Rezension: Deathstroke – in Arkham

Vorab geht wie immer ein großes Dankeschön an Panini Comics, die das Rezensionsmaterial gestellt haben!

[Panini Backcover]

Ein Superkiller unter irren Mördern

Deathstroke, der härteste Auftragskiller der Welt,wurde in Gotham Citys berühmt-berüchtigter Irrenanstalt Arkham Asylum eingesperrt. Während er sich fragen muss, wie wahnsinnig er wirklich ist, bekommt er es mit einigen von Batmans gefährlichsten Gegnern zu tun – allen voran dem unberechenbaren Two-Face!

Review:

Die Deathstroke Reihe lief seit dem Rebirth start sehr solide. Dieser Band macht keine Ausnahme. Hatten wir im letzten Paperback eine Auseinandersetzung zwischen Batman und Deathstroke, geht hier die Geschichte nach dem Ende von Defiance weiter. Deathstroke sitzt in Arkham, sein Team ist nicht länger Existent und es ist eine gute Frage ob seine KI „Billy“ nun wirklich existiert oder doch nur eine Einbildung war. Wie auch immer. Arkham bringt Deathstroke alles andere als einer Heilung nahe… ganz im Gegenteil! Mit Batmans halber Schurkengalerie im Schlepptau, bringt uns der Band in schwindelerregende Höhen der Verwischung von Phantasie und Realität. Und die stete Frage bleibt… Was ist real?

Inhalt:

Es ist vollbracht! Deathstroke ist endlich eingesperrt. Und das in einer sehr gemütlichen Zelle im Arkham Asylum. Seine übernatürlichen Kräfte werden unterdrückt, was seine taktischen Fähigkeiten hemmt und ihm auf den Magen schlägt. Seine künstliche Intelligenz „Billy“, die er als Videofeed in seinem Kopf wahrnimmt, oder sich vielleicht doch nur einbildet, leistet ihm in der Gestalt eines jungen Wintergreen Gesellschaft. Währenddessen seine Psychiaterin „Candace“ versucht ihn zu überzeugen das er sich diesen nur einbildet. Das geschieht in Gruppentherapie Sitzungen zusammen mit den anderen Insassen von Arkham.

Ab diesem Punkt, der ganz am Anfang vom Band ist, legt die Geschichte einiges an Fahrt zu. Es passiert viel, von dem man aber nie weiß ob es passiert oder doch nicht. Z.B. flieht Deathstroke zusammen mit „Space Man“ aus Arkham und kämpft 2 Wochen gegen Aliens. Ermöglicht wird ihm das durch einen Zeta Strahl, bekannt vom Planeten Rann. Es folgt ein ausgeklügeltes Verwirrspiel mit spannenden Wendungen. Mehr Fragen als Antworten und die Frage wie Schuldzurechnungsfähig Deathstroke wirklich noch ist.

Neben der Frage was passiert und wer überhaupt die Strippen zieht, haben wir auch noch einen interessanten Nebenplott mit Slades Tochter Rose. Diese war seit langem vom Geist einer Hmong Prinzessin besessen, was sie immer wieder in wilde Kämpfe verwickelt hat. In diesem Band wird Ihr die Möglichkeit einer Heilung in Aussicht gestellt. Auch die andere Defiance Mitglieder bekommen etwas Gelegenheit Ihre eigenen Geschichten voran zu treiben oder gar neue zu starten. Es passiert wirklich einiges!

Optik:

Die beiden Zeichner harmonieren gut und schaffen es so gut eine Linie zu halten. Wobei der Löwenanteil von Fernando Pasarin umgesetzt wird, und Carlo Pagulayan mehr aushilft. Ich muss sagen das Pasarin für die Reihe unglaublich gut passt. Man bekommt keine ausgeprägten Splashpages mit vielen Effekten, oder einen besonders auffälligen Stil, das wäre bei der Art von Story auch nicht hilfreich. Die Deathstroke Reihe bewegt sich von der Erzählweise auf einem etwas höheren Niveau als die meisten anderen DC Titel zur Zeit. Sie verlangt dem Leser mehr ab. Teilweise braucht man dafür auch ein paar Sprechblasen mehr. Da ist es äußerst hilfreich wenn die Bildsprache sehr übersichtlich und funktionell ist.

Das bedeutet allerdings nicht, das es keinen Spaß machen würde die Zeichnungen als solche zu genießen. Tatsächlich sind überall immer wieder ein paar Leckerbissen eingestreut, wo Pasarin mit seinen Fähigkeiten glänzt. Sehr passend, und vor allem hält er ein gutes Maß an Qualität. Seine Arbeit unterliegt nicht vielen Schwankungen. Der Stil ist dabei recht klassisch für Superheldencomics ab den 90ern. Passt also alles sehr gut zusammen.

Fazit:

Für mich persönlich der stärkste Band im Rebirth von Deathstroke. Allerdings habe ich auch eine Schwäche für verdrehte Mindfuck Storys. Im mittleren Teil wird es so verdreht, dass man sich irgendwann fragt, ob Christopher Priest selbst noch genau auf dem Schirm hatte was er da treibt. Ohne Zettel und Stift und einem ruhigen, 2. Leseanlauf mag ich darüber aber nicht urteilen. Vielleicht war es auch einfach nur zu hoch für mich. Mit 5 US Ausgaben ist de Band nicht sonderlich lang. Und liest sich sogar, trotz recht viel Text, unglaublich zügig. Und das Ende, als leichter Cliffhanger gestaltet, macht unglaublich Lust auf mehr. Dazu gab es an ein paar Stellen unglaublichen Fanservice. Priest war nämlich ebenfalls Autor von Deadpool. Und schlägt hier auf einer Seite eine definitive Brücke dazu!

Alles in allem für mich ein sehr starker Band, der auch ohne Vorwissen bestens funktioniert. Uneingeschränkte Kaufempfehlung!

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Deathstroke Arkham

Autor: Christopher Priest

Zeichner: Fernando Pasarin, Carlo Pagulayan

Inhalt: Deathstroke 36-40

Preis: 14,99 Euro

Erstveröffentlichung: 13.08.2019

Format: Softcover

Seiten: 124

Bildrechte liegen bei Panini Comics Deutschland

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