Rezension: Batman Metal Paperback

Wie immer geht auch ein großes Dankeschön an Panini Comics für das bereitgestellte Rezensionsmaterial.

[Panini Backcover]

ANGRIFF AUS DEM DUNKLEN MULTIVERSUM!

Als Batman eine Reihe seltsamer Metalle untersucht, ahnt er nicht, dass er nur der Spielball finsterer Mächte ist. Und so ist es der Dunkle Ritter selbst, der das Portal in eine fremde, unheimliche Spiegeldimension öffnet, was einen Großangriff auf die Erde auslöst! Konfrontiert mit dämonischen, düsteren Zerrbildern des Mitternachtsdetektivs werden die Verteidiger der Erde – unter ihnen Helden wie Wonder Woman und Superman – in die Enge gedrängt, während grauenhafte Geschöpfe ihre Welt überrennen! Es gibt nur noch eine Hoffnung, und die heißt…Metal!

Review:

Wie von Panini üblich gibt es nun etwa ein halbes Jahr nach dem Abschluss der Heftform das Event „Batman: Metal“ nun auch als gesammelte Paperback Variante. Gelesen wurde das Event natürlich schon im letzten Jahr im monatlich erscheinenden Heftrhythmus, deswegen stellt sich beim Paperback die Frage ob es am Stück gelesen genauso begeistert.

Vorab sei schon mal gesagt: Der Paperback hat fast denselben Umfang wie die Hefte, also beide Prelude Ausgaben, die Hauptreihe und das One Shot „The Wild Hunt“. Das damals in Heft 3 erschienene „The Batman Who Laughs“ wurde sinnigerweise in den Paperback zu den One-Shots der dunklen Ritter in den anderen Paperback verschoben. Einzig die Hefte „Batman Lost“ (aus Heft 2) und „Hawkman Found“ (aus Heft 4) fehlen in dem vorliegenden Band.

Inhalt:

Die vom ehemaligen Batman Autor Scott Snyder inszenierte Geschichte beginnt recht vielversprechend. In seinen beiden Prelude Heften setzt Snyder auf mehrere Teilaspekte, die zusammen einen stimmigen Einstieg ergeben. Nicht nur bekommt man durch das Tagebuch von Carter Hall Einblicke in eine alte Prophezeiung, nein es werden mit Batmans Detektivarbeit und dem Kontrast der nichts ahnenden Justice  League weitere Puzzlestücke zusammengebracht und gegenüber gestellt. Zusammen mit den umfangreichen Referenzen zu anderen Werken Snyders und dem generellen DC Kosmos (zuweilen auch ältere Verweise) ergibt sich ein spannender Auftakt.

Der Verlauf des Hauptevents schließt sich gerade zu Beginn dem nahtlos an. Gerade die Darstellung Batmans, der nahezu besessen dieses Rätsel lösen will, macht viel des Flairs zu Beginn aus. Kaum betreten jedoch der große Böse und seine Schergen die Bühne wechselt Snyder die Ausrichtung seiner Story. Das klingt im ersten Moment wie ein harter Genrewechsel macht aber durch den Aufbau Sinn und führt die Geschichte auf einen „Crisis“ ähnlichen Weg. Hier fokussiert sich Snyder auf zwei Stränge der Handlung, einmal um Batman und einmal um die Geschehnisse auf der Erde, die er wie zuvor im Band mit einer Menge Referenzen unterfüttert.

Der Teil der Geschichte ist wirklich spannend geschrieben und stellt vor allem die Helden um DCs Trinity in den nötigen Fokus. Auch die „Fußsoldaten“ des Schurken machen viel her (hier die Empfehlung auf den Paperback „Aufstieg der dunklen Ritter“) und der Antagonist wirkt trotz mauer Motivation unglaublich gefährlich. Zum Endspurt entschleunigt Snyder die Geschichte noch einmal durch eine Origin eines zentralen Charakters, bevor mit „The Wild Hunt“ dann das Finale ansteht. Hier holt Snyder vor allem noch mal ein wenig die Trash Keule heraus, zeigt aber auch wie sehr Fan er selbst noch Fan der Materie ist. Dabei überrascht er noch mit einigen Wendungen bevor der Abschluss etwas abrupt geschrieben wird.

Optik:

Für die Optik wurde Snyders Langzeit Partner in Crime Greg Capullo verpflichtet. Wer dessen Arbeit aus dem New 52 Batman Run her kennt und mochte, wird auch hier seine helle Freude haben. Der typisch raue und manchmal sehr kantige Stil Capullos passt wunderbar zu der düsteren Geschichte von „Batman: Metal“ und hebt vor allem nach dem Auftritt des Antagonisten das Event auf ein ganz besonderes Erlebnis.

Was zudem noch Capullo positiv anzurechnen ist: der Band macht optisch dem Namen „Metal“ alle Ehre. Viele Designs, Szenerien und Paneele erinnern stark an Alben Cover der gleichnamigen Musikrichtung, was zum Teil aus Capullos eigenem Faible für jene herzuleiten ist. Dadurch bekommt das Event auch noch einen leicht persönlichen Anstrich und hebt sich, wie ich finde, durchaus von anderen ab.

Fazit:

Eingangs stand die Frage im Raum ob „Batman: Metal“ auch als Paperback begeistern kann. Und die kann man so nur bejahen, der einzige Kritikpunkt ist das etwas hinausgezögerte und dann doch abrupt geschriebene Finale. Ansonsten haben Scott Snyder und Greg Capullo wieder einmal bewiesen, dass sie als Duo unglaublich gute Geschichtenerzähler sind und genau deswegen sollte man zum „Batman: Metal“ Paperback greifen. Denn es ist eine atmosphärisch stimmige und verdammt unterhaltsam geschriebene Story, die in jedem DC Regal stehen sollte.

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Autor: Scott Snyder

Zeichner: Greg Capullo

Inhalt: Dark Days: The Forge #1, Dark Days: The Casting #1, Dark Nights: Metal #1-6, Dark Knights Rising #1

Preis: 28,00 Euro

Erstveröffentlichung: 14.05.2019

Format: Softcover (limitiertes Hardcover ist ausverkauft)

Seiten: 284

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