Rezension: Supergirl Megaband 3 – Im Bann der Finsternis

Vorab geht wie immer ein großes Dankeschön an Panini Comics, die das Rezensionsmaterial gestellt haben!

Inhaltsverzeichnis

[Panini Backcover]

Das Supergirl, das lacht

Supergirl ist nach einem langen Ausflug ins All zur Erde zurückgekehrt – und dort herrscht das reinste Chaos. Der neue Superschurke Leviathan hat die wichtigsten Geheimdienste der Erde ausgelöscht, und Supergirls Adoptiveltern vom B.P.E. sind spurlos verschwunden. Zudem hat der von Lex Luthor geupgradete Brainiac-1 Supermans Festung der Einsamkeit übernommen, und dann wird Supergirl von der finsteren Macht des Batman, der lacht infiziert und dadurch zur unaufhaltsamen Vernichtungswaffe, die sich sogar Wonder Woman zum Duell stellt…

Review

Fast exakt ein Jahr ist es her, dass wir den zweiten Megaband von Supergirl rezensiert haben. Und in der Zwischenzeit, so verrät schon das Backcover es, ist so einiges passiert: Supergirl hat mit ihrem Cousin Superman gegen Rogol Zaar gekämpft, der Schurke Leviathan ist aufgetaucht, Lex Luthor hat das Jahr des Schurken eingeläutet und der Batman, der lacht wütet auf der Erden. Nun dürfen wir also einen Blick darauf werfen wie Supergirl in all diese Geschehnisse involviert ist.

Inhalt

Die Handlung des finalen Megabands zu Supergirl ist in zwei grobe Abschnitte geteilt. Der erste, den Marc Andreyko schreibt, greift die Event Leviathan Story auf und führt zum zweiten Abschnitt über, der das Jahr des Schurken in den Fokus rückt und von Jody Houser geschrieben wird. Zwischendurch lockert das Annual, geschrieben von Robert Venditti, die Handlung auf und verbindet beide Blöcke gekonnt. Das Gesamtbild wirkt, bevor man auf die einzelne Teile eingeht, recht schlüssig und verfolgt eine konsequente Linie. Jedoch muss man zugestehen, dass der Band aufgrund seiner diversen Verknüpfungen zu Ereignissen und Events außerhalb der Supergirl Reihe etwas sprunghaft wirkt. Mit der jeweiligen Lektüre der im Band verwiesenen Reihen (die Batman, der lacht Sonderbandreihe und die Event Leviathan Story) sollte das aber nicht mehr so schwer ins Gewicht fallen.

Der erste Abschnitt, der die Ereignisse um Leviathan und zur Batman, der lacht Story umfasst, wird von Marc Andreyko geschrieben. Ihm muss man dabei zu Gute halten, dass seine Handlung in gleich zwei externe Handlungen eingebettet wird und er somit nur bedingt frei in der Entfaltung der Story war. Dennoch baut Andreyko eine gute Grundlage auf und gerade sein Tie-In zu Leviathan weiß trotz seiner Kürze mehr zu überzeugen als das gesamte Werk von Brian M. Bendis. Dies liegt vor allem an der nachvollziehbaren und emotional geschriebenen Handlung. Dass darauf die Überleitung zum Jahr des Schurken bzw. die „Batman, der lacht“ Story folgt, ist absolut passend. Leider geht hier viel verloren, da zu wenig der Handlung in den Supergirl Heften geschieht. Stattdessen ist man mehr Beobachter und muss den Status Quo hinnehmen (und definitiv in den starken Bänden nachlesen!).

Jody Houser läutet dann die zweite Hälfte des Megabandes ein und zeigt dem Leser dann die vom Batman, der lacht infizierte Supergirl. Die Story rund um ihre Infektion und wie ihre dunkle Seite ausbricht ist durchweg solide. Leider wirkt sie auch sehr sprunghaft und es fehlen, trotz logischer Einschübe, oft die Motivationen bzw. Unterschiede zur sonstigen Supergirl. Da wurde bei den anderen Infizierten definitiv besser abgeliefert. Auch hier wird leider der Ausgang der Story außerhalb des Bandes vollzogen, sodass die letzten beiden Hefte des Bandes bzw. der Supergirl mit den Konsequenzen leben müssen. An und für sich kann man Jody Houser hier keinen Vorwurf machen. Die Story ist passend und nach dem düsteren Kapitel von Kara Zor-El durchaus nötig. Leider schwimmt sie aber auch in totaler Belanglosigkeit und wirkt als hätte man einfach nur einen (offenen) Abschluss gebraucht.

Optik

Obwohl gleich vier Zeichner angegeben werden, sind nur zwei von ihnen wirklich für die Bewertung des Bandes relevant. Denn Inaki Miranda hat nur zwei Seiten in einem Heft gezeichnet und Laura Braga ausschließlich das Annual. Während Mirandas Werk dementsprechend im Umfang des Bandes nur minimal ausfällt, muss man bei Laura Braga erwähnen, dass ihr Annual durchaus mit sehr angenehmen Zeichnungen zu bestechen weiß. Ähnlich wie die von Eduardo Pansica, der die ersten drei Hefte zeichnet. Diese wirken zwar weniger weich und gefällig wie die von Laura Braga, aber der etwas derbere aber dennoch detaillierte Stil passt wunderbar zur Leviathan Story. Kritisieren muss man leider Rachael Scotts Zeichnungen. Ihre Passage an Heften wirkt unruhig, hat mit starken Übersichtsproblemen zu kämpfen und auch die Mimik der Figuren ist inkonsistent gezeichnet. Leider wirkt dies im direkten Vergleich mit Laura Braga und Eduardo Pansica auffällig ungenau und, man möge den harschen Ton verzeihen, manchmal dahingerotzt.

Fazit

Die große Offenbarung war die Supergirl Reihe ja leider nie. Doch die ersten beiden Megabände haben durchaus unterhalten. Dieses Niveau hat der dritte und finale Megaband leider nicht mehr. Das liegt aber weniger am Inhalt an sich, sondern an der starken Einbindung an externe Events und Storys. So liefern Marc Andreyko, Jody Houser und Robert Venditti eine den Umständen geschuldeten, solide Story ab, die aber gerade im Schlussakt etwas die Puste ausgeht. Selbiges gilt auch für die Optik, die zu Beginn dank Eduardo Pansica und Laura Braga wirklich noch ansprechend für des Lesers Auge ist. Aber der Wechsel zu Rachael Scott lässt auch die Optik am Ende stark schwächeln.

Wer also bisher Supergirl Fan war und die ersten beiden Megabände gelesen hat, kann auch hier zugreifen. Wohl aber mit dem Wissen, dass die Reihe das Niveau nicht mehr gänzlich halten kann, inhaltlich wie optisch. Ansonsten kann man den Band auch jenen nahelegen, die Event Leviathan oder die „Batman, der lacht“ Story aus den gleichnamigen Sonderbänden komplettiert im Regal stehen haben wollen.

Autor: Marc Andreyko, Jody Houser, Robert Venditti

Zeichner: Eduardo Pansica, Laura Braga, Inaki Miranda, Rachael Scott

Inhalt: Supergirl #34-42, Annual 2

Preis: 26€

Erstveröffentlichung: 10.11.2020

Format: Softcover

Seiten: 252 Seiten

Bildrechte liegen bei Panini Comics Deutschland

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