Rezension: Supergirl Megaband 2 – Die Krypton-Verschwörung

Vorab geht wie immer ein großes Dankeschön an Panini Comics, die das Rezensionsmaterial gestellt haben!

Inhaltsverzeichnis

[Panini Backcover]

Jägerin und Gejagte

Supermans Cousine Kara ist die letzte Tochter Kryptons –  und die Heldin Supergirl. Doch die Öffentlichkeit und das BPE, das die Welt vor außerirdischen und übermenschlichen Bedrohungen beschützt, vertrauen der Stählernen nicht mehr. Um Supergirls Geheimidentität herauszubekommen, hetzt der skrupellose neue BPE-Direktor Bones sogar Superschurken auf sie!

Außerdem macht sie Kara mit Krypto auf ins All, um mehr über Rogol Zaar, der ihre Heimatwelt Krypton zerstörte, zu erfahren. Dabei gerät sie in ein großes galaktisches Abenteuer und trifft auf das Green Lantern Corps

Review

Lang ist es her, dass man etwas von Supergirl unter dem Panini Banner lesen konnte, doch nun hat der Verlag genügend Material zusammen gesammelt, um einen sehr prallen Megaband zu füllen. Doch kann die Story, die im ersten Megaband so hektisch und uneben wirkte, nach all der Wartezeit zu einem zufriedenstellenden Ende geführt werden? Oder liegt die Hoffnung eher auf dem Material, das auf Brian M. Bendis „Mann aus Stahl“ aufbaut?

Inhalt

Den Megaband muss man inhaltlich in zwei Teile aufspalten. Den ersten Teil umfasst die Hefte 14 bis 20, die von dem Autorenduo Steve Orlando und Jody Houser geleitet werden und die Geschichte des ersten Bandes fortführen. Die Hefte 21-30 sind dann der zweite Part des Megabandes und von Marc Andreyko verfasst, der sich komplett auf Bendis „Mann aus Stahl“ beruft. Doch eins nach dem anderen.

Aufgrund der Ereignisse des ersten Bandes, die immer wieder ins Gedächtnis gerufen werden, ist das Vertrauen in Supergirl seitens der Öffentlichkeit und des BPE verloren gegangen. Mit dem Vertrauensverlust und medialen Widerstand muss die stählerne Maid nun angemessen umgehen und dabei die Balance zwischen Helden- und Privatperson finden. Der erste Part, von Orlando und Houser geschrieben, befasst sich somit mit der grundlegenden Anti-Haltung gegenüber Supergirl sowie Zweifeln an ihrer Heldenrolle. Zusammen mit dem üblichen Teen-Drama, was aber ein Glück in seinen Anteilen etwas zurückgefahren wird, und dem familiären Umfeld wird dieser Zwist gut und sinnvoll aufgebaut. Revolutionär ist der Handlungsstrang dabei nicht und hätte eventuell auch noch zwei oder drei Hefte zum Finale hin als Aufbau gebrauchen können, doch unterm Strich ist dies ein solider und unterhaltsamer Abschluss des großen ersten Storybogens.

Dieser klare Einschnitt ist auch nötig, denn mit Heft 21 übernimmt dann Marc Andreyko die Abenteuer und lässt das BPE und alles was vorher war hinter sich. Stattdessen wird sich auf die Vorkommnisse des „Mann aus Stahl“ Bandes von Bendis bezogen und Supergirl darf ins All. Dabei ist der Umschwung sinnvoll vollführt worden und das All-Abenteuer von Supergirl mitsamt Krypto überrascht. Ab und an verweist Andreyko an Supergirls Zeit als Red Lantern als sie durch den Kosmos streifte und obwohl viel Action und Humor die Handlung bestimmen, so ist es in erster Linie eine emotionale Reise, die Supergirl vollzieht. Dieser Blick in Karas Seelenleben, wie sie sich von ihrem Cousin Superman abgrenzt und wie sie es schafft trotz des Zorns in der Spur zu bleiben, ist der starke Kernaspekt von Andreykos Story.

Optik

Die inhaltliche Aufteilung kann man auch optisch vollziehen. So wird die Story von Orlando/Houser in erster Linie von Robson Rocha visualisiert, der grundlegend einen sehr soliden Stil hinlegt. Der Handlung kann man sehr gut folgen, trotz des Megaband-Formats muss man nahezu keine Abstriche machen und der helle, ordentlich detaillierte und zugängliche Stil des Brasilianers passt perfekt zum Inhalt der Geschichte. Zwar fragt man sich ab und an ob Kara nun eine Teenagerin sein soll oder eher in ihren Mitt-Zwanzigern ist, aber das ist eher Detailkritik, die seltener zu tragen kommt.

Die Arbeit von Marc Andreyko übernimmt dafür Kevin Maguire. Dessen Stil wirkt etwas minimalistischer, passt aber mit seinem leichten Cartoon-Charakter wunderbar zu Supergirls Weltraumtrip. Und obwohl der Stil sehr hell und fröhlich scheint, weiß Maguire in den richtigen Momenten die Figur und ihren Kampf mit ihren Emotionen entsprechend zu visualisieren.

Fazit

Grundlegend ist „Die Kypton-Verschwörung“ ein sehr solider Band. Egal ob man die Reihe von Band 1 weiterliest, in die Reihe einsteigen möchte oder die Story aus Bendis „Mann aus Stahl“ weiterverfolgen will: alles kann dieser Megaband im Ziegelsteinformat abdecken. Die beiden Storys sind unterhaltsam geschrieben, leisten sich nahezu keine Patzer und bieten diverse Eindrücke zur Figur Supergirl. Zusammen mit der soliden und zugänglichen Optik kann man also eigentlich gar nichts verkehrt machen mit Supergirl Megaband 2. Vielleicht nicht der nächste Meilenstein der Comicgeschichte, aber ein empfehlenswerter Band.

Autor: Steve Orlando, Jody Houser, Marc Andreyko

Zeichner: Robson Rocha, Kevin Maguire

Inhalt: Supergirl Vol. 7 #14-30

Preis: 38 Euro

Erstveröffentlichung: 10.12.2019

Format: Megaband/Softcover

Seiten: 388

Bildrechte liegen bei Panini Comics Deutschland

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