Rezension: Teen Titans von George Perez 2: Bruderschaft des Bösen

Vorab geht wie immer ein großes Dankeschön an Panini Comics, die das Rezensionsmaterial gestellt haben!

Inhaltsverzeichnis

[Panini Backcover]

Titanische Mythen der Moderne

In diesen gefeierten Comic-Klassiker aus den 1980ern wurden die Teen Titans, die Sidekicks von Batman, Wonder Woman und anderen Heroen, endgültig zu selbstständigen Helden-Ikonen. Robin, Raven, Starfire, Cyborg, Changeling, Wonder Girl und Kid Flash geraten nicht nur ins Visier des Auftragskillers Deathstroke alias Terminator und stellen sich den ursprünglichen Titanen der griechischen Sagenwelt, die den Olymp erobern wollen, sondern jagen auch die Mörder der legendären Doom Patrol und treffen erstmals auf die Bruderschaft der Bösen.

Review

Bereits der erste Sammelband der klassischen 80er „New Teen Titans“ Reihe der Großmeister Marv Wolfman und George Perez hat eindrucksvoll demonstriert wie gut ältere Geschichten den Test der Zeit überstehen können.
Mit Vorfreude habe ich den zweiten Sammelband förmlich entgegengefiebert und ob die Storys der jungen Titanen weiterhin wie ein guter Wein sind, dass erfahrt ihr in den folgenden Zeilen.

Inhalt

Wie beim Vorgänger bekommen wir ganze 8 US Ausgaben in einem Sammelband serviert und das Material hat es in sich. Im Großen und Ganzen fasst der Band 3 verschiedene Storystränge zusammen, die sich thematisch stark unterscheiden aber dennoch in gewisser Weise vernetzt sind. Die erste Story könnte man als „klassische“ Teen Titans Erzählung bezeichnen. Dort bekommen es die Titanen mit ihrem Erzfeind Deathstroke und der Organisation Hive zu tun. Die dynamische Fehde des Teams mit Deathstroke alias dem Terminator trägt bis heute seine Früchte und sind in modernen Comic-Erzählungen sowie in Film und Zeichentrick immer noch ein wichtiger Bestandteil des Teen Titans Mythos. Die erste Story lebt also dementsprechend sehr davon und besticht dadurch auch mit der typischen Teen Titans Atmosphäre. Ein sehr guter und unterhaltsamer Einstieg in den Band mit sehr viel Action. Und ja, Deathstroke ist, bleibt und war seit seinen Anfangszeiten ein absolut ikonischer Schurke. Dank dieser Story weiß man erst Recht warum.

Die Zweite Story entführt ins in die griechische Sagenwelt und setzt die Titanen auf Konfrontationskurs mit den „richtigen“ antiken Titanen aus der Mythologie. Und Wow! Ist das eine spannende, fantasievolle und epische Geschichte, die absolut bahnbrechend inszeniert und erzählt wird. Die dargestellte Fantasie und der Abwechslungsreichtum innerhalb dieser einen Geschichte, sorgt dafür, dass diese Episode problemlos heutzutage immer noch funktionieren würde ohne jeglichen Ansatz von Staub. Ganz großes Epos und für mich persönlich das Herzstück des Bandes!

Die dritte und letzte größere Story befasst sich mit der Suche nach den Mördern der zerschlagenen Doom Patrol und der Konfrontation mit der Brotherhood auf Evil. Was Emotionen und Dramatik anbelangt, wird hier definitiv ein Gang hochgeschaltet. Dabei gibt es nicht weniger Action als in den beiden vorherigen Episoden, dennoch kann das dritte Kapitel dem Bombast der ersten Geschichte und die Epicness der zweiten nicht das Wasser reichen. Liegt aber daran, dass – wie erwähnt- hier der Fokus mehr auf Dramatik gelegt wird.

Und wo wir bei Emotionen wären, im letzten Kapitel, dass man durchaus als Epilog bezeichnen könnte, wird die Figur Starfire in den Mittelpunkt einer tragischen Liebesgeschichte gesetzt. Dieses Kapitel erachtete ich bestenfalls als „nett“ und ist halt 80er Jahre Kitsch in Reinform. Setzt aber eindeutige Weichen für weitere Geschichten und Charakterisierungen.

Optik

Natürlich sind viele Zeichnungen aus den frühen 80ern heutzutage nicht mehr State of The Art, aber dennoch muss man würdigen was George Perez zeichnerisch für einen Maßstab geschaffen hat. Einige Panels strotzen nur so vor Energie und sind sensationell gezeichnet und das vor allem bei den actionreichen Szenen. Und natürlich sollte man nicht außer Acht lassen, dass gerade in Punkto Charakterdesign, viele Titans ihr Aussehen bis heute – wenn auch modernisiert – so beibehalten haben.

Fazit

Es kommt nicht oft vor, dass mir klassische Comics aus den 80ern, so sehr in Staunen versetzen, wie es die Teen Titans von George Perez und Marv Wolfman tun. Die neu aufgelegten Bände von Perez und Wolfman sind nicht nur für Nostalgiker empfehlenswert, sondern funktionieren wunderbar auch heutzutage noch. Der Grund warum die Teen Titans Stories aus dieser Ära wohl so gut gealtert sind, liegt wohl daran, dass sehr viele maßgebliche Elemente bis heute beibehalten wurden. Von mir gibt es eine glasklare Empfehlung. Greift zu!

Autor: Marv Wolfman

Zeichner: George Perez

Inhalt: The New Teen Titans 9-16

Preis: 25 €

Erstveröffentlichung: 23.03.2021

Format: Softcover

Seiten:236

Bildrechte liegen bei Panini Comics Deutschland

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