Rezension: Batman: Damned 1 (von 3)

Wie immer geht auch ein großes Dankeschön an Panini Comics Deutschland für das bereitgestellte Rezensionsmaterial.

[Panini Backcover]

Die Superstars Brian Azzarello (BATMAN: KAPUTTE STADT) und Lee Bermejo (BATMAN: NOËL) präsentieren eine finstere Geschichte unter dem neuen Black Label, das für besonders anspruchsvolle Comics steht. Der Dunkle Ritter erfährt, dass sein Erzfeind Joker ermordet wurde, und bei seinen Ermittlungen trifft er John Constantine, Deadman und Zatanna. Zudem kommen dämonische Geheimnisse aus Bruce Waynes Kindheit ans Licht …

Review:

Auf diesen Band habe ich sehr lange hin gesehnt, nicht nur da es der Start des düsteren DC Black Labels ist und John Constantine auf Batman Trifft, sondern auch weil Azzarello und Bermejo schon ein echtes Qualität Sigel ist.
Der Band öffnet die Tore für das neue „Erwachsene“ Label von DC mit allein stehenden, abgeschlossenen Geschichten.
Natürlich wollte ich auch wissen ob der Band auch abseits der „Dick“ Jokes überzeugen kann.

Denn als der Band in den USA auf den Markt kam überschlugen sich die Berichte und Jokes über den zusehenden „Lil Wayne“ , wie Jim Lee ihn genannt hatte, der sich dann eigentlich nur als Lichtkante herausstellte aber doch einen Schatten voraus warf der die Kritiken und Berichte über den Inhalt des Comics doch sehr verdeckte und viel Spielraum für Wortwitze und Sittenwächter ließ.
Firstprints mit unzensiertem Geschlechtsteils des Dunklen Ritters sind zu Utopischen summen über den Auktionstresen gegangen, die etwas Prüden Ammis haben sich empörend aufgeregt und das alles nur wegen einer kleinen Lichtkannte die einen Phallus erahnen ließ.

Natürlich ist die Deutsche Panini Ausgabe Zensiert und man bekommt keinen blick auf den „ Bat-Penis“ (haha er hat Penis gesagt) zu sehen.
Jetzt haben wir aber auch schon genug über Batmans kleinen Helfer geredet und Pubertär gekichert und widmen uns dem um das es hier eigentlich geht, nämlich einem verdammt guten Comic.

Vorab erstmal großes Lob an Panini Comics Deutschland die das Comic in ein sehr ansprechendes und dem Inhalt gerecht werdendes Hardcover gepackt haben während es in den USA als Softcover auf den Markt kam. Der ein oder andere wird sich natürlich etwas über die Ausmaße ärgern beim Unterbringen im Comicregal aber meiner Meinung nach ist es auch kein Comic das man zwischen seine anderen Comics stellt sondern eher ein Album das man in Szene setzen möchte, vor allem die Variant Cover von Jim Lee. Natürlich ist es jedem selbst überlassen 😉

Nach der Einleitung von Panini Redakteur Christian Endres, wird man auch direkt in die sehr düstere Story des Bandes geworfen, ohne jedoch viel zu erklärt zu bekommen um was es geht. Man sieht einen ziemlich geschundenen Batman in einem Krankenwagen und hat eigentlich kein Wissen warum er da ist, wer Ihn so zugerichtet hat und wie sein Gegner aussieht.

Die Story wird sehr wirr Erhält und springt von Issue zu Issue ähnlich eines Alptraums, ein Erzähler der immer wieder in Schriftform auf den erst klassisch Illustrierten Seiten zu lesen ist, versucht uns die gezeigte Bildgewalt zu erläutern jedoch wird erst alles etwas Logischer als man das Gesicht des Erzählers sieht und bemerkt, dass es definitiv keine Typische Batman Geschichte ist und sie es auch nie versuchen wird zu sein.

Die Geschichte nimmt weiter Fahrt auf und man erfährt dass der Joker getötet wurde, die Frage ist nur von wem? War es vielleicht sogar Batman? Man sieht immer wieder Erinnerungen aus Batmans Kindheit und der unmittelbaren Vergangenheit.

Als dann jedoch John Constantine und Deadman die Bühne betreten merkt man das hier weitaus mehr vorgeht und miteinander verstrickt ist als man zu Nächst glaubte.

Optik:

Die Illustrationen sind so Bombastisch wie man sie von Bermejo erwarten darf, das einzige Manko ist jedoch das die Grafiken teils etwas stumpf wirken und an den Rändern etwas unscharf erscheinen was aber schon an der Vergrößerung der Seiten liegen kann. Es ist wirklich Kritik auf sehr hohem Niveau da es den Meisten Lesern gar nicht auffallen wird, da die Gezeigten Grafiken so gut und Detailreich sind das es erst beim ganz genauen Hinsehen auffällt.

Die Story von Azzarello hat jetzt schon mehrere „WTF“ Momente und baut tiefgründige Spannung auf bei der man gar nicht abwarten kann wie die Story weiter geht, ich war etwas enttäuscht als ich am Ende ankam da ich jetzt bis zum 11 Juni warten muss um zu wissen wie der von Azzarello und Bermejo inszenierte Batman Alptraum weiter geht.

Fazit:

Batman wie man Ihn vorher noch nicht gesehen hat, der Illustrierte Alptraum des Dark Knight ist ein Muss für jeden Batman Fan und Befürworter der ernsteren Comics, auch Vertigo Fans sollten mehr als einen Blick Riskieren.
Eine Tiefgründige Story mit Genialen Zeichnungen die jedes Comicleser Herz höher schlagen lassen. Brian Azzarello und Lee Bermejo setzen die Messlatte für das DC Black Label sehr hoch für alle weiteren DC Black Label Comics.

Leseprobe

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Bildrechte liegen bei Panini Comics

Autoren: Brian Azzarello

Zeichner: Lee Bermejo

Inhalt: Batman Damned #1

Preis: 12,99 Euro

Erstveröffentlichung: 26.03.2019

Format: Album (Hardcover)

Seiten: 60

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