Rezension: Suicide Squad 1 – Blutspuren

Vorab geht wie immer ein großes Dankeschön an Panini Comics, die das Rezensionsmaterial gestellt haben!

Inhaltsverzeichnis

[Panini Backcover]

Neues Team – Neuer Boss – Neues Missionen!

Die Task Force X ist eine Gruppe inhaftierter Superkrimineller, die gegen Starferlass auf schmutzige Selbstmordmissionen geschickt werden – Missionen, mit denen die US-Regierung nicht in Verbindung gebracht werden will. Jetzt bekommen Harley Quinn und Deadshot nicht nur einen neuen Boss, sondern auch neue „Team-Kollegen“. Ihr erster Auftrag: in einem souveränen Land das bisherige Staatsoberhaupt killen und durch eine Marionette der USA ersetzen. Doch bei der Durchführung des Jobs stellt sich schnell heraus, dass die Neuzugänge in der Suicide Squad ihr eigenes Spiel treiben…

Review

Die Qualität der Suicide Squad Comics war in letzter Zeit etwas schwankender, da war die Verpflichtung von Tom Taylor als Autor doch eine wahre Freudenbotschaft. Schließlich konnte der Australier sich mit Injustice sowie DCeased ja in aller Munde schreiben und heimste zu Recht Lob ohne Ende ein. Nun ruhen alle Hoffnungen auf eine gute Suicide Squad Reihe auf seinen Schultern (auch wenn man seit dem DC FanDome weiß, dass er nicht sonderlich erpicht über die Reihe war). Ob die Reihe nun den Erwartungen entspricht oder nur ein weiterer Rohrkrepierer wird, mag diese Rezension zeigen!

Inhalt

Der Aufhänger der neuen Suicide Squad ist eine Gruppe namens „The Revolutionaries“. Diese Gruppe aus Metawesen und Kämpfern ist dem neuen Leiter der Task Force X, ein Mann namens Lok, ein Dorn im Auge. Mit einer eher mageren Gruppe an Schurken, da Vollkatastrophen wie Magpie und der Kavalier dabei sind, sollen Deadshot und Harley Quinn die Revolutionaries ausschalten. Die Verluste während dieser Mission werden durch die gefangenen Gegner aufgefüllt und schon bald befindet sich der Mix aus Suicide Squad und Revolutionaries in neuen Missionen. Dass das natürlich nicht ganz so reibungslos abläuft wie Lok sich das erhofft, sollte klar sein.

Man muss leider sagen: der Auftakt des Bandes ist irgendwie chaotisch. Man springt gerade in Heft #1 direkt in die Action rein, bekommt schnell einen neuen Status Quo vorgesetzt und darf in Heft #2 dies erstmal in Aktion sehen. Hierbei fallen leider viele Infos, die der Story gut getan hätten, leider durch das Raster und lassen den Leser fragend zurück. Auch ist das Auftakttempo unfassbar hoch, dass man sich durch die Masse der neuen Figuren fast erschlagen fühlt. Aber man muss Entwarnung geben: Ist das erstmal überstanden, läuft der Band richtig an.

Zwar fehlen den neuen Figuren, vor allem dem Schurken Lok, noch etwas die Kontur bzw. nur vereinzelt sind sie dem Leser irgendwie nahbar, doch das ist schlicht der Breite des neuen Casts geschuldet. Dennoch ziehen sie die Story neben den bekannten Gesichtern Harley Quinn und Deadshot gekonnt nach vorn. Dabei zeigt Tom Taylor vor allem sein Geschick für komprimiertes Storytelling, denn sein Spannungsbogen fügt sich schnörkellos und unnötigen Ballast zusammen. Zusätzlich knallt er den einen oder anderen Überraschungseffekt raus, der den Leser gern mal in bester Injustice Manier unvorbereitet trifft.

Optik

Wenn man Tom Taylors Arbeit an Injustice kennt, dann wird man auch die Optik wiedererkennen. Denn Bruno Redondo und Daniel Sampere, beides Kollaborateure Taylors bei der Injustice Story, kehren für die Suicide Squad zurück. Und ihr Artwork ist extrem ansehnlich und besticht mit tollem Detailgrad der Zeichnungen. Auch sind ihre Stile recht nah beieinander, sodass ein homogenes Gesamtbild bestehen bleibt. Ebenfalls loben sollte man an dieser Stelle den Koloristen Adriano Lucas, der mit seinen satten aber nicht zu grellen Farben zu diesem gefälligen Gesamtbild sein Übriges beiträgt. Bei allem Lob muss man aber auch zwei Kleinigkeiten kritisieren. Einmal, und das ist definitiv von den Kreativen verschuldet, ist der Lesefluss bei einigen Doppelseiten nicht ganz so gelungen. Dort muss man sich erst zwei bis drei Mal orientieren bis man den richtigen Dreh raus hat. Das Andere ist eher ein Problem der Produktion des Comics selbst. Denn viele Doppelseiten und auch einige Momente auf größeren Paneelen werden von der Bindung verschluckt.

Fazit

Ist „Suicide Squad 1 – Blutspuren“ nun der erhoffte große Wurf bzw. ein moderner Klassiker? Nein, leider nicht. Aber Tom Taylor liefert hier eine simple und verdammt unterhaltsame Story ab, die mit einem starken Spannungsbogen, interessantem neuen Input und seinem unverkennbaren Gespür für Wendungen aufwarten kann. Leichte Unebenheiten zu Beginn der Story und vielleicht nicht ganz so starke neue Figuren möge man an dieser Stelle dann doch verzeihen. Zudem ist der Band optisch eine Wucht!

Wer die Suicide Squad gern liest, der macht mit dem Band sowieso nichts verkehrt. Alle anderen können einen etwas aufgefrischten Ansatz der Suicide Squad bekommen, der sich wie ein ordentlicher Actionfilm liest. Den zweiten und damit abschließenden Band der Reihe, den Panini für Mai 2021 angekündigt hat, erwartet man definitiv mit Spannung!

Autor: Tom Taylor

Zeichner: Bruno Redondo, Daniel Sampere

Inhalt: Suicide Squad #1-6

Preis: 17€ (23€ Variant)

Erstveröffentlichung: 24.11.2020

Format: Softcover (Softcover Variant auf 333 Exemplare limitiert)

Seiten: 140

Bildrechte liegen bei Panini Comics Deutschland

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