Rezension: Harley Quinn 12 – Ring frei für Harley!

Vorab geht wie immer ein großes Dankeschön an Panini Comics, die das Rezensionsmaterial gestellt haben!

Inhaltsverzeichnis

[Panini Backcover]

Harley, Königin der Wrestler!

Nach dem Tod ihrer Mutter steckt Harley in der Krise und entschließt sich, Coney Island zu verlassen. Tatsächlich sieht es so aus, als könnte sie in Kalifornien ein neues Leben beginnen – als Queen Harleen, Königin der Wrestler! Doch sie bekommt es nicht nur im Ring mit superstarken Gegnern zu tun! Als sie in L.A. zusammen mit Booster Gold, dem Helden aus der Zukunft, auf Mörderjagd geht, trifft sie auf skrupellose Gangster und Nazi-Abschaum- und auf eine alte Feindin, mit der sie in der Stadt der gefallenen Engel niemals gerechnet hätte!

Review

Auch die Finalausgabe von Harley ist geprägt durch die Ausläufer des Events Das Jahr des Schurken. Harley will sich vor allem von dem Tod ihrer Mutter ablenken, indem sie wrestlet. Zudem reist sie durch Crossover, um diese eigentlich von Anfang an auszuradieren. Nur wäre es nicht Harley, wenn es eine geradlinige Story zum Finale gibt, es kommt zu verschiedenen Kämpfen mit alten Bekannten. Wir werden also sehen, inwieweit dieser Band wieder eine überdrehte Harley beinhaltet.

Inhalt

Als Mini-Einstieg ist eine Nebenstory mit einem Ex-Häftling, der fälschlicherweise im Gefängnis war. Für den Einstieg akzeptabel, da man schneller als erwartet im nächsten Heft weiterliest. Danach reist Harley schon zusammen mit Booster Gold durch verschiedene Crossover, was durchaus amüsant ist und sich gut lesen lässt. Die Dynamik zwischen den beiden Figuren ist durchweg angenehm und es wirkt als wäre es seit Jahren nicht anders. Dennoch spürt man die Eile, die durch die Crossover-Reise mitschwingt. Auch die Story mit Thanksgiving und Harleys Versuch sich durch das Weihnachtsdorf aufzumuntern wirken lieblos erzählt. Allerdings ist die Idee von Harley im Wrestlingring spaßig zu lesen und im Generellen ist diese Story gut aufgebaut mit einen zügigen Lesefluss. Auch der Part mit der gemeinsamen Ermittlung um Alicias Tod lässt die Seiten schnell hinter sich als der Rest des Bandes. Die Finalstory mit Granny Goodness endet so schnell wie sie begonnen hat und verstärkt die allgemeine Harley-Hektik. Zum Schluss gibt es noch den Geburtstagsroast, wo verschiedene bekannte Charaktere ihre Geschichten mit Harley zum Besten geben und viele Nebencharaktere noch mit reingedrängt werden.

Es wirkt teilweise Harley-mäßig, dass man noch so viel wie möglich im Finale aufbauschen möchte. Generell ist der Lesefluss eher mäßig und teilweise wirken die Story durcheinander und hektisch, wodurch die guten Seiten des Bandes schnell in den Hintergrund geraten.

Optik

Im finalen Band wird Autor Sam Humphries von Mark Russell unterstützt, zumal durch die Mischung von weiteren Heften ein Aufgebot von Künstlern im Bereich von Zeichnungen und Tusche vorhanden ist. Die Storyline greift sehr gut die Geschehnisse aus dem vorherigen Band auf, gerade auch, wie sehr Harley um ihre Mutter trauert. Optisch gut ist definitiv, wie mit den verschiedenen bekannten Outfits von Harley durchweg gespielt wird, gerade auch ihr Wrestler-Umhang, der durch seine Gestaltung an ihr klassisches Kostüm erinnert. Auch die Zeichnungen sind in der Hauptstory genauso gut wie bisher, die Details sind genau richtig gesetzt. Farblich wird auch Harleys Stimmung teilweise aufgegriffen, indem manches zwar farbig gemacht wurde, aber nicht so übermäßig knallig wie es typisch zu Harley passt. Gelungen ist ebenfalls, dass bei der Crossover-Reise die Farbgebung, die damals eher typisch war, aufgegriffen wurde, mehr strahlende Farben, besonders bei Superman fällt es einem auf. Zeichentechnisch nicht gelungen finde ich die letzte Story mit Punchline, es wirkt mehr noch wie eine Vorlage, gerade im Hinblick auf die vorangegangene Story merkt man die fehlenden Details, die die Tiefe geben. Farblich finde ich die gedeckten Farben jedoch gut, da dadurch die Düsternis unterstrichen wird.

Fazit

Ich finde, man merkt, dass es die finale Ausgabe ist. Die Storyline mit Granny Goodness wirken etwas weit hergeholt, stattdessen gelungen finde ich, dass Harleys Zeit mit Batman in der Reihe aufgegriffen wird, indem sie über den Tod ihrer Freundin ermittelt. Ebenfalls amüsant ist, dass Booster Gold etwas mehr Rampenlicht zusammen mit Harley bekommt, was meiner Meinung nach durchaus schon eher geschehen hätte dürfte. Auch ihre angehende Romanze ist gelungen, da es nicht zu kitschig wirkt sondern sich nebenbei einfach entwickelt.

Leider werden meine Erwartungen dennoch nur teilweise erfüllt, da ich die Story mit dem Roast wie noch reingeklatscht empfinde. Es ist teilweise dennoch wieder Harley-mäßig überdreht und schnelllebig, dies merkt man auch im Showdown mit Granny Goddness. Also für die Vollständigkeit sollte der Band auf jeden Fall ins Regal, nur finde ich, wird deutlich, dass alle angefangenen Nebenhandlungen noch irgendwie ein Ende in dem Band finden mussten.

Autor: Sam Humphries

Zeichner: Dan Jurgens, Sam Basri

Inhalt: Harley Quinn #67-75

Preis: 26€

Erstveröffentlichung: 8.12.2020

Format: Softcover

Seiten: 252

Bildrechte liegen bei Panini Comics Deutschland

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