Rezension: Wonder Woman – Verschollen

Vorab geht wie immer ein großes Dankeschön an Panini Comics, die das Rezensionsmaterial gestellt haben!

Inhaltsverzeichnis

[Panini Backcover]

Als Wonder Womans Geliebter Steve Trevor bei einem Testflug vom Radar verschwindet, machen sich Diana und ihre Freundin Etta auf die Suche nach ihm. So landen sie auf einer mysteriösen Insel, wo man entweder Jäger oder Beute ist, und treffen sogar Wildwest-Kopfgeldjäger Jonah Hex. Doch das ist nur der Anfang einer Odysee, die Wonder Woman in fremde Gefilde führt und auf der sie auch ihrer furiosen Widersacherein Cheetah begegnet…

Für Fans und Neuleser: eine abgeschlossene WONDER WOMAN-Geschichte von Amanda Conner (BEFORE WATCHMEN), Jimmy Palmiotti (JONAH HEX), Chad Hardin (HARLEY QUINN) und Tom Derenick (INJUSTICE: GÖTTER UNTER UNS).

Review

In der Welt der Superhelden ist Wonder Woman etwas besonderes. Sie ist eine der wenigen weiblichen Superhelden, die ein Alleinstellungsmerkmal genießen. Wo man z.B. Supergirl und Batwoman/-girl vorwerfen könnte, lediglich weibliche Kopien männlicher Helden zu sein, kann die Prinzessin der Amazonen mit absoluter Souveränität punkten. Mit einer eigenen Lore und Entstehungsgeschichte, die mal so gar nichts mit Männern zu tun hat, ist Diana nicht umsonst eine Identifikationsfigur für Frauen und ein Vorbild für viele junge Mädchen auf dieser Welt. Und ganz nebenbei ist sie wohl auch die Größte Superheldin des DC Universums und kann den meisten ihrer männlichen Kollegen locker das Wasser reichen.

Seit ihrer Entstehung in den 40ern hat Wonder Woman immer wieder bewiesen, dass sie gut auf sich selbst aufpassen kann und so auch die klassischen Geschlechterrollen vertauscht. Und gerade dafür ist der Band WONDER WOMAN – VERSCHOLLEN ein perfektes Beispiel. Wo in vielen klassischen Abenteuer und Helden Geschichten die Rollenverteilung so gesetzt ist, dass wir eine (Jung)Frau in Nöten sehen und ein strahlender Held sich aufmacht diese zu retten. Ist es in dieser Story einfach umgekehrt. Nachdem Steve Trevor, Dianas größter Bezug zur männlichen Welt, bei einem Testflug verschwindet, stürzt sich unsere Heldin in ein verrücktes Abenteuer, um ihren Partner wieder zu finden.

Inhalt

Nachdem Prinzessin Diana von Themyscira eine ganze Feuerwehrkompanie und eine Schar von Tieren vor einem Waldbrand rettet, erfährt sie dass das Flugzeug ihres Freundes Steve bei einem Testflug vom Radar verschwunden ist und dieser und zwei Begleiter seitdem unauffindbar sind. Unverzüglich macht sie sich mit ihrer Freundin Etta Candy in ihrem unsichtbaren Jet auf den Weg zum Bermuda Dreieck, der letzten bekannten Position von Steve Trevor. Nachdem ein mysteriöser Sturm von der einen auf die andere Sekunde vor ihnen erscheint, stürzt ihr Flugzeug ab und beide können sich auf eine nahe Insel retten.

Auf der Insel angekommen stellt Wonder Woman schnell fest, dass etwas an der Insel seltsam ist. Nicht nur, dass die beiden riesigen Monstern und Neandertalern mit Maschinengewehren begegnen, außerdem schwächt irgend etwas Dianas Kräfte. Als ihnen dann auch noch der Kopfgeldjäger Jonah Hex, der eigentlich aus dem Wilden Westen Ende des 19. Jahrhunderts stammt, und eine außerirdische Prinzessin über den Weg laufen, wird Wonder Woman klar, dass hier Mächte am Werk sind, die sich über die Grenzen von Raum und Zeit hinwegsetzen. Zusammen macht sich die bunte Truppe auf, die Insel zu erkunden und Steve zu finden. Wenn da nicht noch Cheetah wäre…

Optik

Im Original erschien die Story als 6-teillige Mini-Serie mit dem Titel „Wonder Woman – Come Back to Me“, wobei diese in 12 Kapitel unterteilt sind. Innerhalb dieser Kapitel wechseln sich die Zeichner Chad Hardin und Tom Derenick immer wieder ab und liefern als Gesamtbild eine gute Arbeit ab. Wobei mir persönlich die Zeichnungen von Hardin viel besser gefallen haben. Sein Artwork kam mir irgendwie weicher vor und fiel mir einfach schöner ins Auge. Wobei das natürlich lediglich Geschmackssache ist, denn Derenicks Artwork ist defenitiv auch sehr ansehbar.

Für die Farben waren Alex Sinclair und Jeremiah Skipper zuständig und die runden das Artwork mit einer schön breiten Palette an Farben ansehnlich ab. Die Vegetation der Insel und ihre Bewohner bekommen so einen einzigartigen Look, der das Gesamtbild um einiges bereichert.

Fazit

Das Autoren- und Ehepaar Amanda Conner und Jimmy Palmiotti sind eigentlich als das Dream Team hinter den Harley Quinn Comics bekannt und sind somit geübt Geschichten mit starken weiblichen Charakteren zu schreiben, welche bei beiden (oder diversen) Geschlechtern für Unterhaltung sorgen können.

Und genau das tun sie auch in WONDER WOMAN – VERSCHOLLEN. Der Band bietet dem geneigten Leser eine lustige bis dramatische Erzählung, die fast auf ganzer Linie punkten kann. Das fast kommt daher, dass ich gegen Ende das Gefühl hatte, dass die Geschichte sich selbst aus den Augen verliert. Die Auflösung, was es mit der Insel auf sich hat, wird etwas arg holprig erzählt und plötzlich werden weitere Elemente der Geschichte hinzugefügt, die nicht hundert prozentig passen und gar keine Zeit mehr haben, sich zu entwickeln bis das Ende plötzlich da ist. Die Story deswegen als schlecht zu bezeichnen, würde aber zu weit gehen. Denn nichtsdestotrotz hatte ich Spaß beim lesen und habe den Band fast schon verschlungen.

Wer also Lust auf ein verrücktes Abenteuer mit unser aller Lieblings-Amazone hat, sollte sich den Band zulegen.

Autor: Amanda Conner, Jimmy Palmiotti

Zeichner: Chad Hardin, Tom Derenick

Inhalt: Wonder Woman: Come Back To Me 1-6

Preis: 19,00 €

Erstveröffentlichung: 08.09.2020

Format: Softcover

Seiten: 164

Bildrechte liegen bei Panini Comics Deutschland

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