Rezension: Der Batman, der lacht Sonderband 2 (von 4) – Schlacht um die Festung der Einsamkeit

Vorab geht wie immer ein großes Dankeschön an Panini Comics, die das Rezensionsmaterial gestellt haben!

Inhaltsverzeichnis

[Panini Backcover]

Superman vom Wahnsinn infiziert!

Der irre, gemeingefährliche Batman, der lacht aus einer anderen Dimension ist in die Welt der Superhelden eingedrungen und versucht sie mit seinem Wahnsinn zu infizieren. Um ihn aufzuhalten, fassen Batman und Superman einen verzweifelten Plan: Der Mann aus Stahl verabreicht sich freiwillig das Batman/Joker-Gift, um in die Rehen des irrsinnigen Batman einzudringen. Doch wie lange kann er dem standhalten, bevor er zur Amok laufenden Killermaschine wird?

Review

Der erste Band hatte es ja schon gezeigt, dass Batman und Superman wohl mit dem Batman, der lacht völlig überfordert sind. Nicht nur hatten sie starke Probleme mit dem ersten Infizierten, King Shazam, sondern standen ohne eine Ahnung da, was der Batman, der lacht plant. Doch kann das waghalsige Manöver von Batman und Superman funktionieren? Und wer ist noch in die Fänge des lachenden Batman geraten? Das Momentum ist definitiv hoch, doch kann der Band dies auch ausnutzen?

Inhalt

Wie auch schon sein Vorgänger ist dieser zweite Sonderband zweigeteilt. Einerseits wird die Story von Joshua Williamson in der „Batman/Superman“ Reihe weiter erzählt, die das Duo gegen den Batman, der lacht und dessen Infizierte antreten lässt. Andererseits dürfen zwei weitere Kreativteams einen Blick auf jene Infizierte werfen und wie diese vom lachenden Batman erwischt wurden. Klingt soweit gut?

Die Story um den Kampf von Superman und Batman gegen den lachenden Batman weiß dabei weiter zu gefallen. Williamson treibt das Heldenduo weiter zu absoluten Höchstleistungen und vor allem an ihre Grenzen. Es klingt vielleicht morbide, aber es ist ziemlich unterhaltsam Batman und Superman nahezu hilflos und überfordert zu sehen. Das bringt viel in die Spannung der Handlung rein, die in erster Line vom Plan des Batman, der lacht abhängt. Hier beweist Williamson erneut Geschick und entblättert nach und nach nur die nötigsten Infos, sodass man nur möglichst schnell weiterlesen will. Einziges Manko an Williamsons Arbeit ist die Offenbarung der anderen Infizierten. War King Shazam im ersten Band noch eine fette Überraschung, so konnte man zwei andere voraus ahnen und die anderen drei werden mehr oder weniger kommentarlos eingefügt.

Die beiden „Infected“ Hefte sind recht unterschiedlich in ihrer Qualität. Das „ScarabHeft von Dennis „Hopeless“ Hallum ist überraschend, da es sich mehr auf die Verwandlung von Jaime Reyes in „Scarab“ konzentriert als auf eine etwaige zusätzliche Handlung. Ebenfalls ist man verwundert wie düster und fast schon gruselig Hallum dies inszeniert. Dieser absolut an Horror angelehnte Tenor setzt das Heft durchaus ab und fügt dem Konzept der Infizierten eine grausige Wendung hinzu. Dagegen wirkt „Deathbringer“ von Zoe Quinn fast schon langweilig. Im Grunde erzählt Quinn hier nur, wo sich Donna Troy zuletzt aufhielt und sich von den Titans löste. Zwar spielt Quinn hier auch mit dem Thema, dass Troy sich oft nur als Waffe versteht, bleibt aber weitestgehend blass.

Optik

Visuell ist der Band überwiegend gelungen. David Marquez, der die Batman/Superman Hefte zeichnet und dies schon im ersten Band tat, ist wie gewohnt großartig. Sein detaillierter und klarer Stil weiß weiterhin mit einem kinoreifen Flair zu überzeugen und bleibt angenehm dynamisch. Der Lesefluss ist damit in der ersten Hälfte des Bandes exzellent, was einen zu den anderen beiden Zeichnern bringt.

Das „The Infected: Scarab“ Heft wird von Freddie E. Williams II gezeichnet, den man auch schon von den Batman/Teenage Mutant Ninja Turtle Crossovern kennt. Sein Stil ist im Vergleich zu Marquez weitaus düsterer und körniger, kann aber den einen ähnlich guten Lesefluss aufrecht halten. Dazu fängt Williams auch das Horrorambiente des Heftes klasse ein, sodass sich der „Scarab“ eher wie ein reines Schauerheft liest. Die Leistung von Brent Peeples in „The Infected: Deathbringer“ ist dann im Gesamtbild etwas schwächer. Zwar sind seine Zeichnungen durchaus gefällig, doch die Übersicht und der Lesefluss schwächeln an einigen Seitendesigns doch sehr merklich. Besonders Doppelseiten haben damit zu kämpfen, sodass man schnell die Orientierung verliert.

Fazit

Auch der zweite Band der wichtigsten Nebenhandlung des Jahres der Schurken überzeugt. Der Part der Batman/Superman Heftreihe bleibt inhaltlich und optisch weiterhin auf einem starken Niveau und weiß, trotz kleinerer Schwächen, die Spannung aufrecht zu erhalten. Auch die „Infected“ Hefte sind nettes Beiwerk, die die Story gut unterfüttern. Hier ist besonders „The Scarab“ hervorzuheben, das sowohl inhaltlich als auch optisch ein wenig heraussticht, während „Deathbringer“ leider etwas blass dagegen bleibt.

Im Endeffekt beweist der zweite Sonderband nur das, was der erste Sonderband schon andeutete: Die Nebenhandlung zum Batman, der lacht sollte man auf keinen Fall verpassen. Hier wird eine extrem spannende Geschichte erzählt, die den Anschein macht als würde sie mehr als nur eine Randnotiz des Events sein. Behaltet die Reihe definitiv im Auge, denn es lohnt sich!

Autor: Joshua Williamson, Zoe Quinn, Dennis „Hopeless” Hallum

Zeichner: David Marquez, Freddie E. Williams II, Brent Peeples

Inhalt: Batman/Superman #3-4, The Infected: Scarab #1, The Infected: Deathbringer #1

Preis: 13€ (19€ für das Variant)

Erstveröffentlichung: 07.07.2020

Format: Softcover

Seiten: 100

Bildrechte liegen bei Panini Comics Deutschland

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