Rezension: Wonder Woman: Dead Earth 4

Vorab geht wie immer ein großes Dankeschön an Panini Comics, die das Rezensionsmaterial gestellt haben!

Inhaltsverzeichnis

[Panini Backcover]

DIE LETZTE SCHLACHT UM DIE TOTE ERDE Die menschliche Zivilisation wurde durch einen verheerenden Krieg zwischen den Menschen und dem Volk der Amazonen ausgelöscht. Während sich die Kriegerinnen von Themyscira durch die Strahlung von Atomraketen, die auf ihrer Paradiesinsel niedergingen, in Monster verwandelten, überlebten nur wenige Menschen. Wonder Woman, einst Prinzessin von Themyscira und Jahre nach der Katastrophe aus dem Kälteschlaf erwacht, hat inzwischen erfahren, dass auch sie große Schuld an der Apokalypse trägt. Als nun die Entscheidungsschlacht zwischen den verwandelten Amazonen und den letzten Menschen bevorsteht, entscheidet sie sich, Buße zu tun und notfalls das größte Opfer zu bringen …

Review

Wie ihr in den vorherigen Rezensionen bereits lesen konntet, hat mich die Reihe nach den anfänglichen „Gewöhnungsphase“ voll für sich gewinnen können. Die Kombination aus Endzeit und Antike finde ich mehr als gelungen. Auch wenn der Zeichenstil für Aufregungen und Missfallen in der Comic-Szene gesorgt hat, konnte er doch sehr Polarisieren und war Gesprächs Thema Nummer eins. Wenn auch viele die optische Darstellung von Daniel Warren Johnsons Wonder Woman abschreckte, trifft er genau meinen Geschmack. Ich mag Sachen, die polarisieren und man sollte immer den Mut dazu haben, gerade in der Comic Szene. Wie bei einer Story außerhalb des Kanons neue Dinge zu Probieren und Charaktere sowie den Lesern ihre Komfortzone zu nehmen. Denn wenn man den Streitpunkt der zeichnerischen Darstellung weglässt, bleibt unterm Strich eine echt richtig geniale Story, die im hier vorliegenden Band ihren Höhepunkt erreicht und zu Ende geht. Da ich es seit Ende von Band 3 kaum erwarten kann, zu sehen, wie sich Endzeit Diana mit einer Kombination aus dem Lasso der Wahrheit und Supermans Rückgrat durch Horden von mutierten Amazonen schnetzelt. Hören wir auf um den heißen Brei zu reden und fangen endlich an.

Inhalt

Lange muss man auch nicht auf die versprochene Action warten. Nach einem kurzen Rückblick auf die Welt kurz nach der Apokalypse und einer seichten Einführung in die letzte Schlacht, darf Diana endlich auf einem Pegasus, Supermans Rückgrat über dem Kopf schwingend, sich in den Kampf stürzen um die letzten Menschen zu verteidigen. Der Inhalt der Story spielt sich ab wie ein Hollywood Blockbuster. Überall tobt der Kampf, während Diana sich gegen ihre Schwestern und Mutter stellen muss um die Menschen zu verteidigen. Die Story geht genauso flüssig und Action geladen weiter wie in den Vorgängern. Daniel Warren Johnson erzählt eine erstklassige Endzeitstory, die sich keiner der Leser auch nur in seinen schrecklichsten Albträumen wünschen würde. Trotz des ungewohnten Settings agiert keine der zentralien Figuren out of Character. Somit ist die gesamte Story schlüssig und spannend, der Leser wird regelrecht an die Seiten gesaugt und es fällt schwer vor dem letzten Knall den Band wieder zur Seite zu legen.

Optik

Daniel Warren Johnson scheint die Kritik der Fans gehört zu haben. Er präsentiert mit Band 4 eine Geschichte, die eine flüssige Story erzählt und dabei so gut wie fast keine Textpassagen benutzt. Seine Zeichnungen sind hierbei so ausdrucksstark, dass diese die Geschichte des Bandes fast alleine flüssig weiter erzählen. Das ist wirklich hohe Kunst und wird nur von wenigen gemeistert. Neben dem künstlerischen Storytelling präsentiert Johnson auch groß angelegte Kunstwerke, die sich zum Teil über zwei Seiten strecken und eine wahre Detailverliebtheit an den Tag legen. Alles in allem endet nicht nur die Story im vierten Band mit einem Knall, sondern auch künstlerich wird ein wahres Feuerwerk abgebrannt.

Fazit

Der vierte Band ist wirklich der Höhepunkt der Reihe. Daniel Warren Johnson konnte mit jedem Band noch mal eine Schippe drauflegen und präsentiert so eine Geschichte, die sehr viele Frische Ansätze bietet und sich bis zum großen Finale immer wieder selbst übertrifft. Natürlich ist nicht alles Gold, was glänzt. Der Zeichenstil wurde bereits des Öfteren angesprochen und man muss ihn mögen oder akzeptieren lernen, um die Dead Earth Reihe genießen zu können. Die Gesichter sind etwas schwammig und die Charaktere wirken durch die Bank alle etwas maskulin. Aber wer weiß schon so genau, wie sich die Menschheit in der Apokalypse entwickelt, wenn man ums nackte Leben kämpfen muss. Daher kann man über den Punkt gut hinwegsehen.

Wer sich auf die Reihe einlassen kann, der bekommt eine wirklich geniale Story geboten, mit frischen Ideen und jeder Menge Mut, die Komfortzone zu verlassen. Auch die Zeichnungen sind, wenn man sich dran gewöhnt hat, sehr genial umgesetzt und die Farben erinnern an ein altes Arcade Videospiel aus einem Spielautomaten, das ein Kind mit einem Franko belgischen Comic gezeugt hat. Ich wurde wirklich bestens unterhalten und bin ein wenig traurig, dass die Reihe schon zu Ende gegangen ist.

Autor: Daniel Warren Johnson

Zeichner: Daniel Warren Johnson

Inhalt: Wonder Woman: Dead Earth 4

Preis: 13,00

Erstveröffentlichung: 09.02.2021

Format: Album

Seiten: 52

Bildrechte liegen bei Panini Comics Deutschland

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