Rezension: Aquaman Held von Atlantis 1

Vorab ein großes Dankeschön an Paninicomics zur Bereitstellung des Rezensionmaterials.

[ Panini Backcover]

Die gefeierte Autorin Kelly Sue DeConnick, die bereits die neue Captain Marvel zur Ikone machte, führt Aquaman in eine neue Ära! Der frühere König von Atlantis wird ohne Erinnerungen an einem Strand angespült. Die Menschen eines kleinen Dorfs kümmern sich um den Fremden. Und sie verehren alte, fast vergessene Götter, weshalb bald schon der Mann aus dem Meer in großer Gefahr schwebt …

Perfekter Einstieg für neue Leser! Von Top-Autorin Kelly Sue DeConnick (Captain Marvel).

Review:

Nach den Ereignissen aus Scott Snyders „Justice League: Sintflut der Götter“ wird Arthur Curry alias Aquaman an der Insel des stillen Wassers angespült. Jedoch wurde sein Gedächnis ausgelöscht, er weiß weder wer er ist, was er ist oder wo er ist. Auch von Aquaman, Mera, Atlantis , der Justice League oder rachsüchtigen Erzfeinden hat er anscheinend noch nie etwas gehört.

Die Einheimischen der Insel nennen den mysteriösen Mann aus dem Meer „ Andy „ und nehmen ihn bei sich auf.
Da selbst der Hauptprotagonist keine Ahnung hat wer er ist. Sollte sich dieser Band doch perfekt für Neueinsteiger der Comicserie eignen. Da auch ich zu meiner Schande gestehen muss, den Rebirth Run noch nicht komplett gelesen zu haben, diene ich euch gerne als Versuchstintenfisch. Um herauszufinden ob man den Band ohne viel Vorwissen genießen kann oder nicht.

Inhalt:

Aquaman: Held von Atlantis 1 – Stille Wasser“ ist eine durchgehende Story die gar nicht mal so „still“ anfängt. Ein Sturm wütet über der Insel des stillen Wassers und eine Einleitung erzählt eine der unzähligen Ursprünge der See. Während „Andy“ ( Aquaman) seine Dienste den Inselbewohnern zur Hilfe stellt, versucht eine Hexe die See mit einigen Opfergaben zu beruhigen. Nach einigen Wortwechseln mit den Dorfbewohnern und der vermeitlichen Hexe nimmt die Story fahrt auf.

Aus den Gesprächen geht hervor,  dass Aquaman sein Gedächtnis verloren hat und sogar Angst vor dem Ozean hat. Jawohl ihr habt richtig gelesen! Der König der Sieben Meere hat Angst vor dem Ozean, nichtsdestotrotz hilft er den Inselbewohnern bei ihren täglichen Arbeiten. Allerdings ohne seine Superkräfte, da er sich auch an diese nicht mehr errinnern kann. Bis hierhin ist die Story interessant und man merkt auch wie sie sich langsam aufbaut, ähnlich wie ein Sturm auf hoher See. Die geschriebenen Wellen des Handlungsstrangs nehmen immer mehr Fahrt auf. Während die dazu sehr stimmigen Zeichnungen wie der Wind sind, der in die Segel der einsamen Nussschale von Arthur Curry  bläst und ihn weiter in den Sturm treibt.

Von Anfang an hat man das Gefühl das mit den Inselbewohnern etwas nicht stimmt und eine unangenehme Stimmung verbreitet sich. In einer Zwischenerzählung erzählt Autorin Kelly Sue DeConnik eine fantastische Geschichte. Über die wahrscheinlich ältesten Götter, die die Sieben Meere je gesehen haben. Diese kurze Story könnte genau so gut an einem Lagerfeuer oder in einer Hafenkneipe von einem alten Seebären erzählt wurden sein. Durch die durchweg hervorragende Arbeit von Zeichner Robson Rocha wirkt sie auch mehr als glaubwürdig.

Dann überschlagen sich die Ereignisse ein wenig und Aquaman segelt in das Auge des Sturms. Um sich dort einem überaus mächtigen, uralten Gegner zu stellen. Der Kampf mit dem großen Bösen kommt meiner Meinung nach etwas zu kurz. Vielleicht war das erst der Anfang einer neuen Fehde zwischen einem überaus starken Gegner und dem König der sieben Meere.

Die Autorin Kelly Sue DeConnik benutzt sehr viele Fantasyeinflüsse. Diese stellt sie, dem bisher überwiegenden Superhelden Anteil in vorherigen Aquaman-Comics, in den Vordergrund.

Optik:

Auch dem Zeichner Robson Rocha kommen diese zugute. Denn seine Zeichnungen sind im gesamten Band auf den Punkt und er hat genug Gelegenheiten seine Vorstellung von alten Göttern, fantastischer Landschaften und der stürmischen See zu präsentieren. Dabei lässt er dem Leser aber auch genug Freiheiten seine eigene Fantasy mitwirken zu lassen. Um so ein Gesamtkunstwerk in Heftform zu präsentieren.

Während die Autorin Kelly Sue DeConnik ( Captain Marvel ) uns einen Platz im Krähennest in Arthur Currys Nussschale reserviert hat, navigiert uns Zeichner Robson Rocha ( Green Lanterns ) mit seinen Illustrationen durch die stürmische (Comic-) See !
Die Zeichnungen wie auch Farben sind durchweg stimmig und Untermalen zu jeder Zeit das gelesene Perfekt.
Die Illustrationen sind sehr Tief. So das man wunderbar in ihnen verlieren kann um sich in die Welt von Aquaman zu träumen.

Fazit:

Die Story rund um den unter Amnesie leidenen Helden ist wie eine alte Legende. Voller Götter, Schicksalsschläge und einem jungen Helden der sich aus dem Meer erhebt.
Wer mit Aquaman und/oder Fantasy  etwas anfangen kann sollte sich diesen Comicband nicht entgehen lassen.

Trotz meines geringen Vorwissens konnte ich der Story sehr gut folgen. Somit eignet sich dieser Band perfekt für alle Comicleser die in die Welt von Aquaman eintauchen wollen.

Auch Aquaman-Kenner kommen mit Sicherheit nicht zu kurz. Aber auch Fantasyliebhaber sollten mehr als einen Blick in die neue Serie des Helds von Atlantis wagen. Der Band überzeugt von Anfang bis Ende. Um sich die Wartezeit bis Mai zu verkürzen kann man ja nochmal die DC Rebirth Reihe von Aquaman nachholen oder nochmal Lesen.

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Preis: 14,99€
Erstveröffentlichung: 26.11.2019
Format: Softcover
Seiten: 124
Autor: Kelly Sue DeConnick
Zeichner: Robson Rocha
Inhalt: Aquaman 43-47

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