Rezension: Suicide Squad 2 – Die letzte Mission

Vorab geht wie immer ein großes Dankeschön an Panini Comics, die das Rezensionsmaterial gestellt haben!

Inhaltsverzeichnis

[Panini Backcover]

Die Suicide Squad auf der Flucht!

Harley Quinn und der Rest der neuen Suicide Squad sind auf der Flucht vor der US-Regierung, für die sie bisher die schmutzigsten Aufträge gegen Straferlass erledigten! Ihr Weg führt sie ausgerechnet nach Gotham City, wo es unausweichlich zum Kampf gegen Batman kommt. Doch schließlich geht die Squad einem von Batmans finstersten Feinden in die Falle – und die Laufbahn von Squad-Mitglied Deadshot als Meisterschütze und Auftragskiller nimmt ein dramatisches Ende!

Review

Der erste der zweibändigen Suicide Squad Reihe hat den Leser gleich doppelt schmachtend zurück gelassen. Erstens war da der wirklich fulminante Abschluss des Bandes, der einen ultimativen Cliffhanger bot. Und zum anderen hat die Synergie der einzelnen Figuren gerade erst richtig schön begonnen zu funktionieren. Umso erfreulicher also, dass nun mit Band 2 Nachschub bzw. der Abschluss vorliegt. Die Erwartungshaltung ist hoch, die (imaginäre) Lesebrille gezückt und ran an den Band!

Inhalt

Nachdem sich der neue „Leiter“ der Suicide Squad in Band 1 offenbart hat und die Squad selbst aber die Zünder ihrer Bomben ergattern konnte, ist die Gruppe auf der Flucht. Mit einem Umweg durch die USA (nachzulesen in Flash Annual 3 im „Flash 16 – Angriff der Legion of Zoom“, aber nicht zwingend notwendig – Anm. d. Red.) findet sich die Squad in Gotham wieder. Man sammelt sich und seine Ressourcen und versucht den neuen großen Gegner davon abzuhalten seinen Meisterplan zu vervollständigen. Dabei gibt es natürlich die eine oder andere Wendung zu erleben, die das Team und seine Verbündeten wie eine Flipperkugel hin und her schießen lässt.

Unterm Strich setzt Tom Taylor hier vieles gekonnt um. Er konzentriert sich bei den Figuren, deren Zahl ja immens ist, auf eine kleine Schar und lässt diese sich gezielt und nachvollziehbar entwickeln. Die Dynamiken der Figuren werden, wenn auch leider etwas oberflächlich, gut ausgebreitet und ummanteln das Teamgefühl ein wenig mehr, sodass es harmonischer als in Band 1 wirkt. Ansonsten bekommt man einen guten Mix aus Action, ruhigen Momenten und Humor, aber auch einige Szenen bei denen man vielleicht etwas schlucken muss. Auch die Wendungen sind gekonnt gesetzt, in ihrer Anzahl überschaubar und werden nachvollziehbar dargebracht. Da fällt auch der große Schurkenauftritt mit rein, womit Tom Taylor beweist, dass er B-Schurken gekonnt in Szene setzen kann.

Bei all dem Lob muss man an der Story bzw. dem Inhalt aber auch den kritischen Finger heben. Was das Pacing der Handlung angeht, so hadert der Band doch stärker als es vielleicht den Anschein macht. Denn ehrlich gesagt wirken viele Entwicklungen und Elemente der Handlung hektisch durchgeführt und werden häufig für das nächste Element wieder fallen gelassen. So ist die Kopfgeldjagd auf die Squad ebenso schnell durch, wie die Hatz auf den Oberschurken oder der finale Kampf. Auch Origin, Hintergründe und Charakterzeichnungen hätte man vermehrt in dem Umfang wie zu Aerie und Wink gesehen, jedoch ist dies aber eher überschaubar. Andererseits muss man hier auch eine Lanze für das Projekt brechen und zugeben, dass man in einer 11 Hefte Maxi-Serie nun mal Kompromisse eingehen muss.

Optik

Eigentlich kann man den Part vom ersten Band identisch wiederholen. Sowohl Redondo als auch Sampere liefern gekonnte Arbeit ab, deren Detailreichtum einfach begeistern kann. Mit tollen Designs und der fantastischen Arbeit von Kolorist Adriano Lucas schmeicheln die Panels und Seiten dem Auge des Lesers. Eine Sache die bei der Lektüre und dem Vergleich mit dem ersten Band auffiel und erwähnt werden sollte, ist der exzellente Lesefluss. Egal ob es lineare und typische Panelaufteilungen, eher unregelmäßige Aufteilungen oder Splashpages sind: Jegliches Artwork zieht den Leser mit einer Leichtigkeit durch die Story, dass es schon unverschämt ist.

Fazit

Der zweite Band von Suicide Squad macht die Maxi-Serie von Tom Taylor zu einem richtig runden Ding. Zwar kann man bei einigen Elementen bzw. dem Mangel an Hintergründen und breiter gefassten Erklärungen meckern, doch für den komprimierten Handlungsbogen ist dies ein nötiger Kompromiss. Und ehrlich: es ist absolut kein Problem! Die Story hat ein ordentliches Tempo, dennoch genügend gute Charaktermomente und weiß vor allem mit einer unterhaltsamen Mischung aus Action und Humor zu überzeugen. Abgerundet wird das Gesamtpaket dann noch von Bruno Redondos und Daniel Samperes fantastischem Artwork.

Fans der Suicide Squad, Maxi-Serien und guten Action Reihen können hier beherzt zugreifen. Tom Taylor verpasst der Suicide Squad eine gekonnte Frischzellenkur!

Autor: Tom Taylor

Zeichner: Daniel Sampere, Bruno Redondo

Inhalt: Suicide Squad #6-11

Preis: 19€

Erstveröffentlichung: 11.05.2021

Format: Softcover

Seiten: 164

Bildrechte liegen bei Panini Comics Deutschland

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Eine Antwort

  1. 11. Mai 2021

    […] Suicide Squad 2 (von 2) […]

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