Rezension: Birds of Prey – Black Canary

Vorab geht wie immer ein großes Dankeschön an Panini Comics, die das Rezensionsmaterial gestellt haben!

Inhaltsverzeichnis

[Panini Backcover]

Sie trifft jeden Ton – und jeden Gegner!

Black Canary, die knallharte Kämpferin aus den Reihen der Birds of Prey, lässt ihre Superheldenkarriere hinter sich und beginnt als Sängerin einer PunkrockBand ein völlig neues Leben! Doch auch in der Indie-Musikszene bleibt die aggressive Powerfrau von Ärger und Gewalt nicht verschont. Zumal ihre Band von Regierungsagentin, Ninjas und mysteriösen Schattenwesen verfolgt wird. Diese überraschend finstere Tour führt Canary bis nach Berlin

Review

Passend zum Kinostart der Birds of Prey bringt Panini die gesamte Reihe von Black Canary von 2015 noch einmal heraus. Doch lohnt sich der Band für Neueinsteiger? Welche Aspekte der Figur werden beleuchtet und vor allem: löst der Band Vorfreude auf die Figur im kommenden Film aus? All diese Aspekte sollen im Zentrum der folgenden Betrachtung stehen.

Inhalt

Der Status Quo für Black Canary hat sich geändert und Brendan Fletcher lässt sie das Superhelden Dasein für eine Musikkarriere an den Nagel hängen. Klingt soweit interessant, nicht? Doch auf den ersten Blick schwelt die interessante Prämisse noch etwas, denn in den ersten Ausgaben fehlt der Story noch komplett die Richtung. Schnell kann man das aber beiseiteschieben und der erste Handlungsbogen, der sich über die ersten sieben Hefte erstreckt, birgt viel Potential. Es wird im Rahmen von Dinah Drakes Musikkarriere darauf eingegangen was sie antreibt bzw. wie sie ihren Weg zur Selbstfindung beschreitet und dabei auch mit ihrer Vergangenheit, trotz Hürden, abzuschließen versucht. Das kann man soweit ganz ordentlich abhaken und man bekommt ein gutes Gefühl wer Dinah Drake war, ist und sein will.

Im zweiten Teil, der dann die Hefte 8-12 umfasst, geht das Gefühl dafür ein wenig verloren. Statt die Ereignisse der ersten Story konsequent fortzuführen, tingelt man im Ungewissen. Es wird ein großer Griff auf die Kontinuität getätigt, wodurch man gerade als Neuleser eventuell an Hintergrund Informationen überfordert sein kann. Aber auch rein inhaltlich dümpelt die Story etwas vor sich hin und kann mit dem frischen Ansatz nicht mehr wirklich mithalten.

Doch die Gretchenfrage lautet bei diesem Band ja: ist er als Vorbereitung für die Figur geeignet? Nun man kann das mit kleinen Einschränkungen durchaus bejahen. Man bekommt einen guten ersten Eindruck wer die Figur der Black Canary ist und was sie ausmacht, was in ein unterhaltsames Storykorsett gezwungen wird. Man bekommt Ansätze für die vorigen Ereignisse geboten, an denen diese Handlung anknüpft, sodass man auch weiter recherchieren kann. Da fallen die kleinen Performanceschwächen im zweiten Teil des Bandes, sowie fehlende weiterführende Lesetipps (Justice League of America Rebirth/Green Arrow Rebirth) zwar negativ auf, aber nicht so stark ins Gewicht.

Optik

Der kantige und knallig bunte Stil des Bandes sollte einen aber von Beginn an nicht verschrecken. Zwar bessert sich der grundlegend gewöhnungsbedürftige Stil nicht großartig, darf aber in etlichen Momenten mit kreativen Einfällen in Sachen Panel– und Seitengestaltung glänzen. Außerdem fallen viele Unebenheiten mit der Zeit auch nicht mehr auf und die punkige Attitüde ist wenigstens in der Optik klar zu erkennen.

Fazit

Eine absolute Empfehlung ist der Band nicht, da er nicht gänzlich frei von Fehlern ist, doch ein großes Aber muss man dennoch hinterherschieben. Denn als Anheizer für die Figur des Films, die schließlich Inspiration aus dieser Reihe zieht, oder als Einstieg zur Figur eignet sich der Band durchaus. Man bekommt einen guten Blick auf die Qualitäten der Black Canary, Eindrücke zur Historie und eine wenn auch nicht ganz lupenreine Story serviert. Wenn man also den Band noch nicht sein eigen nennt, aber vielleicht einen hilfreichen Start zur Figur oder in Comics generell sucht, macht man mit dem Band wenig verkehrt.

Autor: Brendan Fletcher

Zeichner: Annie Wu, Sandy Jarrell, Moritat

Inhalt: Black Canary (2015) #1-12

Preis: 27€

Erstveröffentlichung: 28.01.2020

Format: Softcover

Seiten: 268

Bildrechte liegen bei Panini Comics Deutschland

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