Rezension: Birds of Prey: Das Kartell der Teufelsbräute

Vorab geht wie immer ein großes Dankeschön an Panini Comics, die das Rezensionsmaterial gestellt haben!

Inhaltsverzeichnis

[Panini Backcover]

Einer für alle, alle für eine?

Harley Quinn ist zurück in Gotham City – und scheint noch verrückter als je zuvor, ist sie doch entschlossen, eine Heldin zu werden. Vielleicht aber ist die Idee gar nicht so schlecht, denn Detective Montoya, Huntress und Black Canary treten gegen ein gnadenloses Drogenkartell an, das in Gotham Fuß fassen will, und können jede Hilfe gebrauchen. Bald schon fliegen Kugeln und rollen Köpfe, und dann mischt sogar der Joker mit, der mit seiner Ex-Freundin Harley noch eine Rechnung offen hat…

Unter dem Black Label erscheinen grandiose Werke wie BATMAN: DER WEISSE RITTER oder HARLEEN – eigenständige Comics für Kenner, Neueinsteiger und Gelegenheitsleser. Bestsellerautor Brian Azzarello (BATMAN: DAMNED) und die gefeierte Zeichnerin Emanuela Lupacchino (WONDER WOMAN) inszenieren ein neues Einzelabenteuer der Birds of Prey.

Review

Als 2019 eine neue Birds of Prey Reihe unter der Feder von Starautor Brian Azzarello und der italienischen Zeichnerin Emanuela Lupacchino angekündigt wurde, freuten sich die Fans der Raubvögel. Jedoch währte diese Vorfreude nur kurz, denn der geplante Release Termin im Oktober 2019 wurde verschoben. Stattdessen wurde eine zeitnahe Veröffentlichung zum Kino Start des Birds of Prey Films im Februar 2020 vermutet. Am Ende erschien das als mehrteilige Reihe geplante Projekt als One-Shot im Juni 2020 unter dem Black Label.
Da hofft man einfach dass das alte Sprichwort sich erfüllt, nämlich dass gut Ding dann doch Weile haben will und sich das lange warten auch an Ende gelohnt hat.

Inhalt

Der Band beginnt damit dass Dinah Lance alias Black Canary nachts um 3 einen creepy Anruf eines ehemaligen Kollegen aus dem Team 7 erhält. Ihr wisst schon, einer dieser peinlichen Anrufe eines Ex-Partners, wenn er/sie zu tief ins Glas geschaut hat und ihr euch wünscht, ihr hättet die Nummer blockiert. Kurze Zeit später ist dieser Kollege einen Kopf kürzer, im wahrsten Sinn des Wortes.
Als Huntress einer Spur von Detective Montoya nachgeht wird sie Zeuge wie ein neues Drogenkartell eine feindliche Übernahme wie aus dem Bilderbuch durchzieht.
Als dann plötzlich Harley Quinn vor der Tür steht, mit der irrwitzigen Idee Verbrecher zu jagen, wird alles total verrückt und sehr tödlich.
Eigentlich sind Montoya und Black Canary gar nicht davon begeistert dass Huntress Harley mit angeschleppt, aber nach anfänglichen Schwierigkeiten und einem Saunagang machen die Ladies gemeinsame Sache um das Kartell der Teufelsbräute zur Strecke zu bringen und alles ist gut. Aber warum tauchen diese Clowns denn überall auf?

Optik

Vor diesem Band sagte mir der Name Emanuela Lupacchino gar nichts. Hätte ich mal vorher richtig aufgepasst, denn die 40-jährige liefert hier super Zeichnungen ab. Mit einer großzügigen Panel Aufteilung und einem tollen Gespür für Blickwinkel setzt sie die Charaktere und die rasante Action der Story gekonnt in Szene. Die Farben des Bandes sind, bis auf die knallbunten Besuche der Clowns, etwas düster gehalten, was aber perfekt zum Gotham City Setting passt.
Lobend erwähnen muss ich hier an dieser Stelle noch das sehr coole Cover von Ivan Reis.

Fazit

Ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht. Ok, die Gute zuerst. Ich wurde von dem kurzen Ausflug der Birds of Prey unter dem Black Label richtig gut unterhalten. Brian Azzarello und Emanuela Lupacchino liefern hier eine rasante Story ab die, wenn auch teilweise etwas explizit brutal, aber anderseits extrem witzig ist. Unterm Strich aber auf jeden Fall richtig toll anzusehen ist. Harley und die Raubvögel sind ein starkes Team, dass so in der Besetzung (die auch die gleiche wie im Film ist), richtig Bock auf mehr macht.
Und das führt gleich zur schlechten Nachricht.
Der Band macht eigentlich so sehr Lust auf mehr, dass es einen fast ärgert, dass aus der damals angekündigten Reihe „nur“ ein One-Shot wurde. Den wenigen Seiten des Bandes ist es wohl auch geschuldet dass es einem so vorkommt als hätte Azzarello lediglich Bock gehabt, Harley Quinn und Black Canary zu schreiben und die anderen beiden etwas außenvorlässt.

Nichtsdestotrotz kann ich den Band jedem Harley Quinn, Birds of Prey, Brian Azzarello und Emanuela Lupacchino Fan empfehlen. Alle anderen Nesthocker sollten vielleicht auch mal einen Blick riskieren, wenn sie Lust auf unterhaltsam-verrückte Action haben. Für den läppischen Preis von 13€ kann man das ruhig mal machen.

Autor: Brian Azzarello

Zeichner: Emanuela Lupacchino

Inhalt: Birds of Prey #1

Preis: 13€

Erstveröffentlichung: 19.01.2021

Format: Softcover

Seiten: 100

Bildrechte liegen bei Panini Comics Deutschland

*Nutzt Ihr den Bestellen Button, werdet Ihr über einen Affiliate Link zum Onlineshop von Panini Comics Deutschland geleitet. Tätigt Ihr dort dann einen Kauf im Shop, werden wir prozentual daran beteiligt. Für euch ändert sich dadurch natürlich nichts. Ihr zahlt das Gleiche, egal ob Ihr unseren Link benutzt oder nicht. Ihr würdet uns damit natürlich netterweise unterstützen! Ausführliche Informationen zum Affiliate Marketing auf unserer Website findet ihr hier.

Das könnte dich auch interessieren …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.