Rezension: Wonder Girl – Heimkehr

Vorab geht wie immer ein großes Dankeschön an Panini Comics, die das Rezensionsmaterial gestellt haben!

Inhaltsverzeichnis

[Panini Backcover]

Der Beginn einer Legend

Die junge Yara Flor wuchs in Idaho in den Vereinigten Staaten bei ihrer Tant auf, doch geboren wurde sie in Brasilien. Sie spürte stets, dass irgendetwas in ihrem Leben fehlte, und dieses Gefühl zieht sie nun in das Land ihrer Geburt. Sie kann nicht ahnen, dass dort ein legendärer Stamm der Amazonen auf sie wartet und sogar die Götter des Olymps darüber streiten, welches Schicksal Yara ereilen soll, ob sie sterben oder leben wird! Denn eine uralte Legende prophezeit, dass sie einem der Amazonen-Stämme das Verderben bringen wird – oder die Erlösung!

Review

Eingeführt im Future State Event schlug die junge Amazone Yara Flor direkt ein wie eine Bombe. Schon bald war klar, dass die brasilianische Amazone eine eigene Reihe bekommen sollte, doch leider wurde diese schon nach sieben Heften eingestellt. Dennoch bringt Panini das gesamte Material nun in einem Band und soll die Frage beantworten: zurecht eingestellt oder hätte es mehr davon geben sollen?

Inhalt

Die Story des Bandes begleitet Yara Flors Rückkehr in das Land ihrer Geburt: Brasilien. Doch schon hier offenbart sich im Hintergrund, dass ihre Rückkehr dahin alles andere als friedlich ablaufen wird. Aus unbekannten Gründen greifen mehrere Parteien der Amazonen, darunter Themyscira, die Bana-Mighdall und auch Hippolyta, ein, um die Rückkehr Yaras entweder zu untersuchen oder gar zu unterbinden. Und auch die olympischen Göttern scheinen etwas dahingehend unternehmen zu wollen und mischen sich in die Belange der Sterblichen ein. Was folgt ist eine Hetzjagd um Yara Flor, die von ihrem Schicksal noch so gar nichts weiß.

Joelle Jones brilliert an dieser Reihe mit einer wunderbar inszenierten Origin Story für Yara Flor. Sie hält die Protagonistin wie den Leser lange im Unklaren über die Intentionen der externen Parteien und lässt die Handlung einfach organisch fließen. Das macht unheimlich Laune und lässt viele Wendungen, Offenbarungen und Charakterdynamiken sich harmonisch und sinnvoll entwickeln. Zudem bekommt man hier auch wieder die volle Packung Mythologie und darf sich über bekannte Intrigen des Olymps, aber auch neue Elemente um die Götter Brasiliens und der Amazonen erfreuen. Auch Yara ist dabei als Protagonistin herrlich erfrischend und darf mit ihrer teils frechen und vorlauten Art glänzen.

Trotz allem Lobes, bleibt Joelle Jones an manchen Elementen leider ein wenig die Kreativität aus. Die Dynamik zwischen Yara und Joao bleibt trotz allem Geknister nur auf einem oberflächlichen Niveau und hätte gern vertieft werden dürfen. Außerdem werden an einigen anderen Stellen der Origin um Yara sehr gewollte Wendungen angebracht, die man so schon früh erahnen konnte und so an Momentum verloren. Wieder andere Kniffe werden entweder sehr abrupt oder leider gar nicht genauer behandelt, sodass man mit fragendem Gesicht zurückbleibt.

Optik

Auch visuell darf sich Joelle Jones an der Origin Story von Yara Flor austoben. Und wie auch schon in Future State ist Jones auch hier die beste für den Job. Ihr verträumt wie schöner Stil passt einfach perfekt zu Yara Flors Story und deckt das Spektrum von emotionalen Momenten bis zu Prügelszenen einfach komplett überzeugend ab. Unterstützt wird sie dabei von Adriana Melo und Leila de Luca, die beide mit ihren Stilen sehr nah an den von Joelle Jones herankommen und ebenso ein dynamisches wie verträumt-schönes Gesamtbild bieten können. Wirklich herausstechend sind dabei die tollen Splashpages des Bandes, die den Leser mit ihrem Detailgrad einfach in ihren Bann ziehen.

Fazit

Mit „Heimkehr“ hat man von Joelle Jones und ihren Zeichenkolleginnen Adriana Melo und Leila de Luca ein rundum gelungenes Gesamtpaket vorliegen. Alles was man von einer guten Originstory erwartet, wird einem in diesem Wonder Girl Band um Yara Flor auch geboten. Von magischen Intrigen, großen Schicksalsschlägen bis hin zur knackigen Action ist alles dabei. Wunderbar abgerundet mit traumhaft schönen Zeichnungen, die dem magischen Flair der Handlung perfekt einfangen.

Doch leider, und das ist keine Kritik am Band selbst, bleibt man mit einem ernüchterndem Gefühl zurück. Zu gern hätte man einfach mehr von der vorlauten Amazone Yara Flor gelesen und wie ihr Schicksal sich noch weiter entfaltet. Und vor allem welche Rolle sie und der Amazonen Stamm Brasiliens noch spielen wird. Man darf darauf hoffen, dass das Wonder Woman Event „Kampf der Amazonen“ dieses Verlangen noch stillen wird, aber so bleibt „Wonder Girl – Heimkehr“ einfach ein toller Einstieg zu Yara Flor, der Lust auf mehr entfacht.

Autor: Joelle Jones

Zeichner: Joelle Jones, Adriana Melo, Leila de Luca

Inhalt: Wonder Girl #1-7

Preis: 20€ (27€ Variant)

Erstveröffentlichung: 17.05.2022

Format: Softcover

Seiten: 188

Bildrechte liegen bei Panini Comics Deutschland

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