Rezension: Das dunkle Multiversum – Chronik der Finsternis 2

Vorab geht wie immer ein großes Dankeschön an Panini Comics, die das Rezensionsmaterial gestellt haben!

Inhaltsverzeichnis

[Panini Backcover]

Albtraumhafte Welten!

Das dunkle Multiversum – hier existieren die düsteren, ins Albtraumhafte verzerrten Parallelwelten der DC Erde, denn hier haben wichtige Ereignisse der DC-Historie einen anderen Verlauf genommen! Auf einer dieser Welten wurden Thomas Elliot, uns bekannt als Batmans psychotischer Widersacher Hush, Erbe des Wayne-Imperiums. In der düsteren Flashpoint Realität erlangt Reverse-Flash die Herrschaft über Raum und Zeit. Während der Crisis on Infinite Earths wurde die Justice League ausgelöscht und die Justice Society of America kämpft um die Zukunft ihrer Erde. Der Krieg von Wonder Womans Amazonen gegen die Götter nimmt einen tragischen Ausgang. Und dann ist da noch jene Erde, auf der sich Duke Thomas, ehemals Batmans Mitstreiter Signal, dem Batman, der lacht stellen muss…

Review

Mit dem zugegeben nicht ganz originellen, aber doch unterhaltsamen Konzept der „Tales from the dark Multiverse“ hat DC gutes Futter für Elseworld Fans geschaffen. Der erste Band schob damals fünf bekannte Geschichten in einen düsteren Ausgang und konnte durchaus unterhalten. Nun bietet Panini die zweite Runde an solchem Material, in denen sich Autoren und Künstler an Hush, Flashpoint, War of the Gods, Crisis on Infinite Earths und Dark Nights Metal austoben durften. Ob sich das Ganze weiterhin frisch und unterhaltsam anfühlt oder die Halbwertszeit eher ungnädig ist, erfahrt ihr hier.

Inhalt

Das Prinzip, das auch schon den ersten Band formte, bleibt gleich. An der Seite des Tempus Fuginaut linst man in das dunkle Multiversum und schaut sich katastrophal verlaufende Events der DC Historie an. Die Auswahl dabei ist recht gemischt getroffen. Neben Klassikern wie Crisis on Infinite Earths und Wonder Womans „War of the Gods” findet man auch die obligatorische Batman Story sowie zwei modernere Kapitel (Flashpoint und Dark Nights: Metal). Zudem ist auch bei jedem Heft ein kleines Vorwort zu finden, das die eigentlichen Ereignisse zusammenfasst und man so kein allzu großes Vorwissen benötigt.

Die Qualität der Storys ist durch die Bank wirklich gut. Philip Kennedy Johnson darf mit der obligatorischen Batman Story eröffnen und gibt in seiner Version von Jeph Loebs „Hush“ die Zügel des Wayne Imperiums in Thomas Elliots Hände. Im Endeffekt entwickelt sich dadurch ein Psychothriller, den man in Hush findet, hier aber noch etwas perfider ausgearbeitet wird und einen wie zu erwarten düsteren Batman zutage bringt. In selbige Kerbe schlägt auch Bryan Hitch als er Reverse-Flash zum Sieger in seiner Flashpoint Story kürt und so den Schurken völlig enthemmt. Beide Storys bewegen sich auf einem guten Niveau, bleiben leider aber in ihrer Gänze etwas vorhersehbar.

Dass darauf die Story von „Wonder Woman: War of the Gods” folgt, ist leider ein kleiner Absacker. Denn obwohl Autorin Vita Ayala durchaus ihr bestes versucht, bleibt die Story mittelmäßig. Hier und da gibt es gute Momente, die den Kampf von Wonder Woman gegen Hekate bezeugen, doch am Ende fehlt hier vor allem Spannung und sichtliche Konsequenzen des dunklen Multiversums.

Dagegen sind die beiden letzten Storys absolute Klasse. Die Crisis on Infinite Earths Story aus der Feder von Routinier Steve Orlando ist großes Kino. Hier wird der Gedanke der allerersten Krise gekonnt in eine wahrlich beklemmende Situation gewandelt, die seinen Tribut an allen Helden zollt. Auch das von Scott Snyder in Kollaboration mit Jackson Lanzing und Collin Kelly geschriebene Dark Nights: Metal Heft nimmt exakt diesen Gedanken auf. Eine unvorstellbar ausweglose Situation der Helden wird beleuchtet, deren Finale nicht so rosig abläuft, wie man es kennt.

Optik

Visuell bekommt man in der Breite wirklich gutes Material geliefert. Ist auch kein Wunder, schließlich hat man mit Dexter Soy, Bryan Hitch, Ariel Olivetti, Mike Perkins und Karl Mostert eine äußerst ansprechendes und abwechslungsreiches Künstleraufgebot. Denn jeder Zeichner fängt den passenden Stil seiner zugewiesenen Story ein und grenzt sich im Gesamtbild ab. So ist Hush aus der Feder von Dexter Soy rau und ungeschliffen, sodass der Flair eines zerrissenen Gothams einfängt. Dagegen wirkt Bryan Hitchs klare und detaillierte Arbeit an der Flashpoint Story wohl konstruiert, wie die Welt die sich Reverse Flash erschafft. Karl Mosterts Arbeit an Dark Nights: Metal ist aberwitzig designt, sodass der Leser den grenzenlosen Wahnsinn erahnen kann. Mike Perkins Arbeit an der Crisis on Infinite Earths sticht dabei aber noch mal heraus, denn mit seinem dreckigen und durch Blut watendem Artwork setzt er dem Leiden des dunklen Multiversums die Krone auf. Dagegen ist Ariel Olivettis Artwork an der Wonder Woman Story leider im Gesamtbild gerade mal „ganz nett“ und wirkt bei den Kollegen ziemlich blass.

Fazit

Wie auch schon der erste Band von „Das dunkle Multiversum – Chronik der Finsternis“ macht auch Band 2 auf ganzer Linie Spaß, solange man sich einigermaßen an dem doch kurzlebigen Konzept erfreuen kann. Mit einem guten Mix aus Storys ist für nahezu jeden etwas dabei und kann mit einer ordentlichen Qualität aufwarten, sowohl inhaltlich als auch optisch. Und selbst das eher enttäuschende „Wonder Woman: War of the Gods“, was das Schlusslicht der Hefte ist, weiß aber noch einigermaßen zu unterhalten.

Wem also Band 1 des Konzepts gefiel oder wem die Storys zusagen, der kann hier bedenkenlos zuschlagen, denn „Das dunkle Multiversum – Chronik der Finsternis 2“ ist ein rundum gelungenes Anthologiewerk.

Autor: Phillip Kennedy Johnson, Bryan Hitch, Vita Ayala, Steve Orlando, Scott Snyder, Jackson Lanzing, Collin Kelly

Zeichner: Dexter Soy, Bryan Hitch, Ariel Olivetti, Mike Perkins, Karl Mostert

Inhalt: : Tales from the Dark Multiverse: Crisis on Infinite Earths, Tales from the Dark Multiverse: Dark Nights Metal, Tales from the Dark Multiverse: Wonder Woman: War of the Gods, Tales from the Dark Multiverse: Flashpoint, Tales from the Dark Multiverse: Batman Hush

Preis: 28€

Erstveröffentlichung: 06.10.2021

Format: Softcover

Seiten: 268

Bildrechte liegen bei Panini Comics Deutschland

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