Ideenschmiede zu: HBO Max’s Justice League Dark

Einige Tage ist die Nachricht nun alt, dass der Streaming Dienst HBO Max eine Serie zur Justice League Dark geordert hat. Bis auf die verantwortliche Produktionsfirma Bad Robot ist aber weiterhin erstmal Rätsel raten bezüglich weiterer Infos angesagt. Vor allem was die Figuren der Teams angeht, tappt man noch im Dunkeln.

Das wollen wir in diesem Artikel aber mal gekonnt ignorieren und stellen eine Justice League Dark zusammen, wie wir sie gerne sehen würden. Dabei lassen wir etwaige Casting Entscheidungen erstmal beiseite und konzentrieren uns rein auf die Figuren.

Das Team

Zatanna Zatara

© by DC Comics

Diese Figur ist wohl ein absolutes Muss. Zatanna ist in der Vorlage in beiden Reihen Teil des Teams und im New 52 sogar in der zweiten Hälfte offiziell die Anführerin! Dazu ist die Tochter von Giovanni Zatara auch noch eine der mächtigsten und bekanntesten Magier des DC Kosmos und hat keine Probleme sich mit magischen Schwergewichten anzulegen. Es spricht einfach alles dafür, diese Figur zu integrieren. Und da die anderen potentiellen Anführer der Justice League in anderen Produkten herumturnen, Constantine in CW’s „Legends of Tomorrow“ und Wonder Woman im Filmuniversum, kann man mit Zatanna auch eigentlich nichts falsch machen.

Und wenn man sich die Figur anguckt, so ist sie prädestiniert für eine Adaption. Sie ist eine starke weibliche Figur, sie ist recht zugänglich bezüglich ihrer Historie und ihre Art der Zauberei (Rückwärts-Sprechen) hat ebenfalls ein eigenes Flair. Dazu kann man der Figur auch einen ansprechenden persönlichen Handlungsstrang spendieren, indem man ihre Verbindung zu ihrem Vater ausarbeitet.

Deadman (Boston Brand)

© by DC Comics

Wie Zatanna ist auch Deadman einer der zentralen Figuren der Justice League Dark bei ihrem Debüt gewesen. Der ehemalige Zirkusartist Boston Brand ist dabei weniger ein freiwilliger Magienutzer, denn sein Geist wurde durch Rama Kushna gefangen und soll erst Ruhe finden, wenn sein Mörder gefangen ist. Deswegen agiert er nun als Deadman in der Welt der lebenden und fungiert in der Justice League Dark ein wenig wie ein moralischer Kompass bzw. in auflockernder Rolle. Auch ist er einer der wenigen Charaktere, der während des New 52 nie das Team verließ.

So einen beständigen Charakter sollte man durchaus einfügen. Vor allem da Boston Brand durchaus andere Blickwinkel in die Story bzw. das Team einbetten kann. Er ist kein freiwilliger Magienutzer und auch seine Präsenz als Geist ist gegen seinen Willen getroffen worden. Dementsprechend kann er als Anker des Teams in der menschlichen Welt dienen und besitzt, wie man oben entnehmen kann, eine durchaus eigene Handlung, die vorangetrieben werden kann.

Jason Blood/Etrigan

© by DC Comics; Cover von „The Demon: Hell on Earth“ #1

Der nächste Kandidat für die Justice League Dark wäre ein „2 zum Preis von 1“-Paket: Jason Blood und Etrigan. Auch wenn die Figur zwar nie Teil der Justice League Dark in den Comics war, so ist sie aber wie geschaffen dafür. Und da man auf das sonstige Kraftpaket Swamp Thing wegen der eigenen Serie vielleicht verzichten wird, ist Etrigan die logische Wahl. Und die Kombination aus reimenden Dämon, den man bei Bedarf hervorholt, und Ex-Lehrling von Merlin, der durch sein Alter ein immenses Wissen verfügt, ist einfach zu gut als sie verstauben zu lassen.

Außerdem bietet die gespaltene Form durchaus Möglichkeiten für das Team und die Story. So kann man zwei unterschiedliche Figuren mit verschiedenen Zielen in eine Handlung integrieren. Etrigan könnte man auch als Bedrohung darstellen, da er nicht zu kontrollieren ist oder gar eigene weniger noble Motive verfolgt. Während Jason Blood dagegen als passiver bzw. schützender Part eintritt und das nötige Gegengewicht zu Etrigan spielt. Und außerdem: wie gern würde man den Transformationsreim mal hören?

