Rezension: Batman Paperback 12 – Bane City

Vorab geht wie immer ein großes Dankeschön an Panini Comics, die das Rezensionsmaterial gestellt haben!

Inhaltsverzeichnis

[Panini Backcover]

Entscheidungsschlacht

Der Superverbrecher Bane hat den Kampf gegen Batman gewonnen und herrscht von Wayne Manor aus über Gotham City, einst die Stadt des Dunklen Ritters. Eine ganze Armee Superschurken hilft ihm dabei, darunter der Joker und der Riddler, die sich jetzt als Ordnungshüter aufspielen. Fern von Gotham versuch Catwoman, ihre große Liebe Batman alias Bruce Wayne auf den Rückkampf vorzubereiten. Denn es ist klar, dass der Mitternachtsdetektiv seine Stadt nicht in der Gewalt eines brutalen Verbrechers lassen wird. Doch bevor es zur großen Entscheidungsschlacht kommt, trifft Bruce und all seine Kampfgefährten ein weiterer Schicksalsschlag, der Batmans Leben für immer verändern wird…

Review

Das ist es also nun: das Finale zu Tom Kings Run an Batman, der mit dem Rebirth seinen Anfang nahm. Ganze 85 Hefte umfasste diese Saga und findet im zwölften Paperback „Bane City“ nun sein Ende. Blicken wir also kurz zurück, was den Run bisher prägte: Ein Showdown mit Bane, der Krieg zwischen dem Joker und Riddler, der Weg zu einer Hochzeit und wie diese platzte, sowie der tiefe Fall Batmans danach. Fing der Run damals stark an, sackte die Qualität nach der geplatzten Hochzeit kontinuierlich ab.

Zuletzt merkte man das besonders, da Autor Tom King sich immer mehr in einen Kreislauf der Negativität für Batman schrieb, der für die Leser am Ende eher ermüdend und langweilig wurde. Ob King nun mit dem Finale seines Runs, der zudem angeblich um 15 Ausgaben gekürzt wurde, sich nachhaltig rehabilitieren kann oder auch hier eher mäßiges Material abliefert, findet ihr in den folgenden Zeilen.

Inhalt

Wie der Klappentext die Erinnerungen an den letzten Band auffrischt, ist der Kampf zwischen Bane und Batman klar ausgegangen. Der maskierte Superschurke war siegreich und hat sich ganz Gotham unter den Nagel gerissen. Bruce Wayne bzw. Batman versucht sich von dieser Niederlage irgendwie zu erholen und schmiedet, während Gotham im Griff von Bane und seiner Armada von Superschurken ist, einen Plan mit Catwoman seine Heimat zu befreien. Der Leser verfolgt über den Verlauf der Handlung also wie die Katze und die Fledermaus eine elaborierte Rettungsaktion für eine gesamte Stadt planen, während Bane und seine Verbündeten ihren Griff um Gotham fester ziehen.

Wie nicht anders zu erwarten, ändert Tom King auch im Finale seines Batman Runs seinen gewohnten Schreibstil nicht. Mit teils ausschweifenden Dialogen, die sich gern mal in sich selbst verlieren und dabei den Kern mehr verschleiern als dem Leser zu offenbaren, rollt er die Story um Banes Herrschaft über Gotham und dem Kampf von Batman zu dessen Rettung auf. Dabei nimmt King sich wie gewohnt Zeit, das Gesamtbild haarklein detailliert auszubauen und möglichst viel passieren zu lassen. Wer die Reihe bis hier verfolgt hat, kennt die damit einhergehenden Probleme. Die Story schleppt sich, manchmal dreht man sich auch im Kreis und am Ende macht man nicht wirklich Fortschritte.

Doch beim letzten Punkt muss man im Finale wirklich lobende Worte finden. Ja die Story um Bane City ist wie der Run zuvor gerne mal langatmig und dreht die eine oder andere inhaltliche Extrarunde. Doch wenn man davon kurz absieht, ist das Endergebnis wirklich unterhaltsam. Es rekapituliert den kompletten Run von King ohne in eine pure Zusammenfassung zu geraten, überrascht an den Ecken, wo es nötig ist, und gibt den zentralen Figuren die nötige Entwicklung, die man im Rest des Runs vielleicht vermisst hat. Zudem wird das Gesamtbild zu einem derart stimmigen wie bitteren Happy End geführt, dass man die zähen Episoden zuvor fast vergisst.

Optik

An der Zeichnerbank sind im Finale alle Register gezogen worden. Es werden nicht nur alte Bekannte aus dem Run an den Zeichnertisch gebeten, wie Mikel Janin oder Jorge Fornes, sondern auch große Namen wie Tony S. Daniel, Clay Mann, Mitch Gerads oder John Romita Jr. Das Endergebnis spricht dementsprechend für sich. Die klaren und detaillierten Zeichnungen von Mikel Janin, Tony S. Daniel und Clay Mann sind wie immer eine Augenweide und während Mitch Gerads und Jorge Fornes geschickt eingesetzt ihre rauen Stile als Gegengewicht einbringen dürfen. John Romita Jr. dagegen wird mit seinen zwei beigesteuerten Heften wie so häufig etwas polarisieren, ist hier aber etwas erträglicher als zuvor.

Generell muss man die Optik des Bandes loben. Alle Zeichner machen einen fantastischen Job und liefern eine dynamische Arbeit ab, die sowohl in der Action zu begeistern weiß als auch in den ruhigeren Momenten. Zudem wird visuell dermaßen abwechslungsreich gearbeitet, dass es auf der Länge der Story nie eintönig oder langweilig wird und den Leser gekonnt fesseln kann.

Fazit

Die Befürchtungen nach den vorigen Bänden war groß, dass Tom King auch im Finale seines Batman Runs zu sehr in bekannte Muster verfällt und einen langatmigen Schlusspunkt setzt. Ganz frei von den für Kings Batman Run typischen Elementen ist auch „Bane City“ nicht, doch anders als in den Bänden zuvor fällt all das weniger stark ins Gewicht. Stattdessen ist der äußerst üppige zwölfte Band bei weitem keine Enttäuschung. Im Gegenteil wird hier ein stimmiger Abschluss gefunden, der sowohl süße wie bittere Noten anschlägt. Die Optik der diversen hochkarätigen Zeichner macht das Finale zudem besonders für das Auge schmackhaft und blendet auch den einen oder anderen inhaltlichen Fauxpas aus.

Autor: Tom King

Zeichner: Tony S. Daniel, Jorge Fornes, Mitch Gerads, Mikel Janin, Clay Mann, Mike Norton, Hugo Petrus, John Romita Jr.

Inhalt: Batman #75-85, Annual 4

Preis: 33€ (Hardcover 49€)

Erstveröffentlichung: 08.03.2022

Format: Softcover und limitiertes Hardcover

Seiten: 332

Bildrechte liegen bei Panini Comics Deutschland

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