Rezension: Joe Hill – Schiff der lebenden Toten

Vorab geht wie immer ein großes Dankeschön an Panini Comics, die das Rezensionsmaterial gestellt haben!

Inhaltsverzeichnis

[Panini Backcover]

Eisiges Grauen

Das Schiff einer Ölgesellschaft ist seit 1983 spurlos in der Arktis verschollen. Auf einmal aber sendet es nach 40 Jahren ein Notsignal. Kapitän Gage Carpenter und seine Crew werden angeheuert, wichtige Daten von der Derleth zu bergen. Doch auf dem einsamen Atoll, auf dem das Wrack festsitzt, erwartet sie der nackte Schrecken! Die Besatzung der Derleth tritt ihnen entgegen – von einem außerirdischen Parasiten in lebende Tote verwandelt!

Review

Dieser Comic stammt aus dem Hill House Imprint des DC Black Label und richtet sich an erwachsene Leser*innen. Joe Hill ist der Sohn des berühmten Stephen King und als Horror-Fan wird ein dementsprechend spannender Comic erwartet, der einem eine Gänsehaut verpasst.

Inhalt

Eine Expeditionsgruppe soll sich auf den Weg machen, dem Notsignal des verschollenen Schiffes auf den Grund zu gehen. Die Charaktere decken die Genrekonventionen des Horrors ab. Es gibt sowohl einen starken Protagonisten wie auch eine Protagonistin, den Spaßvogel, Zyniker und den zwielichten Geschäftsmann. Die Dynamiken und Geschichten der Figuren bewegen sich ebenfalls im Rahmen des Genres. Die Story selber folgt Elementen des Lovecraftuniversums und John Carpenters „Das Ding aus einer anderen Welt“.

Das Auftaktheft wirkt sehr chaotisch und hektisch. Immer, wenn man denkt, es beginnt ein Lesefluss, wird er durch einen Wechsel gestört. Ab Heft zwei schlägt die Story einen klareren Kurs ein. Einige Passagen halten einem mehr an der Stange als andere, die die Aufmerksamkeit des Lesers die Segel streichen lässt. Demnach ist der Lesefluss eher wellenartig, es geht auf und ab. Der Spannungsbogen dagegen ist eine Ebbe, denn vieles vorläuft für einen Horror-Comic zu glatt.

Optik

Stuart Immonens Zeichnungen lenken etwas von der Story ab. Immonen Linienführung ist klar und seine Zeichnungen weisen eine notwendige Detailverliebtheit vor. Außerdem unterstreicht seine Tuscharbeit die unheimliche Atmosphäre des Horrors. Unterstützt wird er farblich von Dave Stewart. Dieser überzeugt auf ganzer Linie dank der Farbpalette des Horrors ,wie zum Beispiel einwarmes Rot oder ein kühles Blau, einzusetzen. Generell versteht Stewart die düstere Atmosphäre durch den ganzen Band aufrecht zu erhalten. Auch seine teilweise reduzierte Farbauswahl sind nochmal eine Vorführung seines Handwerks.

Fazit

Der Comic weißt sowohl Stärken wie Schwächen auf wie zum Beispiel eine atmosphärische Optik, aber Mängeln im Storytelling. Fans von SciFi – Horror und Joe Hill kommen bei dem Band trotzdem auf ihre Kosten. Wer über das Chaos am Anfang hinweg sehen kann, kann sich als Horror-Einsteiger auf einen guten Band mit vor allem hervorragender Optik freuen.

Autor: Joe Hill

Zeichner: Stuart Immonen

Inhalt: Plunge #1 – 6

Preis: 19€ (27€ Hardcover)

Erstveröffentlichung: 25.05.2021

Format: Softcover und limitiertes Hardcover

Seiten: 172

Bildrechte liegen bei Panini Comics Deutschland

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