Rezension: Mister Miracle Megaband

Wie immer geht auch ein großes Dankeschön an Panini Comics für das bereitgestellte Rezensionsmaterial.

[Panini Backcover]

DER WAHNSINN DER NEUEN GÖTTER WIRD ENTFESSELT

Scott Free ist der Superheld und Entfesselungskünstler Mister Miracle. Doch Scott, der auf der höllischen Welt Apokolips aufwuchs, bevor es ihn auf die Erde verschlug, gehört auch zu den kosmischen New Gods, unter denen seit Ewigkeiten ein Krieg zwischen Licht und Dunkelheit tobt. Nun kommt es zur entscheidenden Schlacht der außerirdischen Supermächte. Und auch Mister Miracle soll am Kampf teilnehmen, der bestimmt wird von Wahnsinn, Gewalt und Verrat…

Review:

Die Mister Miracle Reihe von DC kam mit einem ordentlichen Hype nach Deutschland, da sie in den USA viel gelobt wurde. Schließlich konnte doch Autor Tom King mit der „Vision“ Reihe vom Konkurrenzverlag Marvel einen wahnsinnig packenden Superheldencomic präsentieren. Dementsprechend war auch die Erwartungshaltung bei der DC Maxi-Serie hoch und wurde, in meinen Augen jedenfalls, ordentlich erfüllt. Dennoch fällt mir die Rezension dieses Bandes schwer und lange hab ich darüber gebrütet woran es liegt.

Inhalt:

Der Auftakt des Bandes und damit der Story ist wohl das größte Problem, was ich hatte. Dabei sind die ersten Zwischenfälle um Mister Miracle bzw. Scott Free sowie die Eingliederung des Apokolips/New Genesis Kriegs durchaus stimmig und zugleich ein interessanter Gegensatz. Denn hier wird die Grundlage gelegt für das, was die zweite Hälfte des Bandes ausmacht: die Gegenüberstellung von Scott Free und Mister Miracle. Von der Privatperson und dem Superhelden. Von [Spoiler] und [Spoiler]. Und so weiter und sofort. Doch der Einstieg dazu wirkt sperrig, oft bekommt man den Eindruck der Aufbau würde nur bruchstückhaft vorangehen und man muss extrem aufmerksam bleiben um nicht Details zu verpassen.

Doch ab etwa nach dem ersten Drittel legt sich dieser Eindruck und dann bietet Tom King eine unglaublich frische, wahnwitzige und emotionale Geschichte. Sowohl berührende Momente zwischen den Figuren, düstere Kriegsspektakel, existentielle Fragen und ein perfekt abgestimmter Humor runden den Verlauf weiter ab. Dazu weiß King wie man mit den Erwartungen des Lesers spielt, große Wendungen dementsprechende inszeniert und eine Geschichte ausgewogen zu erzählen.

Optik:

Optisch hatte ich mit dem Band keinerlei Probleme. Mitch Gerards ist Tom Kings Partner in Crime und zaubert eine wahre Wonne zu Papier. Vom Spiel mit der 3×3 Paneelaufteilung der Seiten (Watchmen lässt grüßen) sowie den Hintergründen (achtet mal darauf) angefangen über Situationskomik bis zu einer schier unglaublichen Liste an positiven Kniffen in der rauen Optik: Man könnte die Lobrede auf Mitch Gerards Werk stetig weiterführen. Doch zusammengefasst lässt sich sagen, dass Gerards Schaffen die Story unglaublich mitträgt und den Fluss der Geschichte dem Leser umso einfacher zu folgen lässt, sodass man sich vollends auf Tom Kings Schreibarbeit konzentrieren kann

Fazit:

Der Mister Miracle Band ist…anders. Wer bisher den DC typischen Stoff von Batman, Superman, den Green Lanterns und Co. folgte, wird hier gerade zu Beginn etwas ins Stocken geraten, denn der Megaband ist keine Standardkost. Wenn man aber über den typischen Tellerrand hinausblickt (bzw. es möchte), dann wird Mister Miracle nach einer kurzen Eingewöhnungsphase durchaus eine überraschend frische und unterhaltsame Erfahrung bieten. Keine uneingeschränkte Kaufempfehlung, aber wer mal was neues oder anspruchsvolles lesen möchte: greift zu. Denn Darkseid ist.

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Bildrechte liegen bei Panini Comics Deutschland

Autoren: Tom King

Zeichner: Mitch Gerards

Inhalt: Mister Miracle (Volume 4) #1-12

Preis: 30 Euro

Erstveröffentlichung: 09.04.2019

Format: Megaband im Softcover

Seiten: 308

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