Rezension: Joker/Harley- Psychogramm des Grauens 2

Vorab geht wie immer ein großes Dankeschön an Panini Comics, die das Rezensionsmaterial gestellt haben!

Inhaltsverzeichnis

[Panini Backcover]

IM ANGESICHT DES MÖRDERS Dr. Harley Quinn arbeitet als Profilerin für die Polizei von Gotham City. Vor Jahren wurde ihre Mitbewohnerin von einem psychopathischen Killer ermordet, der sich selbst Joker nannte und nie geschnappt wurde. Der Fall wurde zu den Akten gelegt, doch Harley ist noch immer besessen davon, den Joker zu fassen. Aktuell aber versucht sie einen Serienmörder dingfest zu machen, der seine Taten als perverse Kunstwerke inszeniert. Und der wird immer dreister, stellt seine Opfer in aller Öffentlichkeit zur Schau. Doch nicht Harley findet den Mörder – er findet sie … Und Harley erlebt eine grausige Überraschung! Unter dem Black Label präsentieren Top-Künstler grandiose Werke in der Tradition von BATMAN: KILLING JOKE und HARLEEN – eigenständige Comics für Kenner, Neueinsteiger und Gelegenheitsleser. Kami Garcia (Sixteen Moons – Eine unsterbliche Liebe), Mico Suayan (BATMAN: ARKHAM CITY), David Mack (Daredevil) und andere schicken Harley in den Serienkiller-Abgrund.

Review

Was soll ich sagen. Der erste Band hat wirklich sehr viele positive Stimmen bekommen und zu Recht. Der Anfang dieser völlig anderen Reise zweier der wohl mittlerweile bekanntesten DC Schurken, war bombastig gut. Dementsprechend war auch meine Vorfreude auf den zweiten Teil groß. Der Ansatz mit der toughen, beratenden Psychiaterin Harleen Quinzel, die beim Auflösen einer bizarren Mordreihe hilft, empfand ich als sehr erfrischend und gelungen. Ein wenig erinnerte mich der erste Band an eine gute Krimiserie. Ich war also voller Hoffnung, dass der zweite Teil nicht so untergeht wie die meisten Fortsetzungen gelungener Filme.

Inhalt

Der zweite Band fängt ohne große Umschweife ziemlich direkt da an, wo der erste sein Kapitel schloss. Das FBI ist auf der Spur eines sehr brutalen Serienmörders, der sein Opfer ausstellt wie Kunstobjekte. Die junge Psychiaterin Herleen Quinzel hilft bei der Aufklärung dieser Mordserie und erstellt ein Profil des Mörders. Wie auch schon im Vorgänger wissen Kami Garcia und Edward Kurz mit ihrer Geschichte zu überzeugen. Die Spannung lässt sich quasi schneiden und die Storystränge sind sehr interessant erzählt. Wieder wrden in Flashbacks die Hintergründe erklärt, während das Katz und Maus Spiel von beiden Seiten beleuchtet wird. Die Morde werden in morbider Manier in Szene gesetzt und übermitteln dem Leser extremen Nervenkitzel und ein weinig Unbehaglichkeit.

Die Story liest sich wie ein packender Thriller bis zu dem Punkt, an dem man das Gefühl hat eine Seite übersprungen zu haben. Denn ohne Vorwarnung macht die Story einen Sprung nach vorne. Oft fehlt dann der Zusammenhang zur vorherigen Seite oder gar dem vorherigen Panel. Das hemmt leider den Lesefluss und ist sehr nervig. Während die Autoren auf der anderen Seiten mit sehr originellen Einfällen glänzen können, so wird die Story quasi nur mit dem erstellten Profil des Killers, den Polizeiberichten und anderen Akten weiter erzählt. Das Ganze nimmt dann seinen Höhepunkt mit einem gewaltigem Story Twist und dem ersten Aufeinandertreffen von Dr. Quinn und dem Joker.

Optik

Optisch ist auch der zweite Band ein absoluter Hingucker. Die Zeichnungen sind sehr detailliert und tiefgängig gezeichnet. In den Illustrationen spiegelt sich zu jederzeit der Storyverlauf wieder und baut mit den Spannungsbogen auf. Die Flashbacks sind wieder optisch zum Rest abgehoben und ergeben ein ausgezeichnetes großes Ganzes. Gleich vier Zeichner sitzen hinter dem Zeichnenbrett und nicht einer muss sich vor dem anderen verstecken. Alle ergänzen sich Perfekt und geben die Zeichenfeder gekonnt weiter. Optisch ist der Band wieder einmal ein Meisterwerk, der auch zum Teil die Geschichte ganz ohne Worte weiter erzählt.

Ein kleiner Dämpfer jedoch ist, dass der fotografische Stil aus dem ersten Band nicht wieder aufgenommen wurde. Dafür gibt es aber genug neu Ideen, die dem Auge der Leser schmeicheln.

Fazit

Joker/Harley: Psychogramm des Grauens 2 konnte mich leider nicht auf allen Ebenen überzeugen.

Die Sprünge in der Story konnten meine Erwartung an den Band leider nicht erfüllen. Der Lesefluss wird auch gerade in spannenden Phasen so gehemmt, dass der Lesespaß ein wenig verloren geht. Dieses Gefühl, etwas überlesen oder verpasst zu haben, überschattet dabei das der Band dem ersten in fast nichts nachsteht. Denn lässt man die Sprünge außer Acht, legt der zweite Band ordentlich nach. Die Spannung der Story schießt immer weiter in die Höhe.

Wendungen und kleinere Cliffhänger sind so intelligent platziert, dass einem beim Lesen richtige „Mindblow“ Momente präsentiert werden. Auch die Zeichnungen sind wieder hervorragend und wissen mit Originalität zu begeistern. Auch wenn die Fotografien fehlen, bietet der Band schon wieder neue Innovationen, eine Geschichte zu erzählen.

Natürlich bin ich hier ein bisschen zwiegespalten, auf der einen Seite überwiegen die Sprünge und den dadurch gehemmten Lesefluss so sehr, dass der zweite Band der Reihe eben nur die Fortsetzung einer hervorragenden Story ist und somit ein klassischer zweiter Teil ist. Lässt man diesen Minuspunkt jedoch außen vor, bekommt man eine so extrem spannende Kriminalgeschichte geboten. Die mit hochkarätigen Illustrationen zu überzeugen weis.

Autor: Kami Garcia

Zeichner: David Mack, Jason Badower, Mico Suayan

Inhalt: Joker/Harley: Criminal Sanity 4-5 & Secret Files 1

Preis: 20,00

Erstveröffentlichung: 06.04.2021

Format: Album

Seiten: 108

Bildrechte liegen bei Panini Comics Deutschland

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