeht und habe einfach Lust mehr Zeit mit diesem tollen Team zu verbringen!

Autor: Brian Michael Bendis

Zeichner: Emanuela Lupacchino, John Timms, Patrick Gleason

Inhalt: Young Justice 1-6

Preis: 17,99 €

Erstveröffentlichung: 14.01.2020

Format: Softcover

Seiten: 164

Bildrechte liegen bei Panini Comics Deutschland

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1 Antwort

  1. 29. Juni 2020

    […] mir der erste Band aufgrund der Charaktere recht gut gefallen hat, und den ich hier bereits rezensiert habe, war ich gespannt auf den 2. Band. Vor allem da Teil Eins aufgrund der Kontinuität doch einige […]

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