Die Bücher der Magie 1 – Magie hat Konsequenzen

Vorab geht wie immer ein großes Dankeschön an Panini Comics Deutschland, die das Rezensionsmaterial gestellt haben!

[Panini Backcover]

Magie hat Konsequenzen

Der junge Tim Hunter lebt im heutigen London. Eine alte Prophezeihung sagt voraus, dass er der größte Magier aller Zeiten werden soll – und womöglich der gefährlichste und todbringendste!

Seine Mutter ist verschwunden, in der Schule wird er schikaniert, um ihn herum sterben Menschen und die Bücher der Magie offenbaren ihm ihre Geheimnisse nur widerwillig. So muss Tim, der von der ruchlosen Dr. Rose beschützt wird, die erste Lektion eines Zauberers lernen: Magie hat immer und überall Konsequenzen, egal, ob in der Welt der Menschen oder im Traumland

Der Neustart des Comic – Klassikers als perfekter Einstiegspunkt in das Comic – Universum von Neil Gaiman ( American Gods, Ein gutes Omen), geschrieben von der rennomierten Fantasy Autorin Kat Howard und atemberaubend gezeichnet von Tom Fowler (Hulk: Season One).

Review:

Wie der Klappentext verrät, handelt es sich bei diesem Band um einen Neustart der Reihe. DC hat Neil Gaiman vor einiger Zeit ins Boot geholt, um seiner, durch die erfolgreiche Sandman Reihe entstandenen Welt, neues Leben einzuhauchen.

Dafür haben Gaiman und DC ein Team versammelt, das die verschiedenen Reihen wiederbeleben sollte. Das Ganze wurde durch das „Sandman Universe Special“ losgetreten, ein Band der bereits Ende Juli bei Panini erschien. Dort wurden die Bausteine für die Reihen „Die Bücher der Magie“,“ Lucifer„, “ House of Whispers“ und „The Dreaming“ gelegt. Band 1 zu Lucifer erschien bereits bei Panini im Juli. Die anderen Beiden Bände erscheinen im November bzw. Dezember.

Inhalt:

Die Origin Story ans sich ist meines Wissens nach gleich geblieben. Allerdings ist das meine erste Berührung mit der Reihe. Von daher haben wir hier eine recht klassische Fantasystory. Der Junge Tim macht seine ersten Schritte mit der Magie, die einzelnen Charaktere wie sein Schulschwarm, seine Lehrerin / Beschützerin und sein Vater werden vorgestellt.

Das Tempo ist recht flott. Was teilweise schade ist. Da man z.B. auch John Constantine und den Phantom Stranger im Buch sieht, diese aber fast schon nur schematisch dargestellt werden. Die Story nimmt in der Mitte eine willkommene Abwechslung ein und wir sehen immer wieder das die Dinge meist nicht das sind , was sie für Tim anfangs scheinen.

Die Story hat einen ebenfalls klassischen Aufbau. Tim ist der wenig beliebte Junge in der Schule, es gibt den vermeintlichen Bully der ihn striezt und wir beginnen, seine Reise die mit Selbstzweifeln beginnt und irgendwann wohl in Selbstbewusstem Heldendasein enden könnte, mit zu verfolgen. „Könnte“ ist hier das Zauberwort. Denn hier bietet die Story doch tatsächlich verschiedene Möglichkeiten, die auch aufgegriffen und annehmbar präsentiert werden. Das Ganze wird mit einem nicht grad kleinem Ausmaß an Blut und Eingeweiden garniert, was am, leider offenen Ende Hoffnung auf unvorhergesehene Wendungen und Denkanstöße macht.

Optik:

Die Optik ist für mich etwas schwierig. Die Cover sind in einem recht typischen Fantasystyle gehalten, was phantastisch aussieht. Natürlich ist dieser Stil für eine laufende Heftreihe nicht geeignet. Fowlers Zeichnungen treffen da meist meinen Geschmack nicht. Dazu muss man sagen, dass sich der Stil trotzdem nach einem modernisierten Sandman Stil anfühlt. Da ich die Sandman Zeichnungen auch schon damals nicht sonderlich mochte, ist es nicht verwunderlich das die Zeichnungen hier mich nicht vom Hocker reißen. Aber wie man merkt ist das eher eine persönliche Ansicht von mir.

Was schon problematischer wirkt, ist der Lesefluss. Mein Auge war auf der ein oder anderen Seite tatsächlich mal kurz verloren und wusste nicht wohin.

Es gab auch eine Gelegenheit wo ich nicht direkt verstehen konnte was eigentlich grad passiert. Das sollte nicht sein. Auch hatte ich immer wieder mal das Gefühl förmlich durch die Story gescheucht zu werden.

Möglicherweise ist da das Zusammenspiel von der Autorin Howard und Zeichner Fowler noch nicht genug eingependelt. Die Reihe ist Howards erste Comicstory. Möglicherweise hat Sie Fowler da auch einfach überladen mit Story, die er dann irgendwo unterbringen musste. Das kann uns bisher aber niemand wirklich sagen. Definitiv hätte ich mir öfter mehr Platz gewünscht, um gewisse Ideen und vor allem Gastauftritte mehr in der Tiefe erleben zu können.

Dazu muss ich auch sagen das solche Sachen in dem Band nur selten vorgekommen sind. Generell konnte man der Story gut folgen und die Zeichnungen sind ok, auch wenn sie meinen persönlichen Geschmack verfehlen.

Fazit:

Auf den ersten Blick wirkte das Buch für mich wie eine R-Rated Fassung von Harry Potter. Allein das Cover schreit fast danach. Aber der Band hat es geschafft mich hier und da zu überraschen. Eine interessante Idee für die Zukunft aufzutun und immer wieder mal Zweifel an dem aufkommen zu lassen, von dem man fast schon automatisch ausgegangen war.

Ich bin kein großer Fantasyleser. Und das originale Sandman habe ich vor 1 -2 Jahren mal angefangen zu lesen, nach dem 1. Paperback aber bereits aufgehört. Es hat mich einfach nicht wirklich mitgenommen. Vermutlich wurden so viele Stilmittel aus der original Reihe in neuen Comics verwendet, dass es auf mich einfach nicht so weltenverändernd gewirkt hat. Trotz allem hat mir dieser Band Spaß gemacht. Und ich werde auch definitiv den nächsten lesen. Ich bin zu gespannt ob das potential auch genutzt wird, was ich in diesem Band immer wieder mal habe durchschimmern sehen.

Das erste was ich allerdings tun werde ist das Sandman Universe Special nach zu holen. Vermutlich noch heute!

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Bücher der Magie 01

Preis: 16,99 Euro

Erstveröffentlichung: 24.09.2019

Format: Softcover

Seiten: 148

Autor: Kat Howard

Zeichner: Tom Fowler

Inhalt: The Books of Magic (2018) 1-6

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