Ideenschmiede zu: Injustice 3

Vorwort

Mit Injustice hat DC bzw. Warner Games/Netherrealm 2013 einen Coup gelandet. Da hatte man ein Beat’em Up mit einer richtig guten Story um eine Elseworld in der Superman zum brutalen Diktator aufstieg und wie Batman seinen Fall vorantrieb. Mit Injustice 2 wurde die Story weitergesponnen und Netherrealm hat ihre Beat’em Ups maßgeblich geändert. Es wurden Herausforderungsmodi neben der Story eingebettet und die Ausrüstungsmechanik und Anpassbarkeit der Figuren machte auch Laune. Nun sind wieder einige Jahre vergangen, doch Netherrealm Chef Ed Boon hat zuletzt leider erstmal kein neues Injustice Spiel in Aussicht gestellt, da man sich lieber erstmal auf Content für Mortal Kombat 11 konzentrieren wolle. (Quelle)

Dennoch wollen wir die Chance nutzen und ein wenig schauen was Injustice 3 von seinem Vorgänger beibehalten und was abändern soll. Wir werfen einen Blick auf die mögliche Story, Gameplay Änderungen und das Roster bzw. DLC Politik des Spiels!

Gameplay

Gehen wir zu Beginn mal auf das Gameplay ein. Als Beat’em Up hat sich Injustice durchaus gut geschlagen. Die Steuerung war einfach zu erlernen, die Kombos nicht zu ausufernd und überhaupt war das Spiel in der Kategorie „Einfach zu lernen, schwer zu meistern“. Am grundlegenden Gameplay müsste also wenig verändert werden. Auch die Spielmodi waren zu Beginn spaßig. Die Story, auf die man später noch mal eingeht, war gut inszeniert und hat mit kleinen Elementen wie den unterschiedlichen Helden zur Auswahl und den zwei Enden durchaus gefallen. Auch das Multiverse bzw. die Gildenversion haben Laune gemacht. Hier gab es jedoch schon das erste kleine Kritikpünktchen. Denn auf Dauer hat dem Modus die Varianz gefehlt. Ziele, Aufbau, Beschränkungen und Umwelteffekte waren sehr überschaubar und haben, wenn man das Spiel häufiger offline gespielt hat, irgendwann ihren Reiz verloren. Hier müsste Netherrealm nachjustieren und das ganze Konzept ein wenig abwechslungsreicher machen.

Der nächste Aspekt war das Ausrüstungssystem. Grundlegend war auch hier der Reiz von Anfang an da und erinnerte durchaus an RPGs, da man jedes Ausrüstungsteil auf seine Werte prüfte. Der Vorteil war klar: man konnte seine Figuren gut an den eigenen Spielstil anpassen. Der Nachteil: es hat das prinzipielle Balancing des Spiels ein wenig über den Haufen geworfen. Vor allem wenn man nach Wochen oder Monaten des Grinds endlich das Legendäre Ausrüstungsstück des Helden erworben hat. Nicht nur gibt das einen unfassbaren Kraftschub, meist war es auch völlig überflüssig, da man den Charakter eh quasi gemeistert hat. Auch optisch war die Ausrüstung nicht perfekt. Während Figuren wie Batman, Wonder Woman oder Green Lantern eine ordentliche Palette an verschiedenen Designs hatten, guckten Figuren wie Joker, Superman oder Bane in die Röhre. Viele Designs waren nur durch kleinste Änderungen unterschieden, sodass man vielleicht 4-5 Grundvarianten hatte, die durch Spitzen oder Platten abgeändert wurden. Wenigstens die Farbpaletten waren flächendeckend ordentlich. Hier sollte man also zum Fazit kommen, dass Netherrealm von dem RPG Element der Punkte zurücktreten müsse und stattdessen eine größere Bandbreite an optischen Varianten anbieten sollte.

