Rezension: Aquaman vs. Suicide Squad: Mission Atlantis

Wie immer geht auch ein großes Dankeschön an Panini Comics für das bereitgestellte Rezensionsmaterial.

[Panini Backcover]

MISSIONSZIEL: ATLANTIS SOLL UNTERGEHEN!

Atlantis hat sich aus dem Meer erhoben, und einige US-Politiker sehen das als Bedrohung. Sie beauftragen Task Force X-Chefin Amanda Waller, das Problem inoffiziell aus der Welt zu schaffen. Also entsendet sie ihre Suicide Squad um Harley Quinn, Deadshot und Killer Croc, die Atlantis wieder versenken soll!

Doch Meras Königreich wird von Aquaman und anderen beschützt. Allerdings verschwimmen Loyalität, Bündnisse und Missionsziele unter Wasser schnell …

Review:

Das sind sie also: die letzten Züge von Dan Abnett als Autor von Aquaman vor dem Drowned Earth Event und dem folgenden Autorenwechsel zu Kelly Sue DeConnick. Der ganze Run von Abnett konnte sich durch unglaublich dichtes Storytelling mit starkem aber nicht zu dominanten Polit-Themen absetzen. Jetzt stellt sich die Frage ob auch sein Finale den Spuren seines Runs folgen darf oder eher als Crossover kleine Brötchen backen muss.

Außerdem steht im Raum ob die Suicide Squad in das Crossover gut integriert wird oder eher ein Fremdkörper im sonst so starken Aquaman Run ist. Und vor allem: welche Konsequenzen wird es für die Zukunft beider Reihen haben?

Inhalt:

Atlantis war in den letzten Ausgaben immer wieder Brennpunkt für politische Unruhen. Spannungen mit der Landwelt und deren Behörden sowie ein Bürgerkrieg, der das Königreich stark umstrukturierte. Da kommt in all den Umwälzungen ein Aufstieg an die Wasseroberfläche inmitten des Atlantiks ziemlich ungelegen. Das sehen auch einige US-Politiker und wollen aufgrund der angespannten diplomatischen Beziehungen Atlantis da sehen wo es für sie hingehört: am Meeresgrund. Dafür soll die Suicide Squad sorgen und in Atlantis wieder den Wasserpegel erhöhen. Doch Aquaman und Königin Mera sind da noch ein Dorn im Auge.

Im ersten Moment wirkt die Story extrem offensichtlich. Die USA als Aggressor, die mit Mera als selbstbewusste Königin nicht umgehen kann und deswegen die Suicide Squad entsenden. Schön ist hier aber, dass der Historie von USA und Atlantis Tribut gezollt wird. Es wird auf den Angriff von Orm aus „Thron von Atlantis“ ebenso verwiesen wie auf die Spannungen, die durch die Spindrift Station und Aquamans Verhalten zu Beginn des Rebirths entstanden sind. Dadurch macht die Entwicklung sogar Sinn. Leider wird der Umschwung in Atlantis selbst wenig beleuchtet. Man sieht zwar Meras Krönung, doch mehr als das wird im Band nicht betrachtet.

Was folgt ist dafür ein gut inszenierter Action Thriller. Die Squad wird recht basisch aber passend eingesetzt und bekommt, da vorher das Team anscheinend etwas ausgedünnt wurde, neue Rekruten. Hier ist die Charakterzeichnung echt angenehm gelungen und führt die Story dazu gekonnt weiter. Auch Aquamans Seite der Geschichte passt zu den letzten Entwicklungen und stellt den wichtigen Gegenpart zu Mera und auch der Squad. Im Großen und Ganzen läuft die Story dafür gradlinig aber spannend erzählt ab und weiß mit Action, Thriller Elementen und leichtem Polit-Flair zu begeistern. Einziger Kritikpunkt ist, dass die Geschichte mit vier Ausgaben doch recht knapp ausfällt. Hier wäre durchaus noch Potential für 2-3 Hefte gewesen ohne die Story künstlich aufzubauschen.

Optik:

Die Optik des Bandes wird in den Heften jeweils vom Zeichner der Reihe übernommen. Das heißt im Klartext: Suicide Squad Kapitel werden von José Luís gezeichnet und Joe Bennett übernimmt die Aquaman Hefte. Einen allzu krassen Stilbruch muss man bei der Lektüre nicht befürchten, denn die Stile von Luís und Bennett sind sich durchaus ähnlich. Ihr recht gefälliger Stil mag vielen bei der Lektüre durchaus entgegenkommen, denn der Einstieg wirkt flüssig und überhaupt gibt es wenig Reibungspunkte. Zwar haben beide so ihre kleinen Macken, wie die etwas anteilslos wirkenden Gesichter von Luís und Bennetts kleinere Wechsel der Proportionen, doch unterm Strich beeinflusst das eher das Auge fürs Detail als den allgemeinen Lesespaß.

Fazit:

Als losgelösten Band sollte man „Aquaman vs. Suicide Squad – Mission Atlantis“ nicht sehen. Dafür sind die Verbindungen gerade in die Ereignisse der Aquaman Reihe zu groß. Wer aber dieser Reihe folgt oder der der Suicide Squa, kommt um dieses knackig geschrieben Actionpaket nichts herum. Zwar hätte man der Story durchaus noch etwas mehr Raum geben können, doch das schmälert die Unterhaltung und Ansehnlichkeit des Bandes in keiner Weise. Klare Empfehlung für jeden Aquaman Fan!

Leseprobe

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Bildrechte bei Panini Comics Deutschland

Autor: Rob Williams und Dan Abnett

Zeichner: José Luís und Joe Bennett

Inhalt: Aquaman #39-40; Suicide Squad #45-46

Preis: 12,99 Euro

Erstveröffentlichung: 09.07.2019

Format: Softcover

Seiten: 100

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