Rezension: Superman: Das Erste Jahr Band 3

Vorab geht wie immer ein großes Dankeschön an Panini Comics, die das Rezensionsmaterial gestellt haben!

Inhaltsverzeichnis

[Panini Backcover]

Das letzte Kapitel von Clark Kents Entwicklung zum größten aller Superhelden führt ihn von Atlantis in die Millionenstadt Metropolis. Bei der Zeitung Daily Planet trifft er auf die wundervolle Lois Lane und gewinnt neue Freunde wie Jimmy Olsen und Perry White! Doch mit dem ebenso genialen wie verbrecherischen Lex Luthor wartet die erste große Herausforderung auf den Stählernen! Und dieser Begegnung folgt eine verhängnisvolle Konfrontation mit dem düsteren Helden aus Gotham City – Batman!

Unter dem Black Label bringen Top-Künstler eigenständige Comics heraus, die sowohl für Kenner als auch Neueinsteiger und Gelegenheitsleser geeignet sind – grandiose Werke in der Tradition von BATMAN: THE KILLING JOKE und BATMAN: DER DUNKLE PRINZ. In dem Meisterwerk SUPERMAN: DAS ERSTE JAHR präsentieren Frank Miller (300, Sin City) und John Romita Jr. den Mann aus Stahl von einer völlig neuen Seite!

Review

In seinem knapp 2-jährigen bestehen kann das DC Black Label, der geistige Nachfolger des Vertigo Imprints, schon mehrere Geschichten mit Hochkarätern der Comic Industrie vorweisen. Das Konzept, eigenständige Geschichten mit DC Charakteren zu erzählen, die an ein erwachseneres Publikum gerichtet und nicht an die Kontinuität des DC Universums gebunden sind, erfreut sich bei Fans, wie auch bei den Künstlern großer Beliebtheit.

Die Künstler haben dort die Freiheit, zu machen was sie wollen und ihre eigenen Geschichten und Interpretationen allseits bekannter Charaktere zu schreiben. Namenhafte Künstler wie Brian Azzarello, Sean Murphy, Scott Snyder, Jeff Lemire, Lee Bermejo, Greg Capullo und einige mehr haben sich schon im düsteren Imprint von DC Comics ausgetobt und dabei sind einige erstklassige Comics entstanden.

Zu zwei der Ganz großen zählen auch Frank Miller und John Romita Jr.. und diese zwei haben sich einen Helden ausgesucht, der auf den ersten Blick so gar nicht in die Dunkle Ecke der DC Comics gehört, denn er ist wohl der strahlendste Superheld den es überhaupt gibt. Den Mann aus Stahl – Superman. Jedoch nutzt Miller hier einen Kniff: Um seine Geschichte zu erzählen, versetzt er den Stählernen einfach in die Welt von DER DUNKLE RITTER KEHRT ZURÜCK. Dies ist eine Welt die, zumindest in der nahen Zukunft, eine sehr düstere ist.

Nun ist der dritte und letzte Band der Story erschienen und das erste Jahr Supermans neigt sich dem Ende. Man darf gespannt sein, was dem Mann aus Stahl in seiner neuen Heimatstadt Metropolis so alles passiert.

Inhalt

Clark hat sich im versunkenen Königreich Atlantis in die Atlantische Prinzessin Lori Lemaris verliebt. Jedoch erregt eines Tages ein kleines U-Boot, das in das atlantische Reich vordringt, Supermans Aufmerksamkeit. An Bord des U-Boots befindet sich die Reporterin Lois Lane, die typischerweise von Supes erstmal gerettet werden muss.

Nach einem Zeitsprung sehen wir wie Clark Kent auf dem Weg nach Metropolis ist, um dort seine neue Arbeitsstelle beim Daily Planet anzutreten.

Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit, in der der junge Kent aus der Kleinstadt Smallville erstmal in der großen Stadt klar kommen muss, macht sich Superman ans Werk um den Kriminellen in der Stadt das Handwerk zu legen.

Natürlich gefällt das dem dubiosen Geschäftsmann Lex Luthor gar nicht und der versucht den jung-naiven Mann aus Stahl aus dem Weg zu räumen, in dem er ihn auf den Dunklen Ritter aus Gotham City hetzt, der ebenso ein Dorn in Luthors Auge ist.

Optik

Wie ich schon erwähnt habe, ist John Romita Jrs Zeichenstil echt Geschmackssache. Ich persönlich finde oft gefallen an seinen Zeichnungen. Auch in diesem Band. Das Übergroße Alben Format ist perfekt für die großen Panels und Splashpages die der Zeichner hier zu genüge einsetzt.

Was mir aber immer wieder auf- bzw. missfällt, ist die Tatsache, dass Romita irgendwie keine Gesichter kann, bei seinem Stil die Gesichter oft komisch aussehen. Bei seinem Spider-Man z.b. (den ich persönlich grandios gezeichnet finde) fällt es nicht so auf wegen der Maske. Aber in dem Band wollte ich den Leuten nicht ins Gesicht schauen. Natürlich, es sollen alle noch ziemlich jung dargestellt werden, aber teilweise gehen die Gesichter überhaupt nicht. Bei Batman habe ich mich immer gefragt, ob das ernsthaft der Dunkle Ritter sein soll und wenn ja, wo ist sein Kinn geblieben?

Aber im Großen und Ganzen liefert John Romita Jr. wie gewohnt solide Arbeit ab.

Fazit

Puh. Durchwachsen. Ich versuche ja immer das Gute an seiner Geschichte zu sehen.Und SUPERMAN: DAS ERSTE JAHR hat defintiv gute Sachen. Das Artwork generell sieht einfach toll aus, was nichtsdestotrotz dem übergroßen Alben Format geschuldet ist. Die übergroßen Panels und Splashpages sind auf jeden Fall Zucker für die Augen.

Und die Geschichte über einen Mann aus Stahl, der sich erst mal seiner selbst in der heutigen Welt bewusst werden muss, hat auch seine Stärken.

Aber mir kommt es so vor, als hätte man da bei vielen Ansätzen mehr draus machen können. Es bleiben einige unbeantwortete Fragen offen. Zum Beispiel wird mit keinem Wort erwähnt, warum Clark dann doch Atlantis verlässt und seine neue Liebe dort zurück lässt.

Da stellt sich mir die Frage, ob Miller sich dachte, er fügt einfach Zeitsprünge ein und solche Sachen sind für das große Ganze einfach unerheblich, oder ob die vielen losen Enden vielleicht bewusst gelegt wurden um in der Zukunft mit einer „Das Zweite Jahr“ Geschichte um die Ecke zu kommen.

Außerdem fand ich das Ende irgendwie ziemlich abrupt. Als man denkt, es fängt nun alles richtig an, ist der Band schon wieder zu Ende und die Geschichte ist erzählt.

Aber es ist ja nun mal lediglich das erste Jahr von Superman.

Dennoch ist man mit dieser, etwas anderen Art, Coming-of-Age Story des Manns aus Stahl gut unterhalten. Fans von Supes und Frank Miller können getrost zugreifen, jedoch sollte man nicht zu viel Action und Epische Kämpfe erwarten.  

Autor: Frank Miller

Zeichner: John Romita Jr.

Inhalt: Superman: Year One 3

Preis: 17,00 €

Erstveröffentlichung: 14.07.2020

Format: Hardcover

Seiten: 76

Bildrechte liegen bei Panini Comics Deutschland

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