Traci Thirteen

© by DC Comics

Diese Figur ist wohl die erste Überraschung. Bisher sah man Traci Thirteen nur im Hintergrund als Barfrau in der Oblivion Bar in den Comics, doch sie wäre ein perfektes Mitglied für die Justice League Dark. Als Tochter von Dr. Thirteen, einem Ermittler in Sachen des Paranormalen, ist sie eigentlich entgegen Magie erzogen worden, besitzt aber durch ihre Homo Magi Herkunft selbst Kräfte. Ihre Kräfte variieren auch von anderen Magiern, da sie in die magischen Felder von Städten eingreifen kann und diese für Magie nutzen kann.

Die gute Traci ist für das Team aus mehreren Belangen ein Gewinn. Da sie der jüngste Spross der Homo Magi Linie ist, könnte sie als Aufhänger für die gesamte Story dienen, denn diverse schurkische Magier würden ihr Potential erkennen und für sich nutzen wollen. Wenn man davon Abstand nimmt, kann man sie schlicht als junge Magierin konzipieren, die ihren Platz im Magie-Kosmos von DC sucht und diesen vielleicht in der Justice League Dark findet. Ihre Art der Magie ist zudem recht vielseitig und ihre Interaktion mit den diversen weitaus versierteren Magiern des Teams sind interessant auszuarbeiten.

Phantom Stranger

© by DC Comics; DC Comics Homepage

Den Phantom Stranger ins Team aufzunehmen, klingt erst einmal nach einem unfairen Schub für die Mächte des Guten. Der mysteriöse Mann im Trenchcoat, der der Justice League Dark schon mehrmals half, ist wohl einer der bekanntesten Magiewesen des DC Universums. Da er aber, im Gegensatz zum Spectre, weitaus näher an den Lebenden steht und oft als weisende Figur auftritt, wäre eine solche Rolle für die Serie perfekt. Für die Serie sollte man aber der Einfachheit halber auf die New 52 Origin zurückgreifen und ihn als verurteilten Judas Ischariot darstellen. Oder man baut darauf, dass man ihm keine Origin gibt.

Denn zwar wäre der Phantom Stranger ein offizielles Mitglied der Justice League Dark, aber kein aktives. Er könnte dem Team in beratender Rolle beiseite stehen und sie auf kommende Gefahren vorbereiten. Oder er könnte auch als Auslöser für die Teamgründung dienen und dabei, aufgrund einer nicht näher genannten Origin, das Team in Zweifeln lassen ob und wie ihre Aufgabe gerechtfertigt ist.

Zauriel

© by DC Comics; Interior Artwork aus „Trinity of Sin: Phantom Stranger“ #11

Fans von Grant Morrison könnten hier vor Freude vielleicht himmlisch jauchzen. Denn der Engel, der Teil des Adler-Heers des Himmels ist, war lange Zeit Teil der JLA und ein zentraler Charakter im Kosmos von DC. Aufgrund seines Abstiegs aus den Himmeln zur Erde der Liebe wegen verlor er seine Unsterblichkeit und agierte fortan als Held. Im New 52 half Zauriel der Justice League Dark immer mal wieder, insbesondere während des „Forever Evil“ Events, und war später sogar Teil des Teams.

Seine Präsenz könnte dem Team als Legitimierung des Guten und als Gegenpart zum generell hoffentlich düsteren Ton der Serie dienen. Man könnte ihn auch erst im Laufe der Serie zur Gruppe dazu stoßen lassen und ihn in den ersten Aufeinandertreffen eventuell sogar als unbewussten Antagonisten entgegenstellen. Doch der Verlauf der Serie würde ihn stattdessen der Justice League Dark als Helfer zur Seite stellen.

Detective Chimp

© by DC Comics; Cover von Justice League Vol. 1 #1

Bei all der Magie braucht man eine Figur, die all den Hokuspokus möglichst skeptisch betrachtet und als geerdete Figur entgegentritt. Da man auf Batman oder Batwoman, die immer mal wieder mit Magie zu tun haben, nicht zurückgreifen kann, bleibt nur eine logische Konsequenz: Bobo T. Chimpanzee! Der als Detective Chimp bekannte Charakter hat immer mal wieder Verbindungen zur Magie gehabt, dabei mit Individuen wie Dr. Fate und dem Phantom Stranger zusammengearbeitet und ist seit No Justice auch Teil der Justice League Dark.

Natürlich gibt es sicherlich auch noch andere Figuren, die den skeptischen Part übernehmen könnten. Doch warum nicht Bobo? Er ist häufig genug mit Magie in Berührung, hat eigentlich keinen Bock auf diese und ist sogar Teil der Vorlage. Und ein teils depressiver Schimpanse mit einem leichten Alkoholproblem könnte dem Team viele Möglichkeiten geben und ebenso kann das Team dieser Figur helfen.

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