Joker Themenwoche: Der multimediale Joker

Noch 5 Tage bis zum Joker Film…

Ein reiner Film über den Joker ist schon etwas besonderes. Kein Schurke von DC (oder von Marvel) kann sich rühmen einen Solo-Film spendiert bekommen zu haben. Doch bis dahin war es ein langer Weg und wir wollen dem medialen Werdegang des Jokers Tribut zollen.

Serien: Das erste Mal vom Joker

Lassen wir erst einmal die Serienauftritte des Clownprinzen Revue passieren. Anfangen sollte man deswegen damit, da der Joker abseits des Comics erst einmal in der 1966er Batman Serie mit Adam West auftrat. Gespielt wurde Joker vom Lateinamerikaner Cesar Romero und hatte die typische weiße Haut und grüne Haare. Und einen Schnauzer, den man unter der Schminke sehen konnte und den Romero sich weigerte abzurasieren. Kommt einem bekannt vor oder? Gut, dass es noch kein CGI gab. Bis 1968 hatte Romero die Rolle inne und verkörperte den Joker klassisch der 60er Jahre als überzogenen Spaßvogel.

Es folgten Jahrzehnte ohne einen Serienauftritt des Jokers, bis ein Cameo in der 2002er „Birds of Prey“ dieses Schweigen bracht. Naja nicht ganz, denn in der Zwischenzeit war Joker mehrfach in Animationsserien zu sehen, dazu aber später mehr. Erst in der jüngeren Vergangenheit sah man einen Joker auf dem TV Bildschirm flimmern. Nur hieß er nicht Joker und es waren auch zwei. Denn in „Gotham“ wurden die Brüder Jerome und Jeremiah Valeska eingeführt und von Cameron Monaghan dargestellt. Die Figuren waren zwar nie als „DER“ Joker bezeichnet worden, bezogen aber viele bekannte Elemente der Figur ein.

Animationsuniversum: Die Stimme des Jokers

Schon in den 60ern und 70ern machte der Joker kleine Auftritte in Animationsserien. Ted Knight sprach ihn in den 60ern in „The Adventures of Batman“ und in den 70ern in einem Scooby-Doo Crossover. Doch die wahre Stunde des Jokers schlug in den 90ern als Luke Skywa…Mark Hamill begann den Joker zu sprechen. In den beiden Animationsserien „Batman The Animated Series“ und „The New Batman Adventures“ sprach sich Mark Hamill in die Herzen der Fans. Denn seien wir mal ehrlich: Wenn Hamill zum Joker Gelächter anstimmt gefriert es einem in den Adern.

Obwohl Hamill oft genug den Joker sprach, waren auch andere Auftritte des Clownprinzen zu sehen. In diversen Animationsserien war Joker zu sehen. Darunter fallen „Young Justice“, „Batman: Brave and the Bold“ und „The Batman“. Und bald hört man auch Alan Tudyk als Joker in der kommenden „Harley Quinn“ Animationsserie. Aber auch Animationsfilme waren ein Pflaster für den sinistren Clown. DIverse Filme hatten die Figur entweder als klaren Gegenpol, zumeist in Batman Filmen, oder anderweitig intergriert. Während Hamill die Rolle das eine oder andere Mal übernimmt, ist vor allem Troy Baker mehrfach zu hören. Oh und Zach Galifiniakis spricht den dänischen Block-Joker im dazugehörigen „Lego Batman Movie“

Video Spiele: dreierlei Joker bitte schön

So letzter Stop bevor die Königsdisziplin kommt. In Videospielen gibt es eigentlich nur vier relevante Franchises für den Joker: Lego, die Arkham-Reihe, Netherrealm Produktionen und Telltale. Es gibt natürlich noch diverse andere Auftritt des Jokers, aber diese sind weniger nennenswert.

In den Lego Videospielen ist der Joker immer ein zentraler Teil. Die Story wird immer von dem hier kubistischen Clown mitgetragen, mal als „Held“ mal als Gegenspieler. Seit dem zweiten Teil der DC Lego Reihe spricht das Figürchen auch und bekommt die Stimme in allen Teilen von Christopher Corey Smith geliehen.

In den Telltale Spielen, was ja quasi nur Point-and-Click-Adventures sind, macht der Joker als „John Doe“ in der ersten Staffel des Batman Spiels seinen Auftritt. Hier ist er nur ein Nebencharakter und wird erst in der zweiten Staffel zum bekannten Gegenspieler der Fledermaus. Sein Sprecher ist dieses Mal Anthony Ingruber.

Auch in vier Titeln des Netherrealm Studios ist Joker spielbar. Erstmalig prügelte sich Joker an der Seite von diversen anderen DC Charakteren im Crossover „Mortal Kombat vs DC Universe“. Im darauf folgenden „Injustice: Gods Among Us“ und den dazugehörigen Comics pustete Superman dem Clownprinzen das Licht aus. Was den Irren aber nicht davon hinderte mal als Alternativwelten-Version aufzutauchen oder sich anderweitig ins Spiel zu schmuggeln, wie in „Injustice 2“. Im aktuellen Klopper-Titel „Mortal Kombat 11“ ist Joker einer der DLC/Gast-Charaktere. Richard Epcar leiht ihm in allen Instanzen die Stimme.

Bekanntere Stimmen hört man dagegen in der Arkham-Reihe. Hier ist der Joker in allen Teilen ein absolut zentraler Bestandteil der Story und macht Batman das Leben zur Hölle. Während Troy Baker den jüngeren Joker in „Arkham Origins“ spricht, übernimmt mal wieder Mark Hamill in den restlichen Teilen die allzu vertraute Sprechrolle.

Die Königsdisziplin: Der Kinofilm

Wie auch bei den Serien macht Cesar Romero mit dem 1966er Film den Anfang der Film-Joker, womit man sagen könnte: es schließt sich ein Kreis. Auf ihn folgt erst im 1989 „Batman“ ein neuer Joker. Jack Nicholson spielte im ersten großen Batman Film die Rolle des Verbrechers und wurde stellte sich gegen Michael Keatons Batman. Nicholsons Joker nutzte dabei den Namen „Jack Napier“ und zog wie Romero die Inspiration aus den schwarzhumorigen Zügen des Jokers und brachte ihnen eine gewisse Brutalität mit.

Die wohl berühmteste Version war wohl die aus Christopher Nolans „The Dark Knight“ von Heath Ledger. Nicht nur konnte Ledger posthum mit dieser Rolle einen Oscar gewinnen, sondern prägte wahrscheinlich für die Massen das Bild des Jokers. Hier war ein weniger bunter Joker zu sehen als zuvor bei Nicholson, die Brutalität wurde noch einmal gesteigert und Chaos sowie Anarchie waren seine Motive. Über Ledgers Darstellung der Figur könnte man einen eigenen Artikel schreiben und es ist wohl die breite Meinung, dass das die bisher beste Darstellung der Figur war.

Da war es natürlich ein wenig Pech für Jared Leto in die Fußstapfen des verstorbenen Ledgers zu treten. Denn Leto wurde für den „Suicide Squad“ Film als Joker gecastet und spaltet bis heute die Meinungen. Die einen sehen in ihm einen exzellenten Darsteller, der in dem Film nur keine Möglichkeiten bekam. Andere, und dazu zählt der Autor dieser Zeilen auch, sehen in ihm eine absolute Vollkatastrophe. Wahrscheinlich wird man sich in 10 Jahren immer noch über diese Rolle streiten. Oder auch nicht, wenn Joaquin Phoenix als vierter Joker ab dem 10.10.2019 auf der Filmleinwand zu sehen ist.

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