Joker Themenwoche: Wieso der Joker selbst unter Schurken besonders ist

Noch 6 Tage bis zum Joker Film…

Jetzt wo der Joker Film in die Kinos anläuft, ist die Figur natürlich präsenter denn je. Doch eigentlich stellt sich die Frage, wieso der Joker als Schurke so besonders ist? Schließlich gibt es massig Gegenspieler von Batman oder auch anderen Helden, die man ebenso in den Fokus setzen könnte. Nun ein Aspekt, der mir aufgefallen ist, ist: Der Joker ist in seinem Umgang mit Schurken einzigartig. Er hat eine ganz eigene Dynamik mit anderen Kriminellen und ich finde, das sollte mal näher betrachtet werden.

Joker und seine Schergen

Wir arbeiten uns mal ganz simpel die Schurkennahrungskette von unten nach oben und beginnen mit dem Fußvolk des Jokers. Wie jeder Schurke scharrt auch der Joker diverse Kleinkriminelle um sich, die ihm als Kanonenfutter für seine Pläne im Kampf gegen Batman dienen. Hier ist Kanonenfutter aber schon fast wörtlich zu sehen, denn Joker geht relativ sorglos mit ihnen um und opfert sie gern für seine Pläne oder tötet sie aus einer Laune heraus. Dabei scheint es ihm nie an Nachschub zu mangeln, was an seiner einschüchternden Art und seinen augenscheinlich unendlichen finanziellen Ressourcen liegt. Gerade die einschüchternde Präsenz reichte aus um in der Story „Salvation Run“ die meisten Schurken hinter dem Joker zu einen. Einfach weil sie mehr Angst vor ihm als vor Luthor haben.

Anders als andere Schurken hat der Joker so kaum wiederkehrende Handlanger. Während Schurken wie Ra’s al Ghul, Sinestro oder Orm immer mal wieder namhafte  Sidekicks oder Verbündete in ihren Reihen haben, ist es beim Joker recht überschaubar. Klar früher wich ihm Harley nie von der Seite, aber irgendwann war auch diese toxische Beziehung zu Ende. Einzig in der Arkham Spiele-Reihe taucht ein Charakter auf, der klar als Handlanger vom Joker agiert: der ehemalige russische Zirkusartist Mr. Hammer.

Auf dieser Ebene ist Joker nicht so großartig anders als viele Schurken im DC Universum. Zwar ist der hohe Verschleiß an Fußvolk recht einzigartig, aber aufgrund des Charakters des Jokers noch nichts Besonderes.

Joker und seine Allianzen

Während das Fußvolk unter Joker bebt und bibbert und seine Launen ausharrt, gibt es andere Schurken mit denen der Joker oft und fast schon gern zusammenarbeitet. Dabei muss man unter jenen unterscheiden, die Joker nur als Mittel zum Zweck sieht, und jenen, die er als gleichwertige Partner ansieht. Erstere sind meist die typischen Hau-Drauf-Typen wie Killer Croc oder aufgrund ihres Wissens oder ihrer Kräfte mit Joker auf einem Nenner, wie zum Beispiel Scarecrow. Hier wird Jokers Hang zum Chaos zum Bindemittel um beide Seiten zu verbünden und diese kann man immer wieder schön ausnutzen. Man sieht also, dass Joker hier oft der überlegene Schurke in den Duos ist und als Nutznießer hervorgeht.

Es gibt aber auch noch jene, die sich mit dem Joker aus anderen Motivationen zusammenschließen und sich als gleichberechtigte Partner sehen. Hier sind Schurken wie der Pinguin, Black Mask, Riddler oder Two-Face zu nennen, die alle mehr als einmal mit Joker zusammenarbeiteten. Ihre Pläne kamen aber nie gänzlich dazu Früchte zu tragen, weil Jokers sprunghafte Art ihnen einen Strich durch die Rechnung macht. Auch hier ist Joker immer die gewinnende Partie. Er nutzt seine Verbündeten und deren Ressourcen aus um am Ende doch nur sein Ziel zu erreichen: Chaos zu stiften.

Es  fällt hier schon auf, dass der Joker durchaus Besonderheiten aufweist. Die typische „Schlägerschurke-Mastermind“ Verbindung ist erstmal nichts Besonderes, doch Jokers ähnlicher Ansatz bei eigentlich gleichgesetzten Partnern fällt auf. Es gibt zwar den einen oder anderen Schurken, der etwaige Partner im Falle eines Falles ebenfalls betrügen würde (z.B. Black Manta), doch die Regelmäßigkeit des Jokers sucht seinesgleichen.

Joker und Rivalen

Auch wenn es komisch klingt: aber der Joker hat auch diverse Rivalitäten mit anderen Schurken, was ihn wohl von vielen anderen Schurken abhebt. Viele Gegenspieler der Helden heben ihre Abneigung oft über ihre persönlichen Ziele und arbeiten zusammen um den Helden zu Fall zu bringen. Pinguin arbeitet mit Black Mask und Great White zusammen, Sinestro und Black Adam sind befreundet oder Lex Luthor sammelt eine eigene Liga in Forever Evil zusammen, nur um ein paar Beispiele zu nennen. Der Joker ist da anders.

Der Joker hat zum Beispiel eine andauernde Rivalität mit Lex Luthor, die meistens auf gegenseitige Feindlichkeit und kollidierende Egos zurückgreift. Zwar arbeiten sie ab und an zusammen, meist tun sie das aber widerwillig oder es kracht ordentlich. Auch gegenüber Bane hat Joker klare Abneigungen, denn Bane will Batman brechen während Joker durch sein Handeln näher an Batman sein will (Das klang jetzt zweideutiger als es sollte). Auch Hush ist für den Joker ein rotes Tuch, da er sich ebenfalls in die Rivalität des Jokers und Batman drängt. Von dem Hass auf Catwoman mal ganz zu schweigen, denn sie steht mehr als offensichtlich zwischen Batman und dem Joker selbst.

Es fällt auf, dass Joker oft mit jenen aneinandergerät, die entweder intelligent genug für einen Konflikt sind (Luthor, Bane) oder in einer persönlichen Verbindung zu Batman stehen (Hush, Catwoman). Dies grenzt den Joker definitiv von vielen Schurken ab, denn unter Gegenspielern von Helden sind solch klare Rivalitäten eher eine Seltenheit. Man sollte aber noch bedenken, dass die abhängig von der Darstellung des Jokers ist. Kein Charakter ist so wandelbar wie er und ist von Autor zu Autor unterschiedlich.

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