Rezension: Der Batman, der lacht Sonderband 1 – Vom Bösen infiziert

Vorab geht wie immer ein großes Dankeschön an Panini Comics, die das Rezensionsmaterial gestellt haben!

Inhaltsverzeichnis

[Panini Backcover]

VOM WAHNSINN BEFALLEN

Der Batman, der lacht kommt aus seiner Dimension, in der Batman und dessen Erzfeind, der Joker, miteinander verschmolzen sind. Diese gnadenlose Kreatur ist so irre wie der Joker und so intelligent und genial wie der Dunkle Ritter. Und jetzt infiziert der Batman, der lacht mehrere Helden mit seinem mörderischen Wahnsinn. Selbst Batman und Superman gemeinsam scheinen gegen dieses Monster und seine übermächtigen Helfer nicht bestehen können…

Review

Das Jahr des Schurken hat in der Justice League Reihe seinen Hauptschauplatz, während die Ausläufer davon in den diversen Reihen von DC zu spüren sind. Doch gibt es noch eine Nebenhandlung um den Batman, der lacht, die über mehrere One-Shots, Mini-Serien und Tie-In Storys gesponnen wird. Statt den ganzen Kram versprengt zu veröffentlichen bringt Panini also die ganze Storyline um den Batman, der lacht in einer vier-teiligen Reihe heraus. Dann werfen wir mal einen Blick auf den Auftakt dieser Nebenhandlung…

Inhalt

Der Band setzt sich aus drei Teilen zusammen: den ersten beiden Heften der aktuellen Batman/Superman Reihe, einem „Year of the Villain“ One-Shot zu Black Adam und dem ersten „The Infected“ One-Shot. Vorab sei gesagt: das Gesamtbild dieser vier Ausgaben stimmt schon einmal und lässt sich lobend erwähnen. Da wurde ein gutes Händchen für die Heft Auswahl bewiesen. Stürzen wir uns aber mal auf die einzelnen Abschnitte.

Den Auftakt des Bandes macht das Material aus der Batman/Superman Reihe, die den Startschuss für diese Handlung darstellt. Dabei spielt Autor Joshua Williamson mit der etablierten Chemie der Figuren, lässt dieser Freiraum und fokussiert sich mehr auf die Handlung an sich. Und die hat es in sich. Mit einem Affenzahn legt Williamson hier los und lässt keine Zweifel aufkommen, dass das, was der Batman, der lacht geplant hat, vielleicht zu viel für die beiden Helden sein könnte. Hier wird in absoluter Rekordzeit eine unfassbar griffige Spannung aufgebaut, die man einfach nur loben muss. Einziger (positive) Minuspunkt: Der Cliffhanger am Ende von Heft 2 ist so immens, dass man eigentlich direkt da weiterlesen will!

+++ Für die nächsten beiden Hefte muss man leider ein klein wenig spoilern. Wer sich also überraschen lassen will, sollte direkt zum FAZIT springen +++

Die letzten beiden Hefte beschäftigen sich mit den Ergebnissen der Batman/Superman Hefte. Das One-Shot zu Black Adam, das von Paul Jenkins geschrieben wird, ist klasse. Nicht nur wird hier der sinnvolle nächste Schritt von King Shazam gezeigt, sondern zugleich auch ein ausgezeichnetes Charakterbild von Black Adam gezeigt, das Fans der Figur frohlocken lässt. Das „The Infected: King Shazam“ Heft flacht zum Rest des Inhalts doch etwas ab. Zwar kann Sina Grace den Grundgedanken, die potentielle Gefahr, die vom infizierten Shazam ausgeht, einfangen, bleibt aber im Vergleich zu den anderen Heften etwas blass.

Optik

Wie nicht anders bei so vielen verschiedenen Reihen und One-Shots zu erwarten, sind an dem Band gleich mehrere Zeichner beteiligt. Aber es ist entwarnend zu sagen: hier ist kein wilder Stilmix zu erwarten und die Qualität ist durch die Bank solide oder besser.

Die Batman/Superman Hefte werden von David Marquez illustriert, der die Geschichte mit großen und dynamischen Panels in Szene setzt. Dadurch hat die Story einen sehr filmreifen Flair bzw. Lesefluss. Das Niveau der Zeichnungen ist dabei auch etwas überdurchschnittlich und wirkt recht gefällig. Inaki Miranda, der das Black Adam Heft inszeniert, wirkt zwar ebenfalls gefällig, aber sein Detailgrad fällt weniger genau aus. Das kompensiert Miranda mit einem interessanten Layout der Paneele, die oft mit den einzelnen Bildebenen spielen ohne Übersicht oder Lesefluss zu schmälern. Den Abschluss des Bandes zeichnet Joe Bennett, der wohl die visuell stärkste Arbeit des Bandes abliefert. Mit einem Auge fürs richtige Detail, klaren und verschachtelten Paneelen und einer nahezu makellosen Dynamik, versüßt einem Bennett den Band zum Abschluss definitiv.

Fazit

Der Auftakt um die Nebenhandlung vom Jahr des Schurken ist schon mal ein guter Anfang! Die Zusammenstellung aus den jeweiligen relevanten Reihen ist gelungen und die Qualität der einzelnen Passagen ist inhaltlich wie optisch durchweg gut!

Doch für wen lohnt sich der Band? Im Grunde für jeden, der die Justice League Reihe bzw. das Jahr des Schurken verfolgt ist der Band auf jeden Fall eine klare Empfehlung. Die Geschichte, die hier gesponnen wird, unterfüttert das Event gekonnt und bringt ein interessantes Element in das Gesamtbild hinein. Auch Fans des „Batman, der lacht“ können hier zugreifen, wobei hier eine vorhergehende Lektüre von Scott Snyders Mini-Serie um die Figur empfehlenswert ist.

Unterm Strich ist der Band also ein gelungenes Rundumpaket, das gerade aktuell schnell auf die Lesestapel wandern sollte und Lust auf die restlichen drei Bände macht.

Autor: Joshua Williamson, Paul Jenkins, Sina Grace

Zeichner: David Marquez, Inaki Miranda, Joe Bennett

Inhalt: Batman/Superman #1-2, Black Adam: Year of the Villain #1, The Infected: King Shazam #1

Preis: 13 Euro (19€ Variant 1 oder 2)

Erstveröffentlichung: 05.05.2020

Format: Softcover

Seiten: 108

Bildrechte liegen bei Panini Comics Deutschland

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1 Antwort

  1. 9. Juli 2020

    […] AUCH REZENSIERT VON:  DC Blog […]

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