Rezension: Der Batman, der lacht – Der Tod der Batmen

Vorab geht wie immer ein großes Dankeschön an Panini Comics, die das Rezensionsmaterial gestellt haben!

Inhaltsverzeichnis

[Panini Backcover]

DIESER DUNKLE RITTER IST EIN ALBTRAUM

Im dunklen Multiversum hat sich Batman in einen Hybriden aus Batman und dem Joker verwandelt – in den brutalen Batman, der lacht! Um dieses Ungeheuer daran zu hindern, ihre Wirklichkeit mit Finsternis zu vergiften, müssen der Mitternachtsdetektiv, Alfred Pennyworth und Jim Gordon weiter gehen, als sie es für möglich halten. Denn ein Monster besiegt man nur, wenn man sich selbst mit Monstern einlässt…oder?

Review

Der Batman, der lacht schlug damals mit dem Metal Event und dem dunklen Multiversum ein wie eine Bombe. Das düstere Design, die Motivation und seine Einzigartigkeit setzten den Joker/Batman Hybriden von den anderen Batman aus dem dunklen Multiversum und den bisherigen Schurken des dunklen Ritters ab. Da war die Ankündigung, dass Scott Snyder und Jock eine MiniSerie um eben jenen dunklen Batman zu Papier bringen, Musik in den Ohren der Fans. Schließlich konnte das Duo ja schon damals mit „Der dunkle Spiegel“ begeistern, warum dann nicht auch mit dieser Mini-Serie?

Inhalt

Eingangs sollte man schon mal erwähnen, dass der Band nicht so viel Vorwissen benötigt wie befürchtet. Das Gröbste bekommt man zu Beginn noch einmal zusammengefasst und dann kann die ganze Sause auch schon losgehen. Und ohne allzu sehr ins Detail zu gehen, denn das würde zu viel vom Inhalt des Bandes verraten, muss man sagen: Batman und Scott Snyder funktioniert einfach. Schon sehr früh im Band lässt Snyder den guten Batman schnell an seine Grenzen stoßen, vor allem deshalb, weil der Batman, der lacht wie Batman ohne jegliche Moral und so immer einen Schritt voraus ist. Das bringt gerade im ersten Drittel wirklich viel Spannung rein, da man den Plänen des lachenden Batman ebenso hinterherhinkt.

Danach gerät die Story ein wenig ins Straucheln. Als Hauptauslöser dafür kann man das OneShot zum „Grim Knight“ ausmachen, dem bösen Batman, den sich der lachende Batman zum Werkzeug gemacht hat. Das One-Shot an sich ist gut aber auch sehr ausladend, womit aus der eigentlichen Handlung viel Schwung herausgenommen wird, die Snyder erst nicht ganz wieder auffangen kann. Damit tritt die Geschichte in der Mitte etwas auf der Stelle, wodurch die Handlung ziellos voranschreitet und viel von ihrer anfänglichen Spannung verliert. Zum Finale kann Snyder das noch mal kompensieren, inszeniert einen absoluten wahnwitzigen Endkampf und vollführt seinen größtes Kunststück erneut: er umgeht ein klares Ende. Dennoch findet Snyder, und damit mag man sein Problem mit finalen Wendungen verzeihen, den richtigen Tenor um im Nachspann der Story ein weiteres Mal eine treffende Charakterisierung des dunklen Ritters zu servieren.

Optik

Jocks Stil schwankt leider sehr im Band. Die ersten Hefte sind genauso wie man es sich für diese Story erhofft: düster, dreckig und grobschlächtig. Die Dynamik der einzelnen Paneele ist klasse und bietet sowohl Actionfans als auch Horrorfreunden genügend Momente. Je dunkler und düsterer die Handlung aber im Laufe des Bandes wird, desto anstrengender wird auch Jocks Zeichenstil. Die Übersicht leidet und damit auch der Lesefluss, was aber ein Glück nur im letzten Viertel zu dominant ist.

Kurz lobend hervorheben muss man Eduardo Rissos Arbeit für das Grim Knight OneShot. Die weichen fast malerischen Zeichnungen sind absolut großartig, fangen zugleich aber auch die brutale und düstere Atmosphäre jener düsteren Welt ein. Damit ist das One-Shot zwar ein absoluter Stilbruch zu Jocks Arbeit, kann aber dessen sehr drückenden Stil zum rechten Moment noch einmal auflockern.

Fazit

Die Anforderungen an eine Batman Story aus der Feder von Scott Snyder ist immer hoch angelegt und „Der Batman, der lacht – der Tod der Batmen“ kann diesen Maßstab so gerade halten. Zwar können der gute Auftakt, das konstante Horrorfeeling und einige nette Reminiszenzen an Snyders Zeit als Batman Autor den Leser durchaus unterhalten, doch gerade im Mittelteil gerät das Werk ziemlich ins Wanken. Das One-Shot vom Grim Knight ist ein wenig zu ausladend, im Mittelteil verliert die Handlung ihren Fokus und das Ende ist ein typisches Scott Snyder Ende. Zudem ist Jocks Stil auf Dauer in dem Band doch etwas anstrengend, obwohl er sehr passend gewählt ist.

Doch spricht das gegen einen Kauf des Bandes? Absolut nicht! Natürlich gibt es weitaus bessere Batman Storys, egal ob aus Scott Snyders Feder oder von anderen Autoren. Aber unterm Strich funktionieren die Elemente von „Der Batman, der lacht – Der Tod der Batmen“ mehr als zufriedenstellend und liefern einen interessanten Blick auf den Kreuzzug des dunklen Ritters. Schließlich ist die Konfrontation von Batman mit seiner größten Angst die gruseligste und zugleich packendste Geschichte des dunklen Ritters: der Kampf gegen sich selbst.

Wer noch nicht die Heft Reihe sein eigen nennt oder einfach seine Batman Sammlung mit einem guten Titel erweitern will: zuschlagen!

Autor: Scott Snyder

Zeichner: Jock, Eduardo Risso

Inhalt: The Batman who laughs #1-7, The Batman who laughs: The Grim Knight #1

Preis: 25€ (34€ Hardcover)

Erstveröffentlichung: 11.08.2020

Format: Softcover und limitiertes Hardcover

Seiten: 236

Bildrechte liegen bei Panini Comics Deutschland

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