Generell wäre hier noch etwas Potential drin, was man anhand von Mortal Kombat 11 und den Fähigkeiten Slots bei Injustice 2 sehen kann. Netherrealm bot die Möglichkeit das Spielprinzip der Charaktere durch verschiedene neue Combos oder Special Moves anzupassen. Das könnten sie gern bei Injustice 3 noch etwas ausweiten und vielleicht auch um Super Moves als auch Intros/Outros bei Kämpfen, wie bei Mortal Kombat 11, erweitern.

Zudem gibt es noch zwei weitere Dinge, die Netherrealm dringend ändern müsste. Erstens sollten sie den Grindfaktor, den Injustice 2 hatte, deutlich runterschrauben. Denn seien wir mal ehrlich: irgendwann gab es einen Punkt wo man das Spiel des Grinds und nicht des Gameplay wegens angemacht hat. Und das sollte meiner Meinung nach nicht eintreten. Frischt also das Spiel ein wenig auf, macht das Gameplay im Multiverse etwas spannender. Gegebenenfalls könnten auch ein Modus wie die Krypta aus Mortal Kombat 11 oder die Minispiele aus Injustice 1 integriert werden. Der zweite und letzte Aspekt sind Mikrotransaktionen. Die Motherboxen an sich sind dabei weniger das Problem, da man die nötige In-Game Währung sehr leicht erspielt kriegt. Das Problem sind viel mehr jene Aspekte, die man durch Quellkristalle freischalten konnte. Egal ob es alternative Heldenoutfits waren, Skins oder simple kosmetische Änderungen: Das alles hinter einer harten Paywall zu verstecken ist absolut unnötig.

Story

Bei der Story bewies die Injustice Reihe bisher ihre größte Stärke. Die Story aus dem ersten Teil erfreute sich größter Beliebtheit und ist in Comic Form immer wieder gesucht und gefragt. Die des zweiten Teils stand dem in nichts nach und konnte mit einer packenden Geschichte, die der ersten Storyline Tribut zollte, ebenso punkten. Also sind die Anforderungen für einen dritten ebenso hoch. Nun ist man natürlich in der ungünstigen Position und kann Tom Taylors Kosmos bzw. wie dieser weitergehen könnte, nicht direkt vorausahnen. Jedoch gibt es eine Story, deren Adaption in meinen Augen durchaus Sinn macht: Blackest Night.

Kernauslöser dafür wäre der Charakter Booster Gold. In den Injustice 2 Comics tauchte der zeitreisende Held als Mentor vom neuen Blue Beetle auf und eine zukünftige Version, die Connor Kent und Cassie Sandsmark im All vor ihrem Tod rettete und sie in die Zukunft holte. Nun könnte man die Story wie folgt aufbauen: Man sieht einen Vorausblick in die Zukunft, wo der zukünftige Booster Gold zusammen mit Conner Kent (Superman), Cassie Sandsmark (Wonder Woman) und Damian Wayne (als Batman) und einem erwachsenen Connor Hawke (Green Arrows und Black Canarys Sohn) sowie der Legion of Super-Heroes gegen eine Horde von Black Lanterns kämpft und klar vor einer Niederlage steht. Conner Kent und Cassie Sandsmark erkämpfen zusammen mit der Legion an diesem Punkt genügend Zeit und opfern sich, damit Booster Gold, Damian Wayne und Connor Hawke zu einem Zeitpunkt in der Vergangenheit reisen um dort die Blackest Night aufzuhalten.

In der Gegenwart angekommen müssten die drei Helden die jeweiligen Lager davon überzeugen zusammen zu arbeiten um der Blackest Night eher entgegenzustehen und sie somit abwenden zu können. Während Damian seinen ehemaligen Mentor Superman und Connor Hawke Batman überzeugen soll, würde Booster Gold beginnen die Lantern Corps in irgendeiner Weise zusammen zu bringen. Die Story und auch die jeweiligen Arcade Enden der Charaktere könnten damit enden, dass die White Lantern Entität geweckt wird und Nekron besiegt.

Auf Seite 2 geht es mit der Kämpferriege weiter!